Deutscher Altphilologenverband

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Deutscher Altphilologenverband

Zukunft braucht Herkunft

Der Deutsche Altphilologenverband (DAV) stellt sich vor

Wer sind wir?

Wir sind der Fachverband für Latein und Griechisch an Schulen und Universitäten.
Wir sind ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein.

Der DAV ist Mitglied der Fédération Internationale des Études Classiques (FIEC) und des Europäischen Verbundes der Altphilologenverbände EUROCLASSICA.

Weiterlesen: Zukunft braucht Herkunft

Rede der Vorsitzenden zur Eröffnung des Bundeskongresses in Frankfurt am Main, 7. April 2026

Worin liegt die wichtigste Demokratie-bildende Leistung des altsprachlichen Unterrichts für unsere Gesellschaft?

Das, meine Damen und Herren, und ich freue mich sehr, dass Sie heute so zahlreich den Weg hierher gefunden haben, das ist die Leitfrage unseres Kongresses - und es ist auch eine der zentralen Leitfragen unserer programmatischen Arbeit als Fachverband für Griechisch und Latein an Schulen und Universitäten.

Sehr geehrte Frau Vizepräsidentin Pirker, vielen Dank, dass Sie als Hausherrin uns hier persönlich begrüßen und bereits im Kongressbegleiter in Ihrem Grußwort betont haben, dass „die Alten Sprachen – Latein und Griechisch – […] immer noch ein wichtiger Schlüssel zu Grundtexten und Grundbedingungen  der europäischen Kultur und Wissenschaft <sind> und erst die Kenntnis dieser Sprachen […] den fundierten wissenschaftlichen Umgang mit unserer Welt“ ermöglicht.

Als ehemalige Schülerin des Uhland-Gymnasiums in Tübingen und Theologin wissen Sie natürlich um den Wert.

Wir freuen uns außerordentlich, dass die Universität Frankfurt sich so sehr dafür einsetzt, dass die Grundlagen dessen, wo unsere Begriffe von Demokratie, Politik, Wettbewerb als agonalem Prinzip, Concordia, Harmonia, consensus omnium als Ziel zur Überwindung von Spaltungen in unserer Gesellschaft und nicht zuletzt das Nachdenken über Tugenden, die den Einzelnen befähigen, die Verwirklichung seines bestmöglichen Ichs anzustreben, um schließlich wahre Eudaimonia zu erreichen, dass also die Universität Frankfurt sich dafür einsetzt, dass die Antike auf der Basis der Arbeit mit den Originalen auch weiterhin ihre Orientierungsfunktion in unserer Gesellschaft und – hier lokal - den vielen humanistischen Gymnasien in Stadt und Umland Frankfurts entfalten kann! Und – so unser Wunsch: Möge das dementsprechend auch bei der Frage des Erhaltes der dafür notwendigen Professuren seinen Ausdruck finden!

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Dr. Lösel, ganz besonders freuen wir uns, durch Sie die Wertschätzung der Landesregierung überbracht zu erhalten! Bitte übermitteln Sie unserem Schirmherrn, dem Ministerpräsidenten Boris Rhein, unseren ganz herzlichen Dank für sein Grußwort für den Kongressbegleiter, das von echter Liebe zu den Alten Sprachen und der humanistischen Bildung Zeugnis ablegt, der ja selbst an einem unserer Tagungsorte, dem Lessing-Gymnasium, zur Schule gegangen ist, und der durch die explizite Nennung der Förderung des Latein- und Griechisch-Unterrichtes im Koalitionsvertrag (Passage auf der Folie) als politischem Ziel der Landesregierung deutlich gemacht hat, dass es sich dabei für ihn nicht nur um eine schöne Floskel für Festtagsreden und Grußworte, sondern um ein Grundprinzip der hessischen Politik handelt!

Im Herzen von Europa wollen wir Schulen ermutigen und besonders fördern, die sich der europäischen Mehrsprachigkeit – einschließlich der alten europäischen Kultursprachen Latein und Griechisch – widmen. Wir wollen weiterführenden Schulen mit diesem Profil besondere Möglichkeiten zur Erweiterung der Stundentafel, zum Ausbau eines entsprechenden Fächerangebots und zur Beschulung interessierter Kinder auch jenseits des Schulträgerbezirks bieten. (Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD für die 21. Legislaturperiode 2024-2029, S.14)

Und als Bundesverband freut es uns außerordentlich, dass eine so enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und dem Hessischen Altphilologenverband besteht, dessen Vorsitzende, Frau Dr. Marion Clausen vom Philippinum in Marburg, ich an dieser Stelle ganz herzlich begrüßen möchte!

Und wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, lieber Herr Staatssekretär Dr. Lösel, unserem Schirmherrn unseren großen Dank zurückmeldeten, dass er in diesem Sinne auch auf seinen Wissenschaftsminister einwirkt, um die entsprechende Ausstattung der Goethe-Universität mit einer Professur für Griechisch und einer für Latein als Mindestbestand zu erhalten!

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Dr. Eskandari-Grünberg,

wir freuen uns sehr, dass Sie uns die Wertschätzung der Stadt Frankfurt am Main überbringen, einer Stadt, die ihren Stolz auf ihre Anfänge als römische Stadt (Nida) mit vielen Museen und Grabungsprojekten engagiert pflegt und mit dem Liebieghaus, um nur ein Beispiel zu nennen, über ein ganz außerordentliches exemplum stadtbürgerschaftlichen Kulturmäzenatentums mit dem Schwerpunkt auf der antiken Skulptur und ihrer Rezeption verfügt!

Sie selbst stammen ja aus einer Weltregion, deren Kultur viel älter ist als die der Stadt Frankfurt – und in der Herodot die erste schriftlich dargestellte Verfassungsdebatte der Weltgeschichte verortet! (Wir haben hier jetzt keine Zeit, das Für und Wider der Historizitätsfrage zu erörtern – und es gibt mehrere Vorträge und Arbeitskreise, die diesen locus classicus in unterschiedlicher Weise beleuchten -, es sei hier nur angemerkt, dass die Erörterung dieser Frage: „Ist diese Verfassungsdebatte historisch denkbar oder nicht?“ ein großartiges Beispiel demokratiebildenden altsprachlichen Unterrichts ist.)

Und ganz besonders freue ich mich, die Vertreter unserer befreundeten Verbände begrüßen zu dürfen, für die Mommsen-Gesellschaft Herrn Prof. Hammerstaedt, und für die Euroclassica Herrn Prof. Christian Laes!

Und als absoluten Höhepunkt – the unsurpassable highlight – und deshalb sind Sie ja alle heute hier – I am inexpressibly happy about this momentum felicissimum that I may have the pleasure (and the honour!) to greet here in Frankfurt, you, dear Mary, and also your laudator, you, dear Llewelyn, Classics Professor emerita of Cambridge and Classics Professor of Oxford!

Mary Beard

Und bevor ich gleich das Wort an den Vorsitzenden des Ortskomitees übergebe, Herrn Prof. Bernsdorff, ohne dessen riesiges Engagement dieser Kongress nicht hätte stattfinden können – Dank dafür! –, erlauben Sie mir, noch einen politischen Punkt und zwei inhaltliche als Ansatz zur Beantwortung der Leitfrage:

Zum Politischen: Der DAV ist auch selbst politischer Akteur. Und unser politisches Gewicht steigt mit der Zahl unserer Mitglieder… Daher: Werden Sie Mitglied, falls Sie es noch nicht sind! Und werben Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen!

Österreich hat uns vorgemacht, wie man einen bildungspolitischen Konflikt mit den Mächtigen gewinnen kann: - Peter Glatz, der Vorsitzende des österreichischen Altphilologenverbandes wird hier einen Arbeitskreis dazu halten! - Öffentlichkeitswirksamer Rücktritt der Lehrplankommission – schon ist man in den landesweiten Nachrichten, Petition mit Unterschriften von Nobelpreisträgern und anderen Geistesgrößen völlig anderer Fächer, welche die allgemeinbildende Wirkung unserer altsprachlichen Fächer zeigen, unermüdliche Öffentlichkeitsarbeit – bis hin zum Sieg erst in der Sache und dann auch über das Narrativ der Politik: Hatte zuerst der Minister es noch geschafft, den Eindruck zu vermitteln, dass er sich doch mit irgendeinem Aspekt durchgesetzt habe, - und sah es zunächst so aus, als werde ihm dieser face-saving Exit gestattet, so hat es jetzt der Verband sogar geschafft, dieses Narrativ zu drehen: „Latein ist gerettet!“ „Die Stundentafel kann so bleiben, wie sie ist!“ Das sind jetzt die Schlagzeilen in Presse und Fernsehen!

In Niedersachsen, wo das Kultusministerium derzeit plant, den Rechtsanspruch auf die Belegungsmöglichkeit anderer FS als Englisch in der Oberstufe zu beseitigen – und damit aufgrund der fehlenden Stunden an den Schulen de facto deren Abschaffung -, ist es durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit immerhin gelungen, dass die Opposition einen Entschließungsantrag zum Stoppen dieser Reform mit Verweis auf die Fremdsprachenproblematik in den Landtag eingebracht hat, so dass es damit auch dort eine umfangreichere Berichterstattung gab, aber dort ist die Kuh noch nicht vom Eis....

Nun noch zu den zwei inhaltlichen Punkten:

Was also sind unsere programmatischen Anliegen als Fachverband für Griechisch und Latein hinsichtlich der Demokratie-Bildung?

Auf der einen Seite verstehen wir unsere Sprachbildungsleistung in den altsprachlichen Fächern als _wie man heute sagt - Empowerment für unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir sie durch das Proprium unserer Fächer, nämlich mittels der Anleitung zum präzisen Übersetzen, sprachlich in den Stand versetzen, über diejenige Sprachkompetenz zu verfügen, die für eine gleichberechtigte Teilhabe nicht nur an geistesgeschichtlichen Diskursen, (wie wir sie im Feuilleton unserer großen Zeitungen finden), sondern an allen Bereichen des beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Lebens unabdingbare Voraussetzung ist.

Und lassen Sie mich in puncto des EPA- und Leistungsmessungsdiskurses hier nur kurz anmerken: Es ist ein Missverständnis, zu glauben, bei der Übersetzungsaufgabe gehe es in erster Linie um Textverständniskompetenz. Textverständnis, Interpretation und Übersetzung sind selbstverständlich, niemand bestreitet das, aufs engste miteinander verbunden. Nur weil wir im Zweifelsfall bei der Gewichtung grammatischer oder syntaktischer Fehler die Entstellung des Textsinnes heranziehen, heißt das nicht, dass es bei der Übersetzungsaufgabe in erster Linie um den Nachweis von Textverständnis gehe. Vielmehr geht es hier um den Nachweis von Übersetzungskompetenz. Diese hat letztlich Sprachbildung zum Ziel.

Und dann gibt es noch ein beliebtes Sprachspiel der „Leistungsmessungswissenschaft“: Die Zuweisung von AFBs, sogenannten Anforderungsbereichen. Gibt es jemanden, der ernsthaft behaupten möchte, die Übersetzung des Satzes: „Senator ad curiam venit“ erfordere eine Urteilskompetenz des AFB III? Hier geht es doch um reine Reproduktion auswendig gelernter Vokabeln. Lassen Sie uns das mit der Aufgabe 1 im Fach Geschichte vergleichen: Das Erfassen der zentralen Aussage eines komplexen deutschsprachigen Textes, die Erarbeitung der Argumentationsstruktur und die angemessene schriftliche Wiedergabe dieses Erarbeitungsprozesses wird als AFB I klassifiziert. Wer versteht das?

Die Übersetzungskompetenz, die erforderlich ist, um einen einigermaßen komplexen lateinischen oder griechischen Text im Deutschen angemessen wiederzugeben scheint mir durchaus vergleichbar mit der historischen Einordnungskompetenz im Fach Geschichte, wenn ein historischer Quellentext in seine historischen Kontexte eingeordnet wird. Auch da ist einiges an Urteilskompetenz vonnöten, das Ganze wird dem AFB II zugeordnet.

Hierbei möchte ich es für heute belassen, nicht nur Euripides verfasste seine Texte mehr dazu, Irritationen zu wecken und Fragen offen zu lassen (freuen Sie sich auf das neue Forum Classicum, da erfahren Sie mehr dazu!), auch hier soll es erst einmal um Erschütterung von vermeintlichen Selbstverständlichkeiten gehen…

Soviel zum Bereich Sprachbildung.

Auf der anderen Seite beanspruchen wir eine Orientierungsfunktion durch die Beschäftigung mit den antiken Texten, gerade weil wir sie nicht als Idealbild anbeten – wie es manchmal als Vorwurf erhoben wird - und wie bei vielen Vorwürfen, werden auch hier eher Pappkameraden aufgestellt, die man dann mit Genuss umwerfen kann -, sondern weil wir uns gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern kritisch und hermeneutisch mit ihnen auseinandersetzen, ihre Positionen zu verstehen und einzuordnen suchen und gerade dadurch ein besseres Verständnis unserer eigenen Situationen erhalten, sei das in Geschlechterrollenzuschreibungen, sei es in Konfliktanalysen, in biographischen Vergleichen oder in Friedens- und Konfliktlösungsansätzen – und auch in kritischen Auseinandersetzungen mit der Staatsform Demokratie: Wer einerseits, wie Thukydides im Epitaphios, das hohe Lob seines demokratischen Gemeinwesens singt, darf und muss vielleicht sogar, andererseits auch Auswüchse der Demagogie benennen dürfen, ohne als Feind der Demokratie abgetan zu werden – was wäre heute aktueller?

Oder auch, ganz aktuell, in der Frage, wie wir angesichts sogenannter künstlicher Intelligenz das Humanum und den Humanismus neu bestimmen müssen. (Prof. Bernsdorff wird dazu einen Vortrag halten, auf den ich schon sehr gespannt bin!)

Allen diesen exempla ist gemeinsam, dass man die Orientierungsfunktion nur durch beipielhafte Beschäftigung mit den konkreten Texten gewinnt und zeigen kann – und genau das werden unsere großartigen Referentinnen und Referenten, die ich hier auch ganz herzlich begrüße, in den nächsten Tagen mit Ihnen gemeinsam tun!

Damit ist der Kongress eröffnet.

Und, last but not least, möchte ich unseren Dank gegenüber unseren Sponsoren gebührend zum Ausdruck bringen: Wir danken den Freunden und Förderern der Goethe-Universität und der Schleicher-Stiftung für die großzügige Unterstützung des Kongresses!

Und dem Ernst Klett Verlag, unserem Hauptsponsor, dafür, dass er uns den Empfang finanziert, zu dem Sie alle im Anschluss ganz herzlich eingeladen sind!

Rita Süssmuth, Trägerin des Humanismuspreises des DAV 2018, verstorben

Am 1. Februar 2026 ist Prof. Dr. Rita Süssmuth, ehemalige Bundesministerin und Bundestagspräsidentin verstorben. Im Jahr 2018 verlieh ihr der DAV den Humanismuspreis, der ihr im Rahmen des Saarbrücker Kongresses überreicht wurde.

In der damaligen Begründung hieß es: „Sie hat sich als Katholikin aus ihrem christlichen Glauben heraus nachdrücklich für die Rechte der Frauen und für die Familien in der Welt von heute eingesetzt. Als mit AIDS und HIV neue existentielle Gefährdungen entstanden waren, hat sie sich mutig gegen die Krankheit und für die Betroffenen engagiert und ist gegen jede Form von Ausgrenzung vorgegangen. Schon früh hat sie die Bedeutung von Zuwanderung und Migration erkannt und versucht, Antworten auf diese drängenden Herausforderungen zu finden. Darüber hinaus ist ihr auch die dauerhafte Aussöhnung mit Polen ein tiefes Anliegen.“

Dem ist auch im Abstand von acht Jahren nichts hinzuzufügen, allenfalls die Tatsache, dass auch die persönliche Begegnung vor, während und nach der Preisverleihung zu tiefst beeindruckt hat.

Der DAV ist stolz darauf, dass sie unter so zahlreichen Ehrungen auch unseren Preis angenommen hat, und wird ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Ulrich Schmitzer (2018 Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des DAV)

Bundeskongress 2026 in Frankfurt/Main

bundeskongress 2026 teaser 1

Der Bundeskongress 2026 wird wieder in der Woche nach Ostern stattfinden:

07.-11. April 2026. Veranstaltungsort ist Frankfurt/Main. Das Motto wird lauten:

„Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und morgen: exempla et errores“

Eine Anmeldung ist nur noch vor Ort in Frankfurt am Main im Kongressbüro möglich (Raum IG 454 im IG-Farbengebäude, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60629 Frankfurt am Main).

Das Programm finden Sie » hier.

AD ASTRA – Innovationen für den Unterricht Nachwuchswettbewerb für Latein und Griechisch

ad astra 2025

Der Deutsche Altphilologenverband (DAV) und der Ernst Klett Verlag schreiben für das Jahr 2025/26 zum vierten Mal den Nachwuchswettbewerb für Latein und Griechisch aus. Dieser Wettbewerb AD ASTRA richtet sich an junge Lehrkräfte im Referendariat sowie in den ersten fünf Berufsjahren.

Eingereicht werden kann eine eigene und in der Praxis selbst erprobte Idee, die ein innovatives Element enthält: eine kluge, clevere und vielleicht auch mutige methodische oder didaktische Neuerung. Diese Idee sollte das Lernen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellen, die Freude am Fach wecken und auf andere Lerngruppen übertragbar sein. Die Idee muss schlüssig, überzeugend und nachvollziehbar dargestellt werden.

Was ist einzureichen?

  • Deckblatt (Name und Anschrift der Schule / Thema / Jahrgangsstufe(n) / Postanschrift, Telefonnummer und
  • Mail-Adresse der Bewerberin / des Bewerbers),
  • Darstellung der Idee und ihrer Umsetzung unter Benennung des innovativen Elements, max. 3 Seiten DIN A4 (PDF),
  • Unterrichtsmaterialien (PDF, PPT, MPEG, MP3, MP4 etc.) als Anhang unter Angabe der verwendeten Quellen und
  • Literatur, insgesamt max. 15 MB,
  • Bestätigung des Bewerbers / der Bewerberin, dass es sich um eine eigene und selbst erprobte Idee handelt,
  • Kurzvita (im Schuldienst seit …).

Teilnahmebedingungen:

Lehrkräfte im Referendariat können prüfungsrelevante Lerneinheiten aus ihren schriftlichen Arbeiten und Lehrproben vor dem Abschluss der Ausbildung weder in Teilen noch als Ganzes einreichen. Eine Jury aus Fachleuten des DAV und des Ernst Klett Verlages trifft eine Auswahl aus den Einsendungen und befindet über die Zuerkennung der Preise. Das Preisgeld wird vom Ernst Klett Verlag gestiftet. Für Platz eins werden 750 €, für Platz zwei 500 € und für Platz drei 250 € ausgelobt.

Die Verleihung der Preise findet im Rahmen des DAV-Kongresses in Frankfurt/Main im Frühjahr 2026 statt. Im Falle der Platzierung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Kongress ein­ geladen, um ihre Idee vorzustellen. Ferner wird die Veröffentlichung der prämierten Ideen angestrebt.

Der Beitrag ist einzureichen per E-Mail an:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Einsendeschluss ist der 31.10.2025. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

+++ Herzlichen Dank an alle Lehrerinnen und Lehrer, die beim diesjährigen Wettbewerb AD ASTRA Arbeiten eingereicht haben.

Leider gab es bei der Übermittlung temporär technische Schwierigkeiten. Daher könnte es sein, dass nicht alle eingereichten Arbeiten bei uns angekommen sind.

Wir möchten alle, die keine Eingangsbestätigung von mir erhalten haben, bitten, Ihren Beitrag zeitnah noch einmal mit Angabe des ursprünglichen Einsendedatums an die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu senden.

Vielen Dank.

Für die Jury: Hartmut Loos +++

Tag der Offenen Tür des Bundesbildungsministeriums

IMG 20250824 135410999Beim Tag der Offenen Tür des Bundesbildungsministeriums am 26.8.2025bezeichnete unsere neue Bundesbildungsminsterin Karin Prien sich als ein großer Fan von Latein - nicht nur habe es ihr persönlich viel gebracht, auch ihre Kinder habe sie ganz bewusst auf ein humanistisches Gymnasium geschickt! Und das habe nicht nur mit Sprachbildung zu tun.

Grußwort der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Deutschen Altphilologenverbands

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Mitglieder des Deutschen Altphilologenverbands,

meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum! Seit nunmehr 100 Jahren setzen Sie sich leidenschaftlich und kompetent für die Vermittlung und Pflege der alten Sprachen Latein und Griechisch ein – Sprachen, die weit mehr sind als Relikte der Vergangenheit.

Auch heute noch bilden sie das Fundament in vielen Berufen– etwa in der Medizin, der Rechtswissenschaft, der Theologie oder der Archäologie. Gleichzeitig öffnen sie uns das Tor zu einer Welt, in der zentrale Fragen unseres Menschseins erstmals systematisch gestellt und beantwortet wurden. Die Gedanken eines Sokrates zur Ethik, die Rhetorik einer Aspasia oder die philosophische Gelassenheit eines Senecas sind zeitlos und wirken bis heute in unser demokratisches Selbstverständnis hinein. Sie fordern uns auf, kritisch zu denken, Argumente abzuwägen und Verantwortung zu übernehmen – Fähigkeiten, die in einer komplexen, globalisierten Welt für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind. Um aus der Vergangenheit zu lernen, müssen wir sie begreifen. Dafür brauchen wir das Verständnis alter Sprachen und müssen dieses bewahren und weiterentwickeln.

Besonders erfreut bin ich über aktuelle wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass diese Sprachen nicht nur kulturelle Bildung vermitteln, sondern auch Brücken für Kinder aus sozial benachteiligten Familien bauen können. Hier verbinden sich Bildungs­gerechtigkeit und kulturelles Erbe auf vorbildliche Weise.

Nicht zuletzt möchte ich diese Gelegenheit nutzen, dem Deutschen Altphilologen­verband für die Unterstützung des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen und die hiermit verbundene Stärkung der Vielfältigkeit unseres Bildungssystems zu danken. Möge der Verband auch in den kommenden Jahrzehnten mit gleicher Kraft und Überzeugung wirken – als Hüter eines einmaligen Schatzes und als Gestalter einer Bildung, die Herkunft, Sprache und Kultur miteinander verbindet.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 100-jährigen Bestehen!

Mit freundlichen Grüßen

Karin Prien
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

karin prien data

Jubiläumsprogramm: 100 Jahre Deutscher Altphilologenverband

Liebe Mitglieder des Deutschen Altphilologenverbandes!

Der Festakt zum hundertjährigen Bestehen des Deutschen Altphilologenverbandes am 19. und 20. September 2025 in Berlin rückt heran, und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit vielen von Ihnen und Euch!

Im » Anhang finden Sie das offizielle Programm der Feierlichkeiten; wie daraus zu ersehen ist, bitten wir aus Gründen der Kapazitätsplanung nun doch um eine Anmeldung für drei Veranstaltungselemente.

Bitte schicken Sie bis zum 12. September 2025 eine E-Mail an

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,

wenn Sie an der 

  • Abendveranstaltung am Freitag, dem 19.09.2025,
  • der Vormittagsveranstaltung am Samstag, dem 20.9.2025
  • und / oder der Führung im Alten Museum am Nachmittag des 20.9.2025 

teilnehmen möchten. 

Wir wünschen weiterhin (oder demnächst) erholsame Ferien - bis bald!

Ihr/Euer DAV-Bundesvorstand

Katja Sommer, Stefan Freund, Stefan Faller.

» Programm: 100 Jahre Deutscher Altphilologenverbandrogramm: 100 Jahre Deutscher Altphilologenverband

Petition: Erhalt der Alten Sprachen am Görres-Gymnasium Koblenz

Die Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft bittet um Ihre Unterstützung: https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-der-altsprachlichkeit-des-goerres-gymnasiums-koblenz

  1. Deutscher Lehrkräftepreis an Michael Stierstorfer
  2. Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2025: DAV-Sonderpreis
  3. Zum Download: Flyer "Latein für alle - Omnibus"
  4. Festveranstaltung: 100 Jahre DAV (19.9./20.9. in Berlin)

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Neuerscheinung des Monats

Jasmine Mas, Bonds of Hercules. Liebe das Monster in mir. Düsterer Roman. Villains of Lore, Band 2. Übersetzt von Kira Wolf-Marz, Frankfurt am Main (FISCHER Tor Verlag) 2025, 608 Seiten, 25,00 € (Englische Originalausgabe: Bonds of Hercules, London 2025).

Das Buch wurde – wie bereits der erste Band – auf Englisch gelesen. Somit kann über die Übersetzungsqualität dieser Ausgabe weiterhin keine Aussage getroffen werden.

Wer die Rezension zum ersten Band gelesen hat, mag sich eventuell fragen, warum der zweite nach der ausgesprochenen Warnung für Philolog*innen als Lektüre überhaupt in Frage kam: Da sich die Reihe einer gewissen Beliebtheit erfreut, ja sogar gut bewertet wird und die Welt der antiken Götter, die Mas erschafft, durchaus interessant ist, hatte ich mich der naiven Hoffnung auf Besserung des Lateinischen hingegeben.

Es sei also gleich vorweg gesagt: Wer falsche lateinische Sätze nicht ertragen kann, halte sich weiterhin von diesen Büchern fern (vgl. bspw. „Nequit homo se reformat absque cruciatu!“), auch wenn sie in niedrigerer Frequenz auftreten. Wer sich aber vielleicht mit dem richtig zitierten Verg. Aen. 7,312 oder Sentenzen wie „acta non verba“ beschwichtigen lassen kann, mit Social-Media-Trends wie dem Anglerfisch vertraut ist und die folgenden tropes schätzt, kann der Geschichte sicherlich etwas abgewinnen: morally grey love interest, villain gets the girl, forbidden love, why choose, who did this to you, training sequence, animal companion.

Damit also zum Inhalt: In Band 1 hat die Protagonistin Alexis Hert (bzw. Hercules) herausgefunden, dass sie Tochter des Hades und der Persephone ist. Die beiden gehören (mit Ares, Aphrodite und Artemis) zu den chtonischen Göttern, die den olympischen durch ihre böseren Fähigkeiten gegenüberstehen und lediglich durch einen Bund in Frieden mit ihnen verweilen, um sich dem gemeinsamen Gegner der Titanen und der überhaupt dystopischen Welt zu stellen. Um in die Riege der Götter aufgenommen zu werden, musste Alexis sich ein Jahr lang an der spartanischen Kriegsakademie in den Dolomiten behaupten, was sie insbesondere durch die Mithilfe ihrer (unsichtbaren) Schlange Nyx, ihres dazu kommenden tierischen Begleiters Fluffy Junior und ihrer Betreuer Patro und Achilles geschafft hat. Zum Ende des Bandes hin ist Alexis zudem – eher unfreiwillig – in den heiligen Bund der Ehe mit den chtonischen Göttern Kharon und Augustus eingetreten.

Der zweite Band setzt direkt nach dem ersten an und behandelt auf emotionaler Ebene die „Verhandlung“ der Ehe, denn auch ihre ehemaligen Betreuer scheinen Interesse an Alexis zu hegen, die sich dementsprechend entscheiden muss, mit wem sie ihr Leben verbringen möchte. Alexis Alltag beinhaltet zudem die typischen Titanen-Einsätze, zu denen die chtonischen Götter durch das Bündnis mit den olympischen Göttern geschickt werden. Alexis tritt hierbei als starke Frau auf und erhält den Beinamen „angelus Romae“. Außerdem muss sie bereits kurze Zeit nach ihrem ersten Auftrag an den (jährlichen) Spartanischen Gladiatorenwettkämpfen teilnehmen, die die chtonischen Götter um des Friedens willen auf sich nehmen (müssen). Bei diesen Spielen erwürfelt jede*r Teilnehmer*in die Menge an Runden und Aufgaben, die durchgestanden werden müssen. Hierzu gehören u. a. Kämpfe gegen variierende Zahlen an Zyklopen, Gorgonen oder Ähnliches. Wer nicht siegt, wird gebrandmarkt. Insgesamt fallen sie äußerst brutal aus – was neben der Erfüllung des Genre an der Tatsache liegt, dass Medusa aus der Gefangenschaft befreit wurde, was Zeus und die anderen Olympier den chtonischen Göttern anlasten. Deswegen findet nach jeder Runde eine rabiate Befragung statt, um den Schuldigen zu finden…

Wer hat Medusa warum befreit? Wie kann Alexis die Gladiatorenwettkämpfe überleben? Für wen wird sie sich entscheiden? Warum geht es ihrem Begleiter Fluffy Junior durchgehend so schlecht?  Diese und einige weitere Fragen werden in Band 2 aufgeworfen und beantwortet.

Anna Stöcker, Bergische Universität Wuppertal

 

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