Die Griechischakademie, das jährliche Treffen von Griechischlernenden aus ganz NRW, fand 2026 zum vierten Mal statt. Das zweitägige Programm mit Übernachtung bietet jedes Jahr neue Einblicke in die Vielfalt der griechischen Sprache und Kultur.

Gastgebende Schule war das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium in Wuppertal-Elberfeld. Dr. Tristan Winkelsen und Melchior Pauly hatten für die 39 Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.

Ausgangspunkt des ersten Workshops war die Pallas-Athene-Statue vor dem Schulgebäude. Sie stammt von Arno Breker, einem der bekanntesten Bildhauer des Nationalsozialismus. Unter Leitung von Dr. Winkelsen untersuchten die Schüler/innen die künstlerischen und politischen Aspekte des Denkmals, das durch eine kontroverse Auseinandersetzung und ergänzende Kunstwerke zum zeitgeschichtlichen Dokument geworden ist.

Der zweite Workshop widmete sich Sappho. Dr. Niklas Gutt führte über einen aktuellen Song in die Themen Eifersucht und Liebeskummer ein. Anschließend besuchten die Teilnehmenden das Institut für Klassische Philologie der Universität Wuppertal. Dort diskutierten sie den Dialog zwischen Odysseus und Athene aus der Odyssee und lernten eine britische Komödienparodie kennen, deren Telefonpannen an Aristophanes’ Frösche erinnern. In der Pause entstanden Armbänder mit griechischen Buchstaben.

Am Abend begeisterte ein Ensemble des Seminars für Klassische Philologie mit dem Theseus-Song aus Bodo Wartkes Antigone. Pizza, Spiele und die Übernachtung in der Turnhalle rundeten den Tag ab.

Am nächsten Morgen ging es mit der Schwebebahn zur Oper. In einem Schauspiel- und einem Tanzworkshop erprobten die Schüler/innen Sprache, Bewegung und Improvisation. Dabei gestalteten sie tänzerische Begegnungen mythischer Figuren wie Apoll und Daphne oder Theseus und des Minotaurus.

Mit einer gemeinsamen Auswertung und der Übergabe der Teilnahmeurkunden endete die Akademie im Theatron des WDG.