Deutscher Altphilologenverband

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Deutscher Altphilologenverband

Schülerwettbewerbe: Jubiläum an Ciceros Geburtsort

40 Jahre Begeisterung auf Großveranstaltung für die Abiturstufe in Italien

Der renommierte alljährlich im Mai in Arpino stattfindende Übersetzungswettbewerb für Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichsten Ländern geht in die 40. Runde. Seit 1981 kreisen die Dinge dort nicht nur um die Übersetzung eines lateinischen Textes aus der Feder Ciceros einschließlich Kontextwissen, sondern auch um Begegnung, Kultur und Atmosphäre.

Arpino/Berlin/Speyer (DAV): In den Hochzeiten guten Sponsorings und ungetrübter Teilnahmebedingungen trafen in der kleinen Landstadt Arpino, dem antiken Arpinum und Herkunftsort des Anwalts, Politikers und Schriftstellers Marcus Tullius Cicero, jedes Frühjahr ungefähr 500 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von über 250 Lehrkräften ein, um dreieinhalb erlebnisreiche Tage zu verbringen. Nach dem Ankunftstag folgte das Kernstück am Morgen des zweiten Tages: Eine Übersetzung nebst eigenem gut sortiertem Kommentar.

Daraufhin durften alle Gäste sowohl das Städtchen Arpino und die vielen anderen Gleichgesinnten als auch am dritten Tag die mittelitalische Umgebung mit ihren besten Sehenswürdigkeiten kennenlernen und wurden in einer besonderen Veranstaltung vom Kloster Montecassino empfangen. Bei der Preisverleihung am Abfahrtstag wurde die Spannung regelmäßig recht hoch. Auch Deutsche waren in gewissen Abständen immer wieder auf den vorderen Plätzen zu finden. Doch selbst ohne Preis war der Erlebniswert stets so hoch, dass einige sich nach diesem Eindruck endgültig zum Lateinstudium entschieden.

In diesem Jubiläumsjahr findet der Wettbewerb dezentral und online an zwei Terminen im Mai statt: Zuerst als Übersetzung mit sofortiger digitaler Einsendung, später für die fünfzig Besten in Gestalt einer Prüfung zum geschichtlichen und kulturellen Hintergrund. Den Siegerinnen und Siegern winken wieder zehn offizielle und vier inoffizielle Geldpreise, der erste in Höhe von € 1000,00.

https://www.certamenciceronianum.it/it/

                               

Karl Boyé

(Pressesprecher des DAV)

Gräzistik auf neuen Wegen: Neuer B.A.-Studiengang in Marburg vereint Gräzistik mit Semitistik/Arabistik und Philosophie oder Amerikanistik und VWL

Seit dem letzten Wintersemester gibt es an der Philipps-Universität Marburg den neuen B.A.-Studiengang "Interdisziplinäre Literatur- und Kulturstudien". In dem 8-semestrigen B.A. werden drei Fächer (ein Hauptfach und zwei Nebenfächer) studiert. Dabei sind auch verschiedene innovative Kombinationen mit Griechisch möglich, zum einen die Kombination 'Orient-Antike-Studien', in der man Gräzistik, Semitistik/Arabistik und Philosophie verbindet, zum anderen der Schwerpunkt 'Amerika-Antike-Studien', in der die Gräzistik mit Amerikanistik und Volkswirtschaftslehre verbunden ist.

Die 'Orient-Antike-Studien' schlagen die Brücke zwischen der griechischen Welt der Antike und ihrem Einfluss auf das europäische Denken einerseits und ihrem Fortleben im Gebiet des Nahen Ostens andererseits. In den  'Amerika-Antike-Studien' verfolgen Studierende die Entwicklung ökonomischen Denkens von der Antike bis heute im europäischen und U.S.-amerikanischen Kulturraum.

Da der B.A.-Studiengang über 8 statt der üblichen 6 Semester läuft, bietet er auf der einen Seite genug Raum für die fachlichen Kompetenzen samt Spracherwerb, ohne auf  Module zu berufspraktischen Aspekten und Schlüsselkompetenzen etwa im Bereich der Digital Humanities verzichten zu müssen. Ein wesentliches Merkmal ist die Interdisziplinarität: Während in anderen B.A.-Studiengängen die Fächer eher separat studiert werden, wird hier in interdisziplinären Kolloquien der fachliche Austausch gezielt gesucht und gefördert. Dem kommt in besonderer Weise die Tatsache zugute, dass die  Studiengangsverantwortlichen auch außerhalb des Unterrichts in Forschungsprojekten zusammenarbeiten.

Wir denken, dass der Studiengang der Beschäftigung mit der griechischen Literatur und Philosophie neue Impulse geben kann. Er spricht junge Leute an, die sich für die antiken Texte und Ideen begeistern, aber kein rein philologisches Studium anstreben und sich auch eine weitere berufliche Perspektive eröffnen wollen. Wir würden uns freuen, wenn Sie mögliche Interessentinnen und Interessenten auf diesen neuen B.A.-Studiengang aufmerksam machen würden.

Nähere Informationen zum Studiengang finden Sie über die folgenden Links:

Informationen zur Gräzistik im B.A. Interdisziplinäre Literatur- und Kulturstudien (PDF)

https://www.uni-marburg.de/de/fb10/studium/studiengaenge/ba-ilk

Zum Download: Griechisch-Broschüre "Heureka"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Durch die Coronakrise erreichen viele Griechischlehrer/innen die Schüler/innen zur Information über Griechisch nicht persönlich. Als Ersatz ist die Informationsbroschüre für Griechisch „Heureka“ ab sofort als Download verfügbar:

» Broschüre "Heureka" (PDF)

heureka teaser

Weiterhin gutes Gelingen, und: Bleiben Sie gesund! 

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters
Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich

Zum Download: Griechisch-Broschüre "Heureka"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Durch die Coronakrise erreichen viele Griechischlehrer/innen die Schüler/innen zur Information über Griechisch nicht persönlich. Als Ersatz ist die Informationsbroschüre für Griechisch „Heureka“ ab sofort als Download verfügbar:

» Broschüre "Heureka" (PDF)

heureka teaser

Klaus Bartels verstorben

Klaus Bartels

Der Deutsche Altphilologenverband trauert um einen langjährigen bei vielen Zuhörerinnen und Zuhörern äußerst beliebten Referenten seiner Bundeskongresse und Träger der Pegasus-Nadel Prof. Dr. Klaus Bartels.

Er ist am 02.04.2020 im Alter von 84 Jahren in seiner Heimat Kilchberg ZH verstorben.

Für seine Verdienste um die Rezeption der Antike erhielt Professor Bartels beim Bundeskongress 2018 in Saarbrücken die Pegasus-Nadel.

Dazu schrieb Ellen Pfohl, FC 2/2018, Seite 109:

„Acutissimo ingenio lepore dicendi admirabillimoque erklärt Klaus Bartels in seinen Büchern und Vorlesungen Wege und Hintersinn geflügelter Worte sowie von Zitaten und Aussprüchen von der Antike bis in die Gegenwart. Seine Leser und Hörer beeindruckt und bildet er damit aufs Feinste. Seine mittwochmorgen- frühen Vorträge gehören zu den Highlights der Altphilologenkongresse.“

Seit dem Bundeskongress 2002 in Dresden referierte Professor Bartels bei allen Kongressen, in Würzburg wäre es am 15.04.2020 sein 10. Vortrag geworden, diesmal mit dem Titel „Die sieben tollsten Wortgeschichten – Ein Plädoyer für eine Vernissage“. So war auch seine Enttäuschung über den Ausfall des Kongresses groß.

Der Deutsche Altphilologenverband ist Professor Klaus Bartels für die Verbreitung antiken Gedankenguts in eine breite Öffentlichkeit zu größtem Dank verpflichtet und wird ihn in sehr angenehmer Erinnerung behalten.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Annette Bartels-Schüler, seinen Söhnen, Schwiegertöchtern und Enkelkindern.

» Nachruf der NZZ auf Prof. Dr. Klaus Bartels

Leichter Anstieg im Fach Griechisch

Klassische Sprache kann sich in Deutschland gut behaupten

Neben einem noch anhaltenden Aufwärtstrend im Schulfach Spanisch weisen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Schuljahr 2018/2019 im Fach Griechisch gegenüber dem vorausgehenden Schuljahr eine Zunahme von etwa 1,1% aus. Der Deutsche Altphilologenverband (DAV) führt das auf eine ungebrochene Attraktivität des Griechischunterrichts zurück.

Wiesbaden/Berlin/Speyer (DAV): Die Sprache Homers und Platons hält sich trotz eines ununterbrochenen Rückganges bei den führenden deutschen Schulfremdsprachen seit Jahren auf einem respektablen Niveau. Nach Angaben des DAV-Vorsitzenden OStD Hartmut Loos (Speyer) birgt Griechisch mit seinen direkten Einblicken in die Werkstätten des frühen Europa und den unmittelbaren Zugängen zu den Grundfragen und Modellkonflikten der Menschheit ein für die Urteilskraft von Schülerinnen und Schülern hohes Bildungspotential.

"Kulturgeschichtliche Kenntnisse aus erster Quelle und nachhaltige Bildung wie auch der Wert von Reflexion und Tiefenbetrachtung haben in der jungen Generation nach wie vor einen beachtlichen Stellenwert", betonte Hartmut Loos in Speyer.

Karl Boyé

(Pressesprecher des DAV)

„Discovering Greek & Roman Cities“: Massive Open Online Course

erasmus ancient cities teaser

Liebe Antiken-Interessierte,

unter dem Titel „Ancient Cities. Creating a Digital Learning Environment on Cultural Heritage“ (kofinanziert durch das Programm ERASMUS +) haben sich sechs internationale Partner aus der Klassischen Archäologie zusammengefunden und gemeinsam einen Massive Open Online Course (MOOC) zum Thema „Discovering Greek & Roman Cities“ entwickelt. Ziel dabei ist es, innerhalb von 8 Wochen mittels Videos, Texten, Quizfragen und verschiedenen Aufgaben einem breiten Publikum ein Grundwissen zu antiken Städten zu vermitteln. Außer einem grundsätzlichen Interesse an Archäologie, Architektur, Geschichte oder am historischen Kulturerbe wird kein spezifisches Wissen vorausgesetzt.

Der Kurs richtet sich explizit auch an Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Geschichte, Latein, Griechisch und Geographie, die ihr Wissen zur Antike auffrischen und vertiefen möchten. Die Videos und das übrige Lehrmaterial werden nach Abschluss des Kurses zugänglich sein und können für den Schulunterricht verwendet werden.

Der dreisprachige Kurs (Deutsch, Englisch, Französisch) ist online kostenfrei zugänglich und beginnt am 12. September 2019. Einschreiben kann man sich ab Mitte Juli unter https://ou.edia.nl/courses/course-v1:AncientCities_project+DGRC+DGRC_2019/about

Einen ersten Eindruck vermittelt unser Teaser: https://youtu.be/6NSHUUpCi9s

Nähere Informationen sind auch dem angehangenen Flyer sowie unter https://www.ancientcities.eu/ zu entnehmen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

» Flyer zum Download (PDF)

Pressespiegel: Niemand will mehr Latein lernen. Oder?

latein sz 2018

Ist die Liebe zu den Alten Sprachen abgekühlt? Aktuelle Statistiken scheinen das nahezulegen.

Diese Interpretation wird allerdings von Dr. Benedikt Simons, stellvwrtretender Landesvorsitzender des DAV Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit der "SZ" geradegerückt - der Latein- und Griechischlehrer warnt davor, in Alarmismus zu verfallen. Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: 

http://www.sueddeutsche.de/bildung/schulbildung-niemand-will-mehr-latein-lernen-oder-1.3954048

Humanismuspreis 2018 an Rita Süssmuth verliehen

IMG 5116

v.l.n.r: Ulrich Schmitzer (2. Vossitzender DAV), Peter Riemer (2. Vorsitzender DAV), Dr. Peter Neher (Laudator), Prof. Rita Süssmuth, Hartmut Loos (1. Vorsitzender DAV) 

(Saarbrücken) In einem Festakt wurde am 4. April 2018 der Humanismuspreis des Deutschen Altphilologenverbandes an Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth verliehen. Die Laudatio hielt der Präsident des Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher.

Als passenden Preis erhielt Rita Süssmuth eine Bronzeplastik von Sophie von La Roche, gestaltet vom Speyerer Bildhauer Wolf Spitzer.

Medienberichte über die Humanismuspreisverleihung finden Sie hier:

  • https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarland/rita-suessmuth-erhaelt-humanismus-preis-in-saarbruecken_aid-10853377
  • http://www.deutschlandfunkkultur.de/plaedoyer-fuer-latein-und-griechisch-lateinbuecher-haben.1008.de.html?dram:article_id=414806
  1. Rita Süssmuth erhält Humanismus-Preis
  2. Alte Sprachen in Rheinland-Pfalz: Film zum altsprachlichen Bildungsangebot
  3. Tagung des Arbeitskreises der an Universitäten und Hochschulen im Bereich Latinum / Graecum Dozierenden
  4. Presse: Werner-Jaeger-Preis 2017

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Der nächste DAV-Bundeskongress findet vom 18. bis 22. April 2028 in Salzburg statt.

Der neue "Omnibus"-Flyer

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Neuerscheinung des Monats

Rez.: Lobe, Michael, Laetae Latebrae Litterarum. Gesammelte Streifzüge durch die lateinische Literatur. Rombach Verlag: Baden-Baden 2025. EUR 109,- (ISBN 978-3-98858-149-5).

Michael Lobe gehört aktuell zu den profiliertesten Klassischen Philologen und Fachdidaktikern im deutschsprachigen Raum. Dies zeigen seine zahlreichen Aufsätze, Schullektüren, die er auch als Herausgeber mehrerer Reihen vor allem im Buchner Verlag betreut, und seine Vorträge. Außerdem ist er an der Publikation mehrerer Lehrwerke beteiligt. Mit dem zu besprechenden Band liefert er eine Sammlung von Aufsätzen, die an verschiedenen Orten publiziert wurden und nun als „Streifzüge durch die lateinische Literatur“ – so der Untertitel des Buches - vereinigt sind. Der gewählte Titel mit der Alliteration zeigt bereits Michael Lobes Fähigkeit und Neigung, sich einer präzisen Sprache zu bedienen, die rhetorisch ausgereift und manchmal auch blumig geprägt ist. Man erkennt in vielen Beiträgen nicht nur den Klassischen Philologen, sondern auch den Germanisten, einerseits am Sprachduktus, andererseits daran, dass er in verschiedenen Beiträgen römische und deutsche Klassiker vergleicht.

Im Vorwort (7) erläutert Bernhard Zimmermann, emeritierter Gräzist der Universität Freiburg/Br. und Herausgeber der Reihe Paradeigmata, die Zielsetzung dieser Reihe und stellt mit knappen Worten die Aufsatzsammlung von Michael Lobe vor. Er erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die von Manfred Fuhrmann „konstatierte Krise des Lateinunterrichts an Schulen und Universitäten vor 50 Jahren“ (7) inzwischen überwunden ist, weil sich die Didaktik der Alten Sprachen seitdem in bemerkenswerter Art und Weise entwickelt hat, „die sich im Kanon der schulischen Fächer sehen lassen kann“ (7).

Liest man die Titel der 33 Beiträge, so kristallisieren sich einige Schwerpunkte heraus: als erster ist die Literatur der augusteischen Epoche zu nennen, wobei Ovid eindeutig im Zentrum der Aufsätze steht. Dabei übernimmt Michael Lobe (L.) nicht einfach bisherige Thesen, sondern stellt sie teilweise in Frage, erkenntlich an dem Fragezeichen der ersten Station: Ein goldenes Zeitalter? (15-87). Der Verfasser attestiert Livius und Ovid, mit künstlerischen Mitteln die Ideologie des Prinzipats zu entlarven und als Aufklärer tätig zu sein. Im zweiten Aufsatz der ersten Station gelingt dem Autor der Nachweis, dass Augustus erfolgreich bemüht war, den Glanz der Helden der Vorzeit auf seine Person und seine Familie zu übertragen, und machte dies durch die Identifikation mit Apollo deutlich; der Nachfolger Caesars wählte bewusst die Parallelisierung mit Apollo, Jupiter und Merkur, um seine Herrschaft zu legitimieren (Neptunische Konnotationen der Augustusgestalt am Beispiel von Vergils Aeneis und der Panzerstatue von Prima Porta, 31-40). Hier wie auch in anderen Beiträgen wählt L. passende lateinische Textstellen aus und interpretiert sie nachvollziehbar unter der jeweiligen Fragestellung. Meist, nicht immer werden diese Abschnitte auch in deutscher Übersetzung angeboten. Am Ende der Beiträge wird jeweils der erste Publikationsort angeführt. Eine oft behandelte Frage greift auch L. auf, nämlich die, warum der Dichter Ovid nach Tomis verbannt wurde (Das Geheimnis von Ovids Verbannung, 41-56). Zunächst geht er auf Ovids eigene Aussagen ein, stellt dann einige Theorien vor, die bisher präsentiert wurden, und liefert auch Überlegungen über die Wahl des Exilortes. L. vermutet „eine perfide implizierte Botschaft an Ovid“, die Augustus gesendet habe (56). „Etwa in diesem Sinne: Wenn du es wagst, ein dramatisches Sujet zu wählen, das Parallelen zur Kaisergattin zumindest denkbar erscheinen lässt, dann soll dir nun die Gelegenheit gegeben werden, über die echte Medea dort zu recherchieren, wo sie ihr Unwesen betrieben hat“ (56). Auch im folgenden Beitrag (Liebesdichter oder Zeitenrichter? Der Ovid der Amores, 57-74) verbirgt sich die Suche nach dem wahren Grund für die Verbannung des Dichters nach Tomi. L. hat einige Zitate aus dem Erstlingswerk Ovids ausgewählt, die belegen sollen, „wie respektlos und spöttisch Ovid mit augusteischen Idealen und Ideologemen umgesprungen ist“ (57). Wenn der Dichter der Amores mit typischen Werten des Augustus, nämlich pudor und fides spielt, dekonstruiert er in provokativer Art und Weise solche Werte und letztlich sogar die Sitten- und Ehegesetzgebung des Prinzeps (58). Zum Schluss des Beitrags stellt L. die Frage an die Leserinnen und Leser, ob Ovid als tenerorum lusor amorum der „charmante, witzige, ironisch tändelnde Spielmann zarter Liebeserfahrungen“ oder doch als temporum illusor ein Dichter war, „der durch eigene negative Erfahrungen angekränkelte Spötter über die Widersprüche und Risse des Saeculum Augustum“ war, „der eben dadurch prädestiniert war, später in den Zirkel der binnenoppositionellen julischen Fraktion des Kaiserhauses zu gelangen, um mit ihm in den Abgrund gerissen zu werden?“ (74). Möglicherweise gibt es nicht nur einen einzigen Grund für die Verbannung, sondern ein „Konglomerat“ von Gründen, die Augustus veranlasst haben, den Dichter Ovid an das damalige Ende der Welt zu relegieren. Der Titel der zweiten Station (Die Macht der Bilder, 91-108) erinnert an ein berühmtes Buch von Paul Zanker (Augustus und die Macht der Bilder, München 11987). Im ersten Beitrag dieser Station stellt L. die beiden Gemälde des Timomachus vor, die Caesar auf dem Forum Iulium hat aufhängen lassen (Cäsar und die Macht der Bilder, 91-99), im Fokus des zweiten Beitrags steht die Ode IV des Dichters Horaz (Horazens letzte Ode und die Macht der Bilder, 101-108). L. sieht in diesem Fall keine Auftragsarbeit des Herrschers, ebenso gilt dies seiner Meinung nach auch für andere Kunstgattungen und deren Vertreter (101). „Das oft frappierende Zusammenspiel augusteischer Kunstgattungen darf man sich dabei (…) eher als Resultat der Ideengemeinschaft eines Intellektuellenzirkels um den Princeps vorstellen“ (101). Daher ist es auch verständlich, dass Horaz die entscheidenden Ideen in seiner Ode verarbeiten konnte, weil er sie kannte, bevor die Ara Pacis bzw. das Augustusforum vollendet waren (101).

Ein zweiter Schwerpunkt des Buches ist der Vergleich zwischen dem römischen Imperium und den neuen Imperien, insbesondere dem Imperium der USA. L. ist es natürlich bewusst, dass ein Vergleich zwischen den USA und dem römischen Reich problematisch ist, aber man kann eine lange Tradition erkennen. Viele Bundesstaaten verwenden lateinische Motti, die an die republikanischen Ideale wie Freiheit und Siedlerfleiß (111) erinnern. Im ersten Beitrag (USA und ROM. Über Macht und Ohnmacht zweier Großmächte, 111-146) der dritten Station (Alte und neue Imperien, 109-165) geht L. auf Parallelen zwischen den beiden Mächten ein (also etwa Arm-Reich-Gefälle, militärische Übermacht, Propaganda der Unbezwingbarkeit usw.), um dann inneramerikanische Positionen zum Thema zu beleuchten (123-133), die ich hier natürlich nicht vorstellen kann, und danach außeramerikanische Positionen zu präsentieren und zu kommentieren (133-144). Obwohl der Aufsatz von 2010 datiert, ist er immer noch hochaktuell. Auch die beiden folgenden Beiträge befassen sich mit dem Vergleich der beiden Imperien; dabei steht der Aeneasmythos im Vordergrund (Amerikanischer und europäischer Äneas – Von der Aktualität des vergilischen Äneas-Mythos, Teil I, 147-154; Äneas in Amerika – Von der Aktualität des vergilischen Äneas-Mythos, Teil II, 155-165). Auch wenn ein bekannter Latinist und Vergilexperte wie Werner Suerbaum bereits 1999 konstatierte, dass Vergil nach dem zweiten Weltkrieg in der deutschen Literatur nur wenig rezipiert wurde (147), liefert L. einige Beispiele von Autoren (148-154), die den Mythos des Aeneas durchaus aufgegriffen haben. L. beobachtet dabei, dass „ihnen die politische Funktionalisierung dieses Mythos für die je eigene Argumentation gemeinsam ist“ (148). Deutlich erkennbar ist Lobes Bestreben, Vergils Aktualität hervorzuheben und für eine intensivere Behandlung seiner Werke einzutreten. Dies ist durchaus verständlich, hat L. doch seine Dissertation diesem bedeutenden Dichter der augusteischen Zeit gewidmet (Die Gebärden in Vergils Aeneis. Zur Bedeutung und Funktion von Körpersprache im römischen Epos. Frankfurt/M. 1999).

Ein dritter Schwerpunkt des Buches liegt in der Präsentation und Interpretation neulateinischer Texte (Vierte Station: Neulateinische Glanzstücke, 169-288). Die Beschäftigung mit solchen Texten hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Es gibt einige Überblickswerke, in denen die Entwicklung des Neulateins aufgezeigt wird. Neben älteren Opera wie die von J. IJsewijn (Companion to Neo-Latin Studies. Amsterdam, New York, Oxford 1977, Ders., Companion to Neo-Latin Studies. Part I. History and Diffusion of Neo-Latin Literature. Leuven/Louvain 1990), fortgeführt von J. IJsewijn/D. Sacré (Companion to Neo-Latin Studies. Part II. Literary, linguistic, philological and editorial questions. Second entirely rewritten edition. Leuven/Louvain 1998) sind jüngere Publikationen zu nennen wie von W. Stroh (Latein ist tot, es lebe Latein! Kleine Geschichte einer großen Sprache. Berlin 52008), J. Leonhardt (Latein. Geschichte einer Weltsprache. München 2009) und M. Korenjak (Geschichte der neulateinischen Literatur. Vom Humanismus bis zur Gegenwart. München 2016). Diese Überblickswerke sind natürlich wichtig, notwendig sind aber auch Studien zu einzelnen Autoren, wie L. sie vorgelegt hat. Er hat sich hauptsächlich drei Autoren gewidmet. Zunächst folgen Darlegungen zu Josef Eberle (»Meine Ferien im Latein gehören zu den schönsten, die ich je genossen habe.« Zum dreißigsten Todesjahr des schwäbischen Martial Josef Eberle (1901-1986), 169-191), (»Nur der Irrtum ist das Leben, und das Wissen ist der Tod…«. Josef Eberles Thrasyllus-Gedichte, 193-205) und (Kastalische Koryphäen. Ein Epigrammzyklus über römische Dichter in Josef Eberles Büchlein Cave Canem, 207-225). Im ersten Beitrag liefert L. Informationen über das Leben Josef Eberles (169-173). Danach präsentiert er einige Textabschnitte auf Latein und Deutsch, die er interpretiert und auch mit Gedichten deutscher Poeten wie Gottfried Benn, Erich Kästner oder Ernst Jandl - um nur einige Beispiele anzuführen – vergleicht. Sehr aufschlussreich ist auch die Deutung des Gedichtes Thrasyllus, das in zwei Fassungen existiert, eine datiert aus dem Jahr 1959, die zweites aus dem Jahr 1970 (194-203). L. erörtert mögliche Gründe für Eberles Neufassung dieses Gedichtes, die gut nachvollziehbar sind. Mit einem anderen Dichter, der lateinische Gedichte verfasst hat, hat sich L. ebenfalls intensiv beschäftigt: Hermann Weller (1878-1956), der wie J. Eberle aus Schwaben stammt (Lux verae humanitatis effulgeat. Zum sechzigsten Todesjahr des schwäbischen Horaz Hermann Weller, 227-241, und Von allen guten Geistern verlassen. Hermann Wellers Gedicht Europa (1923) und seine Aktualität (243-261). Dass ihm besondere Wertschätzung entgegengebracht wurde geht schon daraus hervor, dass er am sogenannten Certamen Hoeufftianum häufig teilgenommen und zwölfmal die Goldmedaille zugesprochen bekam (227). Hermann Weller war nicht nur Klassischer Philologe, sondern hatte auch Französisch und Hebräisch und vor allem Indologie studiert. Nach vielen Jahren im Schuldienst wurde er 1938 Privatdozent und außerplanmäßiger Professor für Indische Philologie an der Universität Tübingen. Er entging nationalsozialistischen Repressalien durch geschicktes Taktieren und vor allem durch seinen Rückzug auf rein sprachliche Themen wie etwa die arische Metrik (228). Wer einen kleinen Eindruck der Gedichte Wellers erhalten möchte, möge den Überblick über die carmina Latina studieren, die L. für die Leserinnen und Leser bereithält (230-237). Im zweiten Beitrag wird der Dichter als zweiter Ovid vorgestellt (243-250). Der dritte Aufsatz der vierten Station befasst sich mit einem Gedicht des italienischen Dichters Giovanni Pascoli (1855-1912): Ultima linea (263-288). Nach einigen Angaben zu Leben und Werk Pascolis offeriert L. den relativ langen Text auf Latein (142 Verse) nebst eigener deutscher Übesetzung, danach eine textchronologische Deutung (274-282) und eine hilfreiche Zusammenfassung der Interpretationsergebnisse. Auch auf Besonderheiten von Pascolis dichterischem Verfahren geht L. ein; der Dichter ist nach Einschätzung Lobes um eine „subjektive Rekonstruktion der Antike im Medium der Poesie“ bemüht (286).

In der fünften Station (Alte Texte neu gelesen, 291-307) werden nochmals Textabschnitte von Ovid und Vergil behandelt und mit Situationen in der aktuellen Gegenwart verglichen. Rezeptionsaspekte spielen auch in der sechsten Station eine große Rolle (Lebendige Nachwirkung, 311-344). In einem Beitrag werden Brücken zwischen Martials Epigramm VIII 79 und Darlegungen von Baltasar Gracián und Arthur Schopenhauer geschlagen, in einem weiteren Aufsatz zwischen Martial und Robert Gernhardt, während zwei Gedichte der Historia Augusta in einem dritten Aufsatz im Vordergrund stehen, die von Florus und Kaiser Hadrian stammen und als Neckerei zwischen den beiden verstanden werden können (327). Auch Johann Wolfgang von Goethe hat sich in der 15. Römischen Elegie mit dieser Thematik befasst, ebenso die französische Schriftstellerin Marguerite Yourcenar in ihrem Roman »Mémoires d‘Hadrian«. Hier liefert der Fachdidaktiker Michael Lobe Überlegungen, wie diese Texte und deren Rezeption im Unterricht behandelt werden könnten – wie er es zuweilen in bisher genannten Beiträgen bereits praktiziert hat. Der letzte Aufsatz befasst sich mit dem Motiv der Jagd bei Martial, Plinius und Roda Roda (335-344).

In der siebten Station sind sechs Beiträge vereinigt, die den fünften Schwerpunkt darstellen: Didaktische Brücken (347-400). Im ersten Aufsatz (Freude am Latein? Freude am Latein!, 347-355) geht L. der Frage nach, wie es Lehrkräften gelingen kann, ihre Schülerinnen und Schüler für Latein zu begeistern, sie zu motivieren und möglichst lange dieses Fach in der Schule zu belegen. Manch einer erkennt in der Kombination Freude am Latein möglicherweise ein Oxymoron, wie L. es formuliert (347). Als Praktiker und Realist weiß L. natürlich, dass es häufig Klagen über ein zu geringes Stundendeputat für Latein gibt, dass Lehrkräfte bisweilen die administrativen Vorgaben für überzogen und insgesamt einen Großteil der Schülerschaft nicht für das Gymnasium geeignet halten (347); er rät aber den Lehrenden, „in der konkreten täglichen Praxis darauf fokussiert“ zu sein, „an den“ ihnen „möglichen wirksamen Stellschrauben zu drehen – mit dem Ziel unterrichtlichen Erfolgs und daraus erwachsender Zufriedenheit bei sich und den SuS“ (347). In den folgenden Abschnitten unterbreitet L. Vorschläge, die dazu führen können, die Freude am Latein zu steigern, zum Beispiel planvoll »Highligths« zu inszenieren (349), der Grammatik den ihr gebührenden Rang einzuräumen, aber sie nicht überzubewerten, mögliche Schwierigkeiten, die sich bei der Lektüre einstellen können, vorherzusehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen usw. (349-355). Hier wie auch bei den anderen Beiträgen empfiehlt der Rezensent eine intensive Lektüre des Beitrags. Das in einem erfolgreichen Lateinunterricht dem Sachwissen der entsprechende Rahmen gewährt werden sollte und wie dies umgesetzt werden kann erörtert L. in der zweiten Abhandlung (Sachwissen im gymnasialen Lateinunterricht, 357-366). Einen Satz möchte ich zitieren, weil er vielsagend ist und zeigt, welche Bedeutung L. einem gut geplanten Unterricht einräumt und wie er sich die Konzeption von Lateinunterricht überhaupt vorstellt: „Lateinunterricht am Gymnasium bedeutet in erster Linie Sprachunterricht“ (365). Dem Thema: Handlungsfeld Lektüreunterricht (367-373) widmet L. den fünften Beitrag, wobei er am Ende auch einen Kanon möglicher Texte anspricht. Einen Autor der Spätantike hält L. in der Mittelstufe für besonders geeignet: Eutrop. Daher beschäftigt er sich in einem speziellen Aufsatz mit diesem Autor und erläutert, warum er für die Lektüre des Breviarium Historiae Romanae plädiert (Eutrop – ein idealer Autor für die erste Lektüre, 381-390). Ich möchte den Hinweis nicht unterlassen, dass L. ein Lektüreheft für diesen Text konzipiert hat (Ders., Highlights der römischen Geschichte. Lektüretraining mit Eutrops Breviarium Historiae Romanae. Bamberg 2012). L. bietet erhellende Bemerkungen zu einem Begriff, der lange Zeit als Indiz für einen rückständigen Unterricht galt: Frontalunterricht (Frontalunterricht – Zur Klärung eines Begriffs, 375-379). Auch wenn der Beitrag relativ kurz ist, enthält er zahlreiche bedenkenswerte Aspekte und trägt zur Versachlichung bei der Diskussion um den Begriff bei. Im letzten Aufsatz der siebten Station (Der stumme Redner Rufus. Ein Epigrammzyklus des Ausonius als Bereicherung der Martiallektüre, 391-400) entführt L. die Leserinnen und Leser in die Spätantike, und zwar zum „ersten Franzosen der Weltliteratur“ – wie Michael von Albrecht Decimus Magnus Ausonius bezeichnet hat (M. von Albrecht, Geschichte der römischen Literatur. München 1994, Bd. 2, 1047).

Die letzten vier Beiträge hat L. unter die achte Station subsumiert: Bunte Vielfalt (403-436). In einem Aufsatz steht das Thema: Liebe im Vordergrund (Ein Dialog über Liebe zwischen Martial, Catull und Horaz, 403-410), während im zweiten Beitrag Textabschnitte einiger bedeutender Neulateiner vorgestellt und interpretiert werden; es handelt sich um Autoren wie Giovanni Pascoli, Josef Eberle, Michael von Albrecht und Harry C. Schnur, die Texte auf die Stadt Rom gedichtet haben (Sic me non servavit Apollo. Ein ungewöhnliches Romgedicht, 411-418). Vielen Menschen gilt ungebetener Besuch nicht immer als willkommene Abwechslung, dies war in der Antike nicht anders, wie uns L. an einigen Textbeispielen exemplarisch zeigen möchte (Importuni ianuae pulsatore – Ungebetener Besuch bei römischen Dichtern, 419-423). Der vierte Beitrag bildet den Schlussakkord in dieser Station: Von Seifen- und Spekulationsblasen – Skizze einer >unplatzbaren< Metapher (425-436). L. präsentiert eingangs eine Kleine Phänomenologie der Blase (425-426), um dann den klassischen Textabschnitt (Varro, res rust. I. 1) des römischen Gelehrten Marcus Terentius Varro aus Reate (116-27 v. Chr.) als Ausgangspunkt für seine Gedanken zum gewählten Thema zu präsentieren. Dazu werden weitere Textstellen von Petron (Satyricon), Erasmus von Rotterdam (Adagia), Friedrich Taubmann (Melodaesia sive Epulum Museaum) und Hermann Weller (Disceptio amantium) präsentiert (Lateinisch/Deutsch) und interpretiert. Den Schluss des Beitrags bildet ein Blick auf Blasen in der aktuellen Zeit.

Abschließend kann festgehalten werden, dass Michael Lobe mit diesem Buch die reichen Früchte seiner bisherigen Arbeit zu einem bunten Strauß verbunden hat. Er bedient sich dabei eines flüssigen und gut lesbaren Stils, bietet seine Gedanken in knappen Beiträgen, die selten mehr als zehn Seiten umfassen und schafft Gelegenheiten, über viele Punkte nachzudenken. In einigen Beiträgen bietet L. auch politische Aspekte, nicht nur in Bezug auf Gedanken zum Zeitalter des Augustus, sondern auch wenn es um Fragen der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus bzw. des NS-Regimes geht. Der Rezensent empfiehlt das Opus nicht nur den Fachkolleginnen und Fachkollegen, sondern auch Studentinnen und Studenten der Klassischen Philologie und Referendarinnen und Referendaren mit dem Fach Latein. Besonders die letzten beiden genannten Zielgruppen werden mit vielen wichtigen Autoren, Motiven und Themen der lateinischen Literatur vertraut gemacht, sie lernen systematisch, wie man Texte interpretieren und unter didaktischen Gesichtspunkten Textstellen miteinander verknüpfen kann. Außerdem können sie erkennen, dass die lateinische Literatur nicht auf die augusteische und frühkaiserliche Zeit beschränkt ist, sondern es auch lohnenswerte Textpassagen aus der Spätantike und der Neuzeit – bis in unsere eigene Zeit ausgreifend – gibt, die den Vergleich mit den klassischen Autoren und Dichtern nicht zu scheuen brauchen.

Rezensent: Dietmar Schmitz

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