Die aktuellen Rahmenbedingungen des Lateinunterrichts
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- Hauptkategorie: Latein
Zu dem vielfältigen Autoren- und Textspektrum gehören aus der Antike u. a. der Fabeldichter Phaedrus, die Komödiendichter Terenz und Plautus, die Epiker Vergil und Ovid, der Epigrammatiker Martial und die Lyriker Catull und Horaz sowie satirische Literatur (Horaz und Petronius). Ferner stehen historische Texte von Caesar, Sallust, Livius und Tacitus sowie rhetorische und philosophische Schriften von Cicero bzw. Seneca und christliche Literatur (Vulgata und Augustinus) zur Verfügung. Aus dem Mittelalter können beispielsweise Heiligenlegenden des Jacobus de Voragine, die Carmina Burana und Einhards Biographie Karls des Großen gelesen werden. Aus der Neuzeit kommen sowohl Texte der Humanisten Francesco Petrarca, Ennea Silvio di Piccolomini, Erasmus von Rotterdam und Thomas Morus als auch der neuzeitlichen Philosophen René Descartes und Johan Amos Comenius in Frage.
Das Latinum ist ein bundeseinheitlich anerkannter Abschluss und wird i. d. R. nach fünfjährigem, aufsteigenden Lateinunterricht erreicht. In Ausnahmefällen kann es bereits nach drei Jahren mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung abgeschlossen werden. Näheres regeln die Kultusbehörden der einzelnen Bundesländer. Grundsätzlich kann Latein von jedem Schüler erlernt werden, der die Anforderungen des Gymnasiums bzw. vergleichbarer Kurse an der Gesamtschule erfüllt. Das Latinum ist an vielen deutschsprachigen Hochschulen und Universitäten Voraussetzung für das Studium bestimmter Fächer (z. B. Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Griechisch, Geschichte, Theologie, Philosophie). In zahlreichen Fächern benötigt man das Latinum zur Magisterprüfung oder zur Promotion.

