Deutscher Altphilologenverband

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Deutscher Altphilologenverband

Humanismus-Preis 2014 für Michael Köhlmeier

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Der österreichische Romancier und Musiker Michael Köhlmeier erhält den diesjährigen Humanismus-Preis des Deutschen Altphilologenverbandes. Die Ehrung Köhlmeiers fand am Donnerstag auf dem Bundeskongress des Verbandes, der in der Osterwoche zum ersten Mal länderübergreifend in Innbruck tagt, im Rahmen einer Feier statt.

Weiterlesen: Humanismus-Preis 2014 für Michael Köhlmeier

Nachruf: Zum Tod von Hermann Steinthal

Mit großem Bedauern haben wir vom Tode unseres langjährigen DAV-Bundesvorsitzenden, Ehrenvorsitzenden und ehemaligen Rektors des Uhland-Gymnasiums Tübingen, Dr. Hermann Steinthal erfahren.

Steinthal stand dem DAV von 1977 bis 1981 vor. Prägend wirkte in dieser Zeit auch sein Zitat: "Wer heute die Alten Sprachen verteidigen will, muss seine Schanzen weit draußen bauen".

Hermann Steinthal ist am 28. März 2014 im Alter von 88 Jahren verstorben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Bitte lesen Sie auch den ausführlichen Nachruf im "Schwäbischen Tagblatt":

» "Alles zum Besten kehren: Hermann Steinthal, der langjährige Rektor des Uhland-Gymnasiums, ist gestorben."
(Schwäb. Tagblatt/Ulrich Janssen, 2.4.2014)

DAV-Vertreterversammlung 2013 in Göttingen

Am vergangenen Wochenende fand in Göttingen die Vertreterversammlung, also das Treffen des Bundesvorstands und der Landesvertreter, statt. Der alte Vorstand ist auch der neue Vorstand:

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Prof. Dr. Bernhard Zimmermann - StD´in Heike Vollstedt - OStD Hartmut Loos

Erfurt 2012: Dankeschön!

Ein gelungener Altphilologenkongress ist in Erfurt zuende gegangen - der DAV möchte sich an der Stelle ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz in Organisation, Teilnehmerbetreuung, Fundstelle und... und... und... zum Erfolg der Tagung beigetragen haben!

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Verleihung des Humanismuspreises 2012

ERFURT/DPA. Der Sänger der Popgruppe Die Prinzen, Sebastian Krumbiegel (45), ist mit dem Humanisten-Preis des Deutschen Altphilologenverbandes geehrt worden.

Der Musiker erhielt die Auszeichnung - eine Bronzebüste des Theologen und Humanisten Philipp Melanchthon (1497-1560) - am 12. April 2012 in Erfurt für sein bürgerschaftliches und soziales Engagement.

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Weiterlesen: Verleihung des Humanismuspreises 2012

Von wegen tote Sprache - wie Latein die Integration fördert (SWR)

SWR2 Kontext vom 27.3.2012:

Schüler mit Migrationshintergrund finden schneller und leichter in die deutsche Sprache und die deutsche Kultur, wenn sie Latein lernen. So die zunächst überraschende Beobachtung von Pädagogen und Professoren des Fachs.

Warum Latein ausgerechnet beim Dauerthema Integration ein gewichtiges Wort mitzureden hat, fragt SWR2-Kontext:

Prof. Dr. Bernhard Zimmermann neuer Bundesvorsitzender beim Deutschen Altphilologenverband

BernhardZimmermannFührungswechsel beim Fachverband der Klassischen Philologen Deutschlands. Der Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württemberg rückt an die Spitze. Amtsvorgänger Prof. Dr. Stefan Kipf intensiviert didaktische Forschungsprojekte.

Göttingen/Pforzheim/Freiburg (Brsg.) (DAV): Auf der diesjährigen Vertreterversammlung des Deutschen Altphilologenverbandes in Göttingen wurde Prof. Dr. Bernhard Zimmermann (Freiburg) zum neuen Vorsitzenden des DAV gewählt. Der aus Konstanz stammende Hochschullehrer ist Professor für griechische und lateinische Literatur und verfügt darüber hinaus über langjährige Erfahrung in Schule und Lehrerausbildung.

Weiterlesen: Prof. Dr. Bernhard Zimmermann neuer Bundesvorsitzender beim Deutschen Altphilologenverband

"Wir sind Humboldt": Stefan Kipf zur Didaktik der Alten Sprachen an der HU Berlin

Ein Interview mit Stefan Kipf (Bundesvorsitzender DAV):

http://www.hu-berlin.de/hu/humboldtianer/stefan-kipf

Weiterlesen: "Wir sind Humboldt": Stefan Kipf zur Didaktik der Alten Sprachen an der HU Berlin

Erkenntnisse statt Informationen

Sieger im altsprachlichen Landeswettbewerb ausgezeichnet

WOLFENBÜTTEL – Von den 846 Schülerinnen und Schülern, die am diesjährigen Landeswettbewerb „Rerum Antiquarum Certamen“ des Niedersächsischen Altphilologenverbandes (NAV) teilgenommen haben, wurden am vergangenen Sonnabend elf als Landessieger mit einem Buchgutschein im Wert von 250 Euro und einer Empfehlung für die Studienstiftung des deutschen Volkes ausgezeichnet; zwei weitere, Alexander Wulfers (Albertus-Magnus-Gymnasium Friesoythe) und Lisa Synowski (Otto-Hahn-Gymnasium Gifhorn), wurden sofort in die Studienstiftung aufgenommen.

Weiterlesen: Erkenntnisse statt Informationen

  1. Monika Maron erhält Humanismus-Preis
  2. Lateinschülerzahl steigt weiter
  3. Griechisch und Latein weiter im Aufwind
  4. Latein: Trotz neuer Abschlüsse häufig Pflicht

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Neuerscheinung des Monats

James Islington, The Will of the Many, Hierarchy Buch 1, aus dem Englischen von Gerda M. Pum, Berlin (Adrian und Wimmelbuchverlag) 2025, 777 Seiten, 24,95 € (Englische Originalausgabe: The Will of the Many, 2023).

Der australische Autor James Islington legt mit The Will of the Many seinen insgesamt vierten Roman vor. Wie schon bei den Vorgängern, der Licanius-Trilogie, bewegen wir uns im Bereich der High oder Epic Fantasy.

Die Welt, die Islington für seinen Roman erschafft, ist in ihrer Geographie und Geschichte fiktional, soziokulturell weist sie aber klare Parallelen zur römischen Antike auf. Das gilt vor allem für den Hauptschauplatz, die Catenische Republik. Dabei handelt es sich um eine aristokratisch regierte (Schein-)Republik, die streng hierarchisch organisiert ist und von Senatoren regiert und verwaltet wird. Die breite Masse der Bevölkerung wird unterdrückt und unter anderem mit Unterhaltungsprogrammen (ein für die Geschichte zentrales Ereignis spielt in einer Naumachie) bei Laune gehalten. Außerdem sieht sich die Catenische Republik selbst als auf militärische Expansion ausgerichtete Zivilisationsbringerin.

Vor diesem Hintergrund begleiten wir den 17-jährigen Waisenjungen Vis (ein Pseudonym; das grammatikalische Geschlecht des lateinischen vis sollte man bei der Lektüre ausblenden), den autodiegetischen Erzähler des Romans. Ursprünglich der Thronfolger eines inzwischen unterworfenen Kleinstaates, lebt er zu Beginn der Geschichte unerkannt in einem Waisenhaus. Nachdem er von einem Senator adoptiert wird, gerät er rasch in ein Netz von Intrigen: So soll er seinem Adoptivvater, der um seine wahre Identität nicht weiß, dabei helfen, den Tod von dessen jüngeren Bruder aufzuklären. Dieser Bruder ist einige Jahre vor der Handlung des Romans unter ungeklärten Umständen an der Akademie, an der ausgewählte Kinder der senatorischen Oberschicht, in den anderthalb Jahren, bevor sie 18 werden, zur künftigen Elite ausgebildet werden, gestorben. Außerdem versucht eine Widerstandsgruppe Vis für ihren Kampf gegen die Republik zu rekrutieren. Gleichzeitig muss er sich an der Akademie behaupten, sich dort gegen Mitschüler:innen durchsetzen, Freundschaften aufbauen, unbemerkt spionieren und bei all dem seine wahre Identität verheimlichen.

Vor allem die Verwendung der lateinischen Sprache ist es, die aus altphilologischer Sicht den Reiz des Romans ausmacht. Viele Figuren tragen sprechende Namen, wie beispielsweise die Hauptfigur Vis (von einer anderen Romanfigur treffend mit der Aussage „Du hast ein Aggressionsproblem.“ beschrieben), seinen Adoptivvater Ulciscor, eine bestenfalls zwielichtige Matrone Atrox, die ein Waisenhaus leitet, einen Mitschüler namens Callidus sowie die Catenische Republik selbst. Bei Formulierungen wie „ein Octavii“, muss man sich aber daran erinnern, dass man eben keinen lateinischen Text liest.

Erwähnenswert ist auch die Qualität der deutschen Übersetzung: So entscheidet sich Gerda Pum bei vielen grammatikalischen Strukturen (besonders prägnante Beispiele sind Partizipien und manche Satzgefüge) konsequent dafür, diese unverändert Wort für Wort zu übersetzen. Insgesamt kommt dadurch nie ein Zweifel auf, dass es sich um eine sehr ausgangssprachenorientierte Übersetzung handelt, wodurch das Lesevergnügen nicht unerheblich beeinträchtigt werden kann. Zudem häufen sich auf den letzten ca. 150 Seiten auch Rechtschreib- und Interpunktionsfehler.

Vor diesem Hintergrund wird der Rezensent den zweiten Band, der im November 2025 auf Englisch unter dem Titel „The Strength of the Few“ und im Folgemonat unter gleichem Titel auf Deutsch erscheint, lieber im Original lesen.

Jonas Ludäscher (Technische Hochschule Ingolstadt)

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