Der NAV lädt Kolleginnen und Kollegen mit ihren Schülerinnen und Schülern herzlich ein zum Zentralabitur-Vortrag
Catilina und die Frauen oder Die Krise der Männlichkeit
von Prof. Dr. Christiane Kunst, Osnabrück
am 9. 11. 2026, 12 Uhr, in die Aula der Wilhelm-Raabe-Schule Hannover
Der Vortrag beleuchtet Catilinas vielfältige Interaktionen und emotionalen Verstrickungen mit Frauen vor dem Hintergrund einer Diskussion über Zuschreibungen von weiblichen und männlichen Eigenschaften wie typischen Handlungsfeldern der Geschlechter am Ende der Republik.
Der NAV lädt Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen sowie alle Interessierten herzlich ein zum Vortrag
Ist es egal, ob etwas wahr oder falsch ist? -- Populistische Rhetorik und die Frage nach der Wahrheit
von Prof. Dr. Gyburg Uhlmann, Nürnberg
am 18. 11. 2026, 18 Uhr, Museum August Kestner, Hannover
Demokratien stehen heute von außen unter Druck. Noch stärker aber ist der Druck von innen: durch Populisten, die die Meinungen ihrer Zuhörer manipulieren und mit einfachen Antworten polarisieren, aber auch dadurch, dass – getrieben von generativer Künstlicher Intelligenz – in den sozialen Medien der Eindruck erweckt wird, dass es so etwas wie richtig oder wie Fakten gar nicht gibt. Niemand könne unterscheiden, ob etwas wahr oder Fake sei. Daher müsse eigentlich immer alles in Frage gestellt werden. Die Folgen für die Demokratie sind oder wären dramatisch. Aber stimmen die Prämissen? Ist es wirklich nicht (mehr) möglich, den Wahrheitsgehalt einer Aussage zu überprüfen?
In dem Vortrag stelle ich Beispiele und Strategien populistischer Rhetorik vor, die den Abschied von Fakten und Wahrheit zelebriert. Dagegen präsentiere ich aber auch Texte und Ideen aus der Antike, die etwas gegen solche Tendenzen entgegenzusetzen haben. Mit einem Durchgang durch unterschiedliche Konzepte von Rhetorik und Philosophie bereite ich die These vor, dass auch für uns heute der Unterschied zwischen wahr und falsch wichtig ist und warum er nicht aufgegeben werden darf.
Prof. Dr. Gyburg Uhlmann baut als Gründungs-Chair des Departments of Liberal Arts and Social Sciences die Geistes- und Sozialwissenschaften an der neu gegründeten Technischen Universität Nürnberg (UTN) und ist dort zudem Professorin für Klassische Philologie (Gräzistik). Zuvor war sie von 2007 bis 2023 Professorin für Klassische Philologie an der Freien Universität Berlin, war an vielen großen Verbundprojekten beteiligt, leitete dort unter anderem das Aristotelismus-Zentrum Berlin und war Sprecherin des Sonderforschungsbereichs 980 „Episteme in Bewegung“. Sie ist Mitglied in vielen Gremien wie z.B. der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen.
Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der antiken Philosophie (Platonismus und Aristotelismus), der antiken Wissens- und Bildungsgeschichte sowie in Rhetorik und politischer Kommunikation. Im Zentrum steht die historische Analyse von Wissenserzeugung und -vermittlung und deren Bedeutung für aktuelle Fragen von Rationalität, öffentlicher Rede und digitaler Kommunikation. Sie verbindet philosophie- und wissensgeschichtliche Ansätze mit Digital Humanities und forscht zum Verhältnis von menschlicher und künstlicher Intelligenz, insbesondere zu großen Sprachmodellen wie ChatGPT und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen.
Streit um Oberstufenreform
Der Streit um die geplante Oberstufenreform in Niedersachsen mit ihren verheerenden Auswirkungen auf die zweiten und dritten Fremdsprachen in den Jahrgängen 11 bis 13 geht weiter.
Hier finden Sie die Presseerklärung zur Stellungnahme des NAV anlässlich der Anhörphase der neuen Verordnung, in der die Zusammenhänge erläutert werden:
Und hier das darauf bezogene Grußwort der DAV-Vorsitzenden anlässlich der Festveranstaltung zu 75 Jahre NAV beim diesjährigen Landestag in Osnabrück.


