Januar 2026

Verehrte Leserinnen und Leser,

wir hoffen, Sie haben sich über die Jahreswende gut erholt und konnten sich für die zu erwartenden Ansprüche des neuen Jahres mit dem erhofften Elan ausstatten. Die Tage werden immerhin schon wieder länger. –

Ein Thema mit großem Medienecho war im letzten Quartal ohne Zweifel die von Papst Leo XIV. verfügte Abschaffung der Lateinpflicht für sprachliche Dokumente alltäglichen Typs an der Kurie. Für etwas Protest sorgten in Österreich noch die vom Bildungsminister proklamierten Ziele einer neuerlichen Lehrplanreform, welche kaum mehr Rücksicht auf einen allgemeinen Bildungshintergrund legt. Trier bleibt mit seiner Doppelausstellung zu Marc Aurel vorerst unvergessen, Pompeji nach wie vor präsent. Andere Themen halten sich in der Erregung von Aufmerksamkeit die Waage.

Wir wünschen Ihnen einen frohen und erfolgreichen Jahresanfang.

Zuletzt gab es zwar Beiträge aus allen drei Bereichen, aber weniger zum Unterricht:

  1. Die Klassischen Sprachen als Lerngegenstand
  2. Die Gegenwart von Antike, Mittelalter und Neuzeit
  3. Neues aus den benachbarten Altertumswissenschaften

Zum Themenbereich 1.

Das Referendariat für das Lehramt, vor allem für das höhere, wird im Journalismus nicht übermäßig häufig genauer beleuchtet. Es existieren viele stammtischartige Formeln und Mythen. Schafft es eine Person – vielleicht gar mit Versatzstücken über die Beschwernisse des Berufes - in die Presse, gehen die Parolen schon einmal an allen wichtigen Problempunkten zielsicher vorbei. Zum Beispiel konnte man in diesen Wochen lesen, dass eine Referendarin sich darüber beklagte, sie müsse ihren eigenen Kaffee zur Arbeit mitbringen. – Ist die Dame in dem Beruf richtig? Und: Welches Bild trägt die Presse am Ende mit einem Bericht in die Gesellschaft? Dass vor allem einzelne Fachausbilder durchaus auch ungeeignet sein können, ist ein Langzeitthema für Insider. Es lässt sich allerdings immer nur fallspezifisch angehen.

Der nachfolgende Beitrag zeigt die Dinge am Beispiel des Faches Latein recht realistisch. Nach wie vor immer wieder von Interesse, allerdings hier nur für Bayern vorgestellt: Die unterschiedlichen, in den letzten Jahrzehnten generell gestiegenen Umfänge der Wochenstunden für eigenverantwortlich unterrichtende Referendare in den verschiedenen Bundesländern bei jeweils unterschiedlicher Gesamtlänge des Referendariates. Welche weiteren sinnvollen Berufe man mit einer Lehramtsausbildung auch außerhalb der Schule ergreifen kann, kommt hier dankenswerterweise zur Sprache.

BR24 Wissen

Härtetest fürs Lehramt: Wie stressig ist das Referendariat?

Link: https://www.br.de/nachrichten/wissen/stressiges-referendariat-so-ist-der-haertetest-fuers-lehramt,UszWksa


Auch Zeitungen führen Foren zu „unseren“ Themen:

DER STANDARD

Wie lernt man am besten Latein?

Mein Forum: Diskutieren Sie dieses Thema mit der STANDARD-Community

Link: https://www.derstandard.de/story/3000000296635/wie-lernt-man-am-besten-latein


Abermals Österreich:

Kronen-Zeitung

Experte ist skeptisch: Minister will tote Sprachen aus Lehrplan streichen

Link: https://www.krone.at/3960555

Link fürs Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=jo13sz9Gjxg

Link zur ministeriellen Umfrage: https://www.krone.at/4006843


Dazu auch eine Sottise (mit Hinweis auf Michaela Maseks Buch Von jedem guten Geist verlassen):

NEWS.at

Spitzentöne: Retten wir Latein und Griechisch! Wir brauchen sie dringender als den Bildungsminister

Link: https://www.news.at/menschen/latein-griechisch


Das RND hat nach Kippen des Lateinobligatoriums im Vatikan mit unserem Pressesprecher gesprochen:

RND

Regelwerk für Vatikanangestellte überarbeitet: Selbst der Vatikan ist mit seinem Latein am Ende – aber was sagen die Lateinlehrer dazu?

Link: https://www.rnd.de/kultur/selbst-der-vatikan-schafft-latein-als-amtssprache-ab-aber-was-sagen-die-lateinlehrer-dazu-3DAEH4I3DJHVPLMMNYLM4AT5GE.html


Die uns was lehren, die soll man ehren.

anpfiff.info

Weihnachtsfeier Schiri Bamberg: Wenn der Präsident seinen Lateinlehrer ehrt

Link: https://www.anpfiff.info/sites/cms/artikel.aspx?SK=1&Btr=124006&Rub=109

- Übrigens: Auch Wolfgang Grupp lernte – vornehmlich in St. Blasien – Latein und Griechisch. Angesichts seiner eher handfesten Auftritte ahnen das wenige.


Zum Themenbereich 2.

Der Vatikan und Latein

Wochenlang beschäftigte sich die Journalistik in Europa mit der Abschaffung der Verpflichtung auf Latein als Primärsprache für die Schriftführung in der Kurie. Der Hauptgesichtspunkt bei der Maßnahme durch Papst Leo XIV. war selbstverständlich die Anerkenntnis der praktizierten Realität auch in obersten Kreisen und im Zentrum der katholischen Kirche. Dennoch fragten sich viele, ob der Vatikan einem weiteren Rückgang der Beherrschung des Lateinischen in Wort und Schrift durch herausragende Verantwortungsträger in der katholischen Kirche wie beispielsweise die Kardinäle tatenlos zusehen wolle. Denn der Universalität (Bedeutung des Wortes „katholisch“) der Konfession jenseits des Nationalen entspreche keine Sprache besser als eben die Lateinische. Man wird es weiter verwenden. Aber das Thema war unbestreitbar ein kleiner „Aufreger“ im Mediendschungel. Nicht wenige schienen dabei sich hinsichtlich der Verwendung der ausstrapazierten Formel „mit dem Latein am Ende“ einen Überbietungswettstreit liefern zu wollen. Immerhin fand aber eine breite Debatte statt:

DIE ZEIT

Latein im Vatikan: Dann sind wir mit dem Latein am Ende

Im Vatikan soll die traditionelle Amtssprache nicht mehr verpflichtend sein. Da fällt man doch vom Glauben ab.

Link: https://www.zeit.de/kultur/2025-11/latein-vatikan-amtssprache-katholische-kirche


Zu Latein im Katholizismus schreibt Matthias Heine in der WELT:

DIE WELT

„VULGATA“-Bibel: Mit diesem Buch begann die 1500-jährige Herrschaft der lateinischen Sprache in Europa

Link: https://www.welt.de/kultur/article6927f8f4bbe1e4af2f862b2f/latein-im-vatikan-bedeutungsverlust-einer-1800-jaehrigen-tradition.html


Die Weltwoche

Roma finita? Im Vatikan ist Latein nicht mehr die erste Amtssprache. Die Medien jubeln – zu früh!

Link: https://weltwoche.de/daily/roma-finita-im-vatikan-ist-latein-nicht-mehr-die-erste-amtssprache-die-medien-jubeln-zu-frueh/


Rheinische Post

Amtssprache abgeschafft: Wenn der Vatikan mit seinem Latein am Ende ist, springt „Der Postillon“ ein

Link: https://rp-online.de/panorama/religion/vatikan-mit-seinem-latein-am-ende-postillon-springt-ein-v1_aid-139875255


Der Postillon

Sonntagsfrage

Quaestio dominica: Quid dicis de eo quod lingua Latina non iam est prima lingua officialis in Vaticano?

Link: https://www.der-postillon.com/2025/11/quaestio-dominica-lingua-publica.html


Zum sachlichen Kontext

DOMRADIO.DE

„Latein ist die neutralste Sprache, die es gibt“

Link: https://www.domradio.de/artikel/journalist-galgano-gibt-einblick-bedeutung-von-latein-im-vatikan


Hart am losen Kontext

SRF

Vatikan stellt Latein hintan: Wie gut ist eigentlich Ihr Latein?

Link: https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/vatikan-stellt-latein-hintan-wie-gut-ist-eigentlich-ihr-latein-machen-sie-den-test


Rein im zeitlichen Kontext

Evangelische Zeitung

Europapremiere beim Römergrab in Köln: Erste Broschüre auf Latein

Link: https://evangelische-zeitung.de/europapremiere-beim-roemergrab-in-koeln-erste-broschuere-auf-latein


Anniversarium: 325 n.Chr. fand das Konzil von Nicäa statt.

DW (Deutsche Welle)

Iznik feiert Nicäa: Warum Papst Leo in die Türkei reist

Link: https://www.dw.com/de/iznik-feiert-nic%C3%A4a-warum-papst-leo-in-die-t%C3%BCrkei-reist/a-74836800


BUCHREZENSION

...Und wieder Pompeji:

Der Leiter der Ausgrabungsstätten Pompeji Gabriel Zuchtriegel hat ein neues Buch geschrieben. Die rutschungsbedingten jüngeren Grabungen und der Fortschritt der allgemeinen Forschungen geben neue Aufschlüsse und erlauben früher nicht möglich gewesene Deutungen zu den allerersten Anfängen des Christentums im Kernraum des römischen Reiches wenige Jahrzehnte nach Christi Wirken. Darauf wie auf die soziale Bandbreite und damit unter anderem auch auf die Alltags- und Lebensumstände der Sklaven geht Gabriel Zuchtriegel in seinem Buch Pompejis letzter Sommer von Ende 2025 schwerpunkthaft ein.

Rezensiert wurde das Buch unter anderem in Deutschlandfunk Kultur:

Deutschlandfunk Kultur

Buchkritik – Gabriel Zuchtriegel:

„Pompejis letzter Sommer“

Link: https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-gabriel-zuchtriegel-pompejis-letzter-sommer-100.html


Der klassische Philologe Thomas Ribi schreibt in der Neuen Zürcher Zeitung ausführlich über Zuchtriegels Buch (Text teilweise etwas abgeblendet):

NZZ

Was Pompeji über das Leben in der Antike erzählt und warum das Christentum die alten Götter verdrängte

Link: https://www.nzz.ch/feuilleton/was-pompeji-ueber-das-leben-in-der-antike-erzaehlt-und-warum-das-christentum-die-alten-goetter-verdraengte-ld.1911909

Das Buch:

Zuchtriegel, Gabriel:
Pompejis letzter Sommer.
Als die Götter die Stadt verließen,
Berlin (Propyläen) 2025.
320 Seiten; gebunden
ISBN: 978-3-54911-000-3
Preis: € 33,00


WEITERE BUCHEMPFEHLUNGEN

Konrad Paul Liessmann hat ein Vorwort für ein Buch geschrieben, das der heutigen Gesellschaft auf Basis der antiken Kardinaltugenden bzw. der virtus generell ein Angebot zur Orientierung unterbreitet.

Masek, Michaela:
Von jedem guten Geist verlassen?
Warum wir uns in einer maßlosen Gesellschaft auf antike Tugenden besinnen müssen,
Wien (Dom-Verlag) 2025.
224 Seiten; gebunden
ISBN: ‎ 978-3-85351-338-5
Preis: € 29,00


Peragratio inter litteras:

Prof. Dr. Michael Lobe hat einen Sammelband herausgegeben. Der Bogen seiner Beiträge spannt sich von der Antike (z.B. Ovid/Vergil) bis zu neulateinischer Dichtung des 20. Jahrhunderts (z.B. Josef Eberle). Aus der Tiefe und Vielschichtigkeit der andeutungs- und bezugsreichen Literatur hat Michael Lobe jeweils neue und weiterführende interpretatorische Erkenntnisse gewonnen und präsentiert sie nun in ihrer ganzen Breite in einem Band.

Lobe, Michael:
Laetae latebrae litterarum.
Gesammelte Streifzüge durch die lateinische Literatur,
Baden-Baden (Rombach/Nomos) 2025.
436 Seiten; Softcover
ISBN: 978-3-988-58149-5
Preis: € 109,00


Hier noch etwas Launiges zur Verwendung im Kontext zum Unterricht:

Verg, Martin:
Das Imperium kehrt zurück.
Warum uns das alte Rom neu fasziniert,
München (Piper) 2025
224 Seiten; flexibler Einband
ISBN: 978-3-492-06617-4
Preis: € 18,00


Aus unserem Umfeld

Als „Prachtband“; „Leseereignis“, ja „kommendes Standardwerk“ von der Kritik gefeiert, nachfolgend ein Buch mit Überschneidungen zu unserem Fachbereich:

Pfister, Manfred:
Englische Renaissance,
Berlin (Galiani) 2025.
480 Seiten; gebunden
ISBN: 978-3-86971-326-7
Preis: € 98,00

Link zur Rezension im SWR: https://www.swr.de/kultur/literatur/manfred-pfister-englische-renaissance-100.html


Rückblick auf die Marc-Aurel-Ausstellung in Trier

Es wurde ein Handschriftenfragment gefunden, welches eventuell Nicolaus Cusanus gehört haben könnte. Wir hatten es aus Wichtungsgründen im Juni ausgespart:

Volksfreund

Kulturschatz gefunden - Im Buchdeckel versteckt: Wie eine Marc-Aurel-Handschrift die Jahrhunderte überdauerte

Link: https://www.volksfreund.de/region/kultur/im-buchdeckel-versteckt-marc-aurel-handschrift-an-der-mosel-ueberdauerte-die-jahrhunderte_aid-127693547

… und ein Podcast der Zeitung Volksfreund zum Leben in Trier zur Zeit des Kaisers Marc Aurel:

Link: https://www.youtube.com/watch?v=nHd2prEEKt4


Bayern statt Baiern:

König Ludwig I. von – also, na ja – Ba-y-ern ließ nicht nur das an Originalbauten angelehnte Pompejanum in Aschaffenburg errichten, sondern in seiner Graecophilie (und anti-napoleonischen Francophobie) auch das i im freistaatlichen Inbegriff zum y wandeln. Allerdings heißt gerade auch im Französischen das Ypsilon ja » ygrec «… Immerhin ist der Buchstabentausch allemal weniger ungeschickt als die Idee, Baden-Württemberg als „The Länd“ firmieren zu lassen.

BR24

Y statt i: Darum wurde "Baiern" vor 200 Jahren zu "Bayern"

Link: https://www.br.de/nachrichten/bayern/y-statt-i-darum-wurde-baiern-vor-200-jahren-zu-bayern,V09PFsq


Lateinischer Monatsrückblick

Nuntii Latini

Link: https://www.bremenzwei.de/themen/latein-nachrichten-rueckblick-dezember-110.html


Für die vita beata und die Eudaimonie:

Tageblatt.lu  

PHILOSOPHISCHER ANSATZ

Wie antike Weisheiten die Lebensqualität im Alter verbessern

Link: https://www.tageblatt.lu/Luxemburg/Wie-antike-Weisheiten-die-Lebensqualitaet-im-Alter-verbessern-3940.html


Im Schatten Johannes Reuchlins - ein unbekannter Hebraist der Renaissance:

ref.ch

500. Todestag: Bei ihm gingen die Reformatoren in die Hebräisch-Nachhilfe

Link: https://www.ref.ch/news/ceporinus-jakob-wiesendanger-zwingli-zurich-reformation-geschichte/


Lateinwort des Jahres 2025: RHONCHISSATOR

Für das besonders breitentaugliche und lustige Lateinwort aus dem Thesaurus Linguae Latinae 2024 (retotatototato) gab die Bayerische Akademie der Wissenschaften noch eine Pressemeldung heraus. Obwohl sich das Exemplar von 2025 nicht verstecken muss, konnte man eine Weile nur in Eigeninitiative auf der Webpräsenz der Akademie eine Erwähnung mit Erklärung finden – auf Englisch!

Dieser Mangel wurde alsbald behoben. Hier ist die Pressemeldung der BadW:

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Rhonchissator ist das Lateinwort des Jahres 2025

Link: https://badw.de/die-akademie/presse/pressemitteilungen/pm-einzelartikel/detail/rhonchissator-ist-das-lateinwort-des-jahres-2025.html


Zum Themenbereich 3.

Römerstraßen

Das Realienthema zur Antike, welches die Medien im Herbst 2025 am auffälligsten beschäftigte, ist die Errungenschaft, welche in Europa, Nahost und Nordafrika in der Fläche die nachhaltigsten Spuren hinterließ: Diejenige des für das Zeitalter seiner Entstehung staunenswert hochentwickelten Straßensystems. Es war Demonstration sowohl des hohen Lebensstandards im Imperium als auch des Willens, der Natur das Signum von Kontrolle, gar Unterwerfung durch Zivilisation sichtbar aufzuprägen. Jeder weiß, dass der schnurgerade Verlauf der römischen Straßen über lange Strecken selbst bei einem gewissen Maß an Steigung oder Gefälle auch Teil der Romidee und ihrer Manifestation war. Dass die ehemalige Gegenwart der römischen Kultur und Zivilisation in europäischen Teilräumen bis auf die heutige Zeit das Lebensgefühl der dortigen Einwohner distinktiv beeinflusst, haben Studien der letzten Jahre, die wir auch in einem der letzten Medienrückblicke thematisiert haben, nachgewiesen. Diesmal geht es um die hochentwickelte Technik in Vorbereitung und Anlage der Straßen in allen Teilen des Reiches sowie natürlich um die Länge und Dichte des Straßennetzes gewissermaßen als materielle Kultur. – Durchaus immer wieder faszinierend. Die Forschung geht weiter. Auf Itiner-e.org kann man die inzwischen nachgewiesenen 300.000 km römischer Straßen verfolgen.

Ein Beitrag zum technischen Raffinement:

DIE WELT

Schriften der Feldmesser: Diese Spezialisten bewiesen täglich, dass Rom die Welt beherrschte

Link: https://www.welt.de/geschichte/article68d3b5874a958e24fe6c0437/Roemisches-Reich-Gerade-Strassen-heiliger-Boden-so-plante-Rom-seine-Macht.html


Zum Umfang des Straßennetzes:

WISSENSCHAFT.de

Digitale Karte zeigt Straßennetz der Römer

Link: https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/digitale-karte-zeigt-strassennetz-der-roemer/


Eine weitere Webpräsenz zu Itiner-e:

heise online

Fast 300.000 km: Mit Abstand umfangreichste Karte der Römerstraßen online

Link: https://www.heise.de/news/Fast-300-000-km-Mit-Abstand-umfangreichste-Karte-der-Roemerstrassen-online-11069074.html

Direktlink zu Itiner-e auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=OTSe7MsJXbo&t=98s

Direktlink zur interaktiven Karte von Itiner-e: https://itiner-e.org/


Die Wälder im Römischen Reich

Ein weiteres unverkennbares Merkmal römischer Präsenz war die hohe Rate des Holzeinschlags. Sie ergab sich aus dem Flächenbedarf für den Ackerbau, dem Verbrauch von Brennholz und selbstverständlich aus den Erfordernissen im Bauwesen und der Nachfrage bei den antiken Werften. Auswirkungen auf den Bestand an Ressourcen, das Landschaftsbild und die Luftqualität hatte dies auch für die Provinzen nördlich der Alpen, wie eine Studie an der Universität Freiburg beweist.

Unter Förstern:

forstpraxis

Alte Wälder, gnadenlos gefällt – was Holzfunde über die Römer verraten

Link: https://www.forstpraxis.de/alte-waelder-gnadenlos-gefaellt-holzfunde-ueber-roemer-verraten-24168


Mit einem Interview (07:14):

SWR Kultur

Wie die alten Römer den Wald genutzt haben

Link: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/wie-die-alten-roemer-den-wald-genutzt-haben-100.html


Antike Medizin

Aus der Praxis antiker Ärzte kennt man eine Vielzahl von Instrumenten dank einiger Funde. Besonders spektakulär war 1989 eine Entdeckung im antiken Ariminum, dem heutigen Rimini. Heute kann man gelegentlich Repliken erwerben.

Chirurgisches Besteck:

NATIONAL GEOGRAPHIC 

Antike Knochensäger: So arbeitete ein Chirurg im alten Rom

Link: https://nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2025/10/sensationsfund-in-rimini-so-arbeiteten-chirurgen-im-alten-rom/


Wie etwas Sensationelles finden, wenn keine Fachleute mehr graben?

Der Studiengang Grabungstechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin soll entfallen. Der Deutsche Archäologenverband schlägt Alarm. 

GEO  

In Deutschland könnten bald Fachkräfte für Ausgrabungen fehlen.  

Link: https://www.geo.de/wissen/deutschland-verliert-grabungsexperten--studiengang-vor-dem-aus-37004830.html


Am 4. November 2025 eröffnete das Große Ägyptische Museum endgültig:

Selkets Blog

Ein historischer Moment: Tutanchamuns gesamter Schatz im Grand Egyptian Museum – und ein Fazit

Link: https://blog.selket.de/aus-den-museen/ein-historischer-moment-tutanchamuns-gesamter-schatz-im-grand-egyptian-museum-und-ein-fazit


Aus Strabons Geographie

Ein Vergnügungsboot wie von Strabon beschrieben wurde jüngst vor Antirhodos gefunden:

euronews

Archäologen finden 2000 Jahre altes Party-Boot vor Alexandria

Link: https://de.euronews.com/kultur/2025/12/08/archaologen-2000-jahre-party-boot-alexandria


Was verbirgt sich hinter dem von Strabon genannten Damasia?

Süddeutsche Zeitung

Auf der Suche nach dem Bayerischen Atlantis

Link: https://www.sueddeutsche.de/bayern/damasia-landsberg-archaeologie-bernbeuern-auerberg-roemer-antike-li.3365081


Selten

In der Etruskerstadt Vulci wurde ein griechischer weiblicher Statuenkopf gefunden.

Finestre sull’Arte

Wichtige Entdeckung in Vulci: Ein Mädchenkopf wurde gefunden, ein seltenes Beispiel für griechische Statuen auf etruskischem Gebiet  

Link: https://www.finestresullarte.info/de/archaologie/wichtige-entdeckung-in-vulci-ein-madchenkopf-wurde-gefunden-ein-seltenes-beispiel-fur-griechische-statuen-auf-etruskischem-gebiet


… Und nochmals Pompeji

Bruchstücke von Fresken zusammenzusetzen, kostet oft viel Zeit:

MaschinenMarkt

Antike Kniffelei: Roboter aus Bonn setzt Puzzle aus Pompeji zusammen

Link: https://www.maschinenmarkt.vogel.de/intelligenter-roboter-restauriert-antike-wandmalereien-pompeji-a-cb4affbb531b3891ddd350747a7e527d/


Ein Nachtrag

Erotik-Mosaik kehrt Heim:

Deutschlandfunk Kultur

Von Wehrmachtsoffizier geraubtes Erotik-Mosaik zurück in Pompeji

Link: https://www.deutschlandfunkkultur.de/von-wehrmachtsoffizier-geraubtes-erotik-mosaik-zurueck-in-pompeji-102.html


Die Campi flegrei sind nicht nur selbst unruhig, sondern geben diese Eigenschaft an die Medien weiter:

tagesschau

Evakuierungsübung: Wie sich Neapel auf einen Vulkanausbruch vorbereitet

Link: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/italien-vulkan-evakuierungsuebung-100.html


Bipolare Störung

Genderverbot vs. Genderzwang in den USA

Forschung & Lehre

Wissenschaftsfreiheit: US-Philosophieprofessor darf Platon nicht uneingeschränkt unterrichten   

Link: https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/us-philosophieprofessor-darf-platon-nicht-uneingeschraenkt-unterrichten-7487


Zusammenstellung und Kommentierung der Medienschau: 

Karl Boyé

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ruft zum Schnupperstudium Altertumswissenschaften. Am 29.01.2026 können Schülerinnen und Schüler bei speziell auf sie zugeschnittenen spannenden Vorträgen aus Gräzistik (Penelope bei Homer und Inge Merkel), Latinistik (Lesen von Handschriften), Alter Geschichte (Epigraphik) und Klassischer Archäologie (Gedankenspiele zu archäologischen Funden der Vergangenheit und Zukunft) einen ersten Einblick in das akademische Lernen bekommen. Anmeldungen sind bis 26.01.2026 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) möglich.


In vielen Bundesländern ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung inzwischen obligatorischer Bestandteil auch der Fachlehrpläne Latein und Griechisch. Für die Alten Sprachen haben diesbezüglich unter anderen Dr. Anne Friedrich (Universität Halle-Wittenberg) und Steffen Ritzmann (Deutsche Schule Stockholm) einen erheblichen Beitrag geleistet und im „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung für die Gymnasiale Oberstufe“ niedergelegt. Wer sich diesen altsprach-spezifisch von DAV-Gesamtvorstandsmitglied Dr. Anne Friedrich vorstellen lassen möchte, möge sich am Dienstag, dem 10.03.2026, von 16:15 bis 17:30 Uhr vor seinem Bildschirm einfinden. Anmeldung unter: https://www.engagement-global.de/de/veranstaltung-detail/13311--online-workshopreihe-zum-orientierungsrahmen-globale-entwicklung-fuer-die-gymnasiale-oberstufe.


Antike ganz im Osten: In Dresden wartet die Skulpturensammlung im Zwinger mit der Sonderausstellung „Herkules – Held und Antiheld“ auf, die bis Ende Juni 2026 zu sehen ist: https://skulpturensammlung.skd.museum/ausstellungen/herkules-held-und-antiheld/. Wer in Dresden oder Umgebung ist, sollte einen Besuch durchaus auf seine To-do-Liste setzen; es gibt sehr interessante Stücke zu sehen. Ob man aber wegen der Ausstellung unbedingt nach Dresden fahren müsste, sei dahingestellt.


Am Schauspielhaus in Leipzig wird im Januar 2026 „Medea“ wiederaufgenommen. Die Vorstellungen der während Corona entstandenen und gefeierten Inszenierung sind bereits bis Ende März ausverkauft, weitere Termine aber in Planung. Zudem ist Heinrich von Kleists „Penthesilea“ am Theater Magdeburg zu sehen; „Penthesile:a:s“ von MarDi hingegen am Neuen Theater in Halle. Das dürfte alles sehr sehenswert sein.

Der europäische Dachverband der Altsprach-Lehrenden, Euroclassica, grüßt alle Mitglieder des DAV sehr herzlich zum neuen Jahr 2026 und sendet allen Interessierten einen aus Spanien stammenden Homerischen Kalender. Ebenso ist der Newsletter der Euroclassica für 2025 veröffentlicht und freut sich über Leserinnen und Leser.

Die Euroclassica lädt 2026 zu zwei von ihr gehosteten Akademien: Die kroatische Academia Ragusina findet vom 28.03. bis 02.04.2026 in Dubrovnik statt. Sie wird sich mit Themen der Nachhaltigkeit beschäftigen, und zwar u. a. anhand von Texten Marinus Ghetaldus’ und Plinius des Älteren. Im Sommer geht es vom 10.07. bis zum 19.07.2026 nach Athen und Chios zur Academia Homerica, während der man sich auf Homers Heimatinsel mit Ilias und Odyssee beschäftigen kann oder Neugriechisch lernt. Beachten Sie bitte auch die Ausschreibungen.

Traditionell gibt es auch 2026 den Euroclassica-Wettbewerb “European Certificate in Classical Languages” (ECCL), der in den Sprachen Latein (ELEX) und Altgriechisch (EGEX) und in jeweils zwei Wissensstufen (Vestibulum und Ianua) ausgetragen wird. Schülerinnen und Schüler, die eine bestimmte Punktzahl erreichen, bekommen eine Urkunde von Euroclassica („Bronze-, Silber-, Goldmedaille“). Wer teilnehmen möchte und die Aufgaben noch nicht über seinen DAV-Landesvorstand bekommen hat, kann sich an den Repräsentanten des DAV bei der Euroclassica wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, der die Aufgaben gerne per Mail zuschickt. Bis Jahresbeginn haben bundesweit sechs Schulen 111 Teilnehmende gemeldet, von denen 28 einen Medaillen-Rang erreicht haben. Glückwunsch! Die ECCL-Tests müssen bitte bis Ende April korrigiert werden; bis dahin läuft der Wettbewerb.

Folgende Hinweise aus dem Landesverband dürften von bundesweitem Interesse sein:

Die e.V.-Eintragung des DAV-NRW, die in unserer nun gültigen Satzung als erwünscht erwähnt ist (§1 Nr. 2), ist in vollem Gange: Satzung des Deutschen Altphilologinnen- und Altphilologen-Verbandes – Landesverband Nordrhein-Westfalen (DAV-NRW) im Deutschen Altphilologenverband e.V. (DAV-Bund)

Die aktuelle Ausgabe von Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen ist online:

LGNRW: Aktuelle Ausgabe

Erinnerung an den DAV-NRW Kurzfilmwettbewerb

DAV-NRW-Filmwettbewerb ParvaPictura MMXXVI


 

Information und Einladung zur internationalen Konferenz der Hebräischlehrerenden:

Internationale Konferenz der Hebräischlehrenden vom 1. bis 3. Mai 2026


 

Information und Einladung zu einem Studientag an der Uni Münster:

Studientag zu Ciceros De officiis an der Universität Münster, 11.02.2026


 

Information und Einladung zu den Didactica Bonnensia III:

Didactica Bonnensia III: Kurze Texte mit langer Wirkung Antike Epigramme und ihre Rezeption, Freitag, 20.02.2026, 10:00 bis 17:00 Uhr


 

Information und Einladung zu den Colloquia Montana der Bergischen Universität Wuppertal:

Colloquia Montana Wuppertal 03.03.2026


 

Bericht zur DAV-Tagung im September 2025


 

Gernot Hall, der vor langer Zeit Kassenwart im DAV-NRW war, ist leider Ende Oktober 2025 verstorben. Ein Nachruf folgt im nächsten Newsletter. Seine Tochter sucht Interessenten für seine Bibliothek in Radevormwald, s. https://www.davnrw.de/aktuelles/marktplatz/62-buecherangebot-aus-nachlass-radevormwald


 

Homepage der Elisabeth-Lebek-Stiftung Lebendiges Latein e.V. online

a.) Vortrag von Prof. Dr. Markus Schauer: Aeneas, Augustus und Rom. Vergil als politischer Epiker.

Zeit: 2. Februar 2026, 18:15-19:45 Uhr

Ort: DIGITAL und Universität Freiburg, Kollegiengebäude I (Platz der Universität 3), HS 1221.

Weitere Informationen und Einwahllink unter https://www.humanismus-heute.uni-freiburg.de/events/Schauer2026 .


b.) Vortrag von Prof. Dr. Jacqueline Klooster: Die Odyssee und der Ruhm der Penelope.

Zeit: 10. Februar 2026, 18:15-19:45 Uhr

OrtDIGITAL und Universität Freiburg, Kollegiengebäude I (Platz der Universität 3), HS 1221.

Weitere Informationen und Einwahllink unter https://www.humanismus-heute.uni-freiburg.de/events/Klooster2026 .


c.) ABITUR-Workshop Latein / Griechisch

Zeit: 07. März 2026, 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr

OrtTübingen,

Weitere Informationen (auch zur Anmeldung) werden baldmöglichst bekannt gegeben unter https://www.humanismus-heute.uni-freiburg.de/events/abiworkshop2026.html .


d.) Tagung: Didaskalika 10. Latein – Antike und Rechtsextremismus

Zeit: 22. Mai 2026, 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr

OrtTübingen,

Weitere Informationen (auch zur Anmeldung) werden baldmöglichst bekannt gegeben unter https://www.humanismus-heute.uni-freiburg.de/events/didaskalika10 .

In Summe geht das Reformvorhaben am Problemkern vorbei. Die niedersächsischen Schülerinnen und Schüler schleppen große Mängel in den Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen beim Übertritt an die weiterführenden Schulen mit. Spätfolgen der Corona-Krise und über Jahre nie konsequent angegangene grundlegende strukturelle Probleme an den Grundschulen bilden die jüngsten IGLU- und IQB-Studien in nüchterne Zahlen ab.

Im Unterschied zum grundsätzlich zu begrüßenden Vorhaben, die Qualifikationsphase (Jahrgänge 12 und 13) v.a. durch die Auflösung der Profilbindung zu reformieren – zu kritisieren sind dabei die Reduktion schriftlicher Leistungsanforderungen und die Abschaffung des Seminarfaches, weil beide Vorhaben die Vorbereitung auf Anforderungen der Universitäten erschweren – beurteilen wir das Reformvorhaben für die Einführungsphase (Jahrgang 11) als schulpolitisch überhaupt nicht angezeigt und als gesellschaftspolitisch sogar äußerst kontraproduktiv. Für Niedersachsen als Hochtechnologieland brauchen wir einen stabil allgemeinbildenden elften Jahrgang, am besten mit einer um die bisher zur Wahl stehenden zwei Wochenstunden Informatik als verbindlichen Unterricht, damit alle Schüler:innen hier die für Universität und Berufsleben notwendigen Fertigkeiten erwerben können.

Die Langfassung der Presseerklärung finden Sie » hier.

Der Orientierungsrahmen ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), koordiniert und erstellt von Engagement Global. Er bietet eine fundierte Grundlage zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit globaler Perspektive im Unterricht und im schulischen System.

Download sowie weitere Informationen, Begleitmaterialien und die Einladung zu einer Online-Fortbildungsreihe zum neuen Orientierungsrahmen finden Sie hier: https://www.engagement-global.de/de/orientierungsrahmen.

Erarbeitet wurde der neue Orientierungsrahmen in einem mehrjährigen partizipativen Prozess von mehr als 180 Expert*innen aus Schulpraxis, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie Bildungs- bzw. Kultusministerien der Länder.

Der Orientierungsrahmen Globale Entwicklung

  • §  … bietet eine Grundlage für die Entwicklung von Bildungsplänen und Schulcurricula, für die Organisation von Unterricht und außerschulischen Aktivitäten, für die Lehrkräftebildung und für die Bildungsarbeit von Nichtregierungsorganisationen;
  • §  … zeigt, wie motivierende und partizipative Bildung in den Fächern und fachübergreifend gelingen kann und welche Rolle Emotionen spielen;
  • §  … liefert fundierte didaktische Grundlagen und praktische Unterrichtsbeispiele für die Umsetzung in der gymnasialen Oberstufe für 17 Unterrichtsfächer:

o    Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld: Sozialwissenschaften/Politische Bildung, Geographie, Wirtschaft, Geschichte, Religion, Philosophie/Ethik

o    Sprachlich-literarisches Aufgabenfeld: Deutsch, Neue Sprachen, Alte Sprachen

o    Künstlerisches Aufgabefeld und Sport: Musik und Theater, Bildende Kunst, Sport

o    Mathematisch-informatisch-naturwissenschaftlich-technisches Aufgabenfeld: Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik;

Online-Workshops zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der gymnasialen Oberstufe | 02. Dezember 2025 bis 30. Juni 2026 | immer dienstags 16:15 bis 17:30 Uhr I Infos und Anmeldung hier:

https://www.engagement-global.de/de/veranstaltung-detail/13311--online-workshopreihe-zum-orientierungsrahmen-globale-entwicklung-fuer-die-gymnasiale-oberstufe

Zielgruppe: (Angehende) Lehrkräfte, Lehrkräfteausbilder*innen, Lehrplanentwickler*innen, Mitarbeitende von Bildungsbehörden, Schulbuchautor*innen sowie alle, die sich für BNE und globale Entwicklung im schulischen Bereich interessieren.

Für die Alten Sprachen haben Prof. Dr. Stefan Freund, Dr. Anne Friedrich, Ulf Jesper, Prof. Dr. Peter Kuhlmann, PD Dr. Johanna Nickel und Steffen Ritzmann den fachspezifischen Beitrag erstellt und gemeinsam mit den Facharbeitskreisen Deutsch und Moderne Sprachen ein Vorkapitel zum sprachlich-literarischen Aufgabenfeld verfasst.

Der online-Workshop für die Alten Sprachen findet am 10. März 2026 um 16:15 – 17:30 Uhr statt:

„Mit dem Konzept der ‚historischen Kommunikation‘ bieten die Alten Sprachen einen diachronen Blick auf ökologische, soziale, politische und wirtschaftliche Problemlagen. Durch die Verankerung der Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Latein- und Griechischunterricht werden der Gegenwarts- und Zukunftsbezug gestärkt. Schülerinnen und Schüler lernen in Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen (nicht nur) unserer Zeit ihr interkulturelles Reflexionsvermögen zu erweitern, Transformationsprozesse zu analysieren und ihre Diskurskompetenz zu stärken.

Der Workshop lädt zur Diskussion über fachdidaktische und methodische Grundlagen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Altsprachenunterricht ein und stellt ein Unterrichtsbeispiel zum Thema ‚Essen als sozialer Marker‘ vor.“

Die Einführung in das fachbezogene Kapitel Alte Sprachen wird durchgeführt von Dr. Anne Friedrich.

romavaria

Alle Interessierten sind herzlich zum vierzehnten Thementag der Latinistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Samstag, den 24.01.2026 eingeladen. Der diesjährige Thementag trägt den Titel „Roma Varia - Diversität im antiken Rom“ und wird acht (auch digital übertragene) spannende Vorträge rund um Roma als Stadt der Diversität, in der verschiedene Lebensformen, Kulturen und Religionen aufeinandertreffen. In der vierzehnten Ausgabe widmet sich der Thementag damit – nach dem 2024 behandelten Überthema Roma als Stadt der memoria – wieder einem Sachthema.

Wir bitten um Anmeldung mit Angabe des Teilnahmemodus (digital/präsent) unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, um Verpflegung für die Anwesenden und die digitalen Kapazitäten abschätzen sowie die Zugangsdaten für die Zoom-Konferenz versenden zu können.

Liebe Mitglieder des Deutschen Altphilologenverbandes, liebe Freundinnen und Freunde der Alten Sprachen,

wir wünschen Ihnen und Euch ein frohes neues Jahr 2026!

In Niedersachsen, wo das Kultusministerium eine Oberstufenreform plant, die das Ziel enthält, allen Fremdsprachenunterricht außer im Fach Englisch aus der Sek. II weitgehend zu eliminieren, erleben wir gerade, wie wichtig es ist, einen mitgliederstarken Verband vorweisen zu können, um von Bildungspolitikern ernstgenommen zu werden.

Daher meine Bitte an Sie: Falls Sie es noch nicht sind, werden Sie Mitglied! Linguae antiquae auxilio nostro egent!

Demnächst beginnen wieder die Tage der Offenen Tür, anlässlich derer die Alten Sprachen bzw. die nächste Generation der Schülerinnen und Schüler, denen die Kenntnis derselben nicht vorenthalten werden sollte, natürlich ebenfalls Ihrer Hilfe bedürfen – und wir freuen uns sehr, dass der neugestaltete Omnibus-Flyer so reißenden Absatz findet! Sie können ihn, wie immer, beim Bögl-Verlag gegen Zahlung der Portokosten bestellen:

info@boegl-druck.de

Von der DAV-Homepage können Sie ihn auch digital herunterladen:

Zum Download: Flyer "Latein für alle - Omnibus" https://share.google/2of18GgJsLxY94cbl

Und in der Woche nach Ostern (7.-11. April 2026) freuen wir uns auf die vielen spannenden Vorträge und Arbeitskreise zum Thema „Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und morgen: exempla et errores“ und vor allem auf die Möglichkeit zum persönlichen Treffen und Austausch bei unserem DAV-Bundeskongress in Frankfurt!!

Am Eröffnungsabend, dessen Empfang uns der Klett-Verlag dankenswerterweise sponsert, wird der Humanismuspreis an Dame Mary Beard verliehen werden!

Ich kann hier nicht alle Höhepunkte aufzählen – das Einladungsprogramm sollten Sie mit dem letzten Heft des Forum Classicum erhalten haben – digital finden Sie es hier: https://bundeskongress.altphilologenverband.de/images/2026/DAV_einladung_kongress2026_frankfurt07.pdf und hier: https://bundeskongress.altphilologenverband.de/anmeldung können Sie sich anmelden! Wir erbitten Ihre Anmeldung möglichst bis zum 15.3., für einige Führungen ist die Anmeldung bis 15.2. aus organisatorischen Gründen notwendig, die Kongressgebühr beträgt 70 € für Mitglieder und 100 € für Nicht-Mitglieder, 20 € für Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie für arbeitslose Lehrkräfte.

Schon bei Kongressteilnahme lohnt sich also der Mitgliedsbeitrag, der je nach Landesverband bei 20-30 € im Jahr liegt, dem Äquivalent von zwei Cocktails…

Wir freuen uns auf das Wiedersehen in Frankfurt!

Ihr/Euer Bundesvorstand

Katja Sommer, Stefan Faller, Stefan Freund