Newsletter

Griechisch und sogar Hebräisch statt Latein:

evangelisch.de

Vulgata ursprünglicher als deutsche Übersetzungen?

Sehr geehrter Herr Muchlinsky,

ich bin gewillt, mein Latein aufzufrischen und auf den Stand zu kommen, dass ich irgendwann die Vulgata lesen kann. Nun ist das NT ja hauptsächlich in Koine verfasst. Dazu finde ich keine Kurse in meiner Stadt und autodidaktisch wage ich mich nicht an diese Sprache, da ich mit ihr im Gegensatz zu Latein noch nie richtig zu tun hatte und man mehr Material zu Latein findet. Mein Ziel ist es, möglichst nahe an den Urtext heran zu kommen. Deswegen die Frage: Lohnt es sich, Latein nochmal richtig zu lernen, um die Vulgata (zumindest erst einmal das Novum Testamentum) zu lesen und selbst zu übersetzen? Bekommt man damit eine größere Nähe zum Urtext oder ist das alles eher ein Hirngespinst und manche deutschen Bibelübersetzungen sind heutzutage viel ursprünglicher als es die Vulgata war und ist?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

WEITERLESEN: https://fragen.evangelisch.de/frage/8822/vulgata-ursprunglicher-als-deutsche-ubersetzungen


Unsere Stichworte im Internet:

Wer „Altphilologen“ unter Suchmaschinen-News eingibt, bekommt u.a.:

DER TAGESSPIEGEL

Künftiger britischer Premier

Was qualifiziert Boris Johnson für die May-Nachfolge?

Boris Johnson steht vor seinem größten Triumph: Er wird Großbritannien voraussichtlich als Regierungschef aus der Europäischen Union führen. Ein Porträt.

Sebastian Borger

[...]

[Nach einer Einleitungspassage:]

Wer ist dieser Boris Johnson und was qualifiziert ihn für das Amt?

Alexander Boris Johnson wurde in New York geboren und wuchs weitgehend in Brüssel auf, wo sein Vater für die EWG-Kommission arbeitete. Er ist Abkömmling der französischen Adelsfamilie de Pfeffel, einer illegitimen Tochter des Prinzen Paul von Württemberg sowie eines türkischen Dichters, kurzum: ein Europäer par excellence. Familiäre Verbindungen verschafften dem Altphilologen einen Job bei der „Times“, wo er wegen eines gefälschten Zitats gefeuert wurde.

[…]

Quelle:

https://www.tagesspiegel.de/politik/kuenftiger-britischer-premier-was-qualifiziert-boris-johnson-fuer-die-may-nachfolge/24687736.html


Wer „Latein“, „Griechisch“ und „Lobberich“ unter Suchmaschinen-News eingibt, bekommt dieser Tage nicht etwa „Werner Jaeger“, sondern...:

RP ONLINE

Lobbericher wird Stipendiat in Taiwan

Lobberich Niklas Erkes fliegt Ende August nach Asien. Der Lobbericher, der von der fünften Klasse bis zum Abitur an der Liebfrauenschule Mülhausen Chinesisch lernte, hat ein Stipendium für die Cheng-Shiu-Universität erhalten.

Von Bianca Treffer

[…]

[Dort heißt es unter anderem:]

„...lernte er neben Englisch und Latein auch noch Spanisch, Griechisch und Chinesisch.“

Der ganze Artikel:

https://rp-online.de/nrw/staedte/nettetal/niklas-erkes-aus-nettetal-lobberich-geht-fuer-ein-stipendium-nach-taiwan_aid-45232397

40 Jahre Bundeswettbewerb Fremdsprachen – der DAV gratuliert

Jetzt anmelden!

Ab sofort anmelden für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen

In diesem Jahr sind Zungenbrecher das Motiv unserer Ausschreibung.
Man findet sie überall hier auf unseren Seiten. Wenn ihr wissen wollt, wie man sie ausspricht, dann schaut euch doch unsere Zungenbrechervideos an. Vielen Dank unseren Zungenbrecher(ver)sprechern!

Wie immer: Attraktive Preise (auch ein Sonderpreis, gefördert von DAV).

Wie immer: Anmeldeschluss ist der 06. Oktober!

Der direkte Weg zu Information und Anmeldung:

https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/

München:

ANTIKE AM KÖNIGSPLATZ

Sophokles: Philoktet

WO? Im Innenhof der Antikensammlungen vis-à-vis der Glyptothek

WANN? Noch bis 19. September, täglich außer mittwochs um 20 Uhr, nur nicht am 14. und 15. September

Kartenverkauf NUR über telefonische Vorbestellung und Abendkasse (August ausverkauft).
Bestellte Karten müssen bis spät. 1/2 Stunde vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden. 
Nach Beginn der Vorstellung ist kein Einlaß mehr möglich.

Telefon: 089 5230 4466

Weitere Infos: https://www.theaterspieleglyptothek.de/

Bodo Wartkes Texte zu dem Bearbeitungen der Dramen Ödipus und Antigone als Taschenbücher:

Wartke, Bodo, Schütze, Sven et al.: König Ödipus, Hamburg 2019.
Broschiert, ISBN: 978-3-941439-21-4, Preis: € 13,90.

Wartke, Bodo, Kalisch, Carmen et al.: Antigone, Hamburg 2018.
Broschiert, ISBN: 978-3-941439-20-7, Preis: € 14,90.

Die DVD zur Aufführung befindet sich in Vorbereitung (bei Redaktionsschluss des DAV-NL Nr. 14 nach Auskunft des Hamburger Büros der Autoren noch im Schnitt).


Thomas Wilkes Analysen zur Filbearbeitung des Spartacus-Stoffes:

Wilke, Thomas: Leben und Sterben in der Römischen Republik. Die Serie Spartacus und ihre filmische Auseinandersetzung mit Freiheit, Gewalt und Identität, Wiesbaden 2019. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 04.11.2019.

Print (broschiert): ISBN: 978-3-658-11746-7;  Preis: € 44,90.
Electronic ISBN: 978-3-658-11747-4; Preis: € 34,90.


Eine Empfehlung zu Jugendbüchern des Autors der sehr erfolgreichen Percy-Jackson-Reihe (Fantasyromane auf Mythenbasis unter Verwendung von Bricolage-Techniken):

Riordan, Rick: Die Abenteuer des Apollo 3: Das brennende Labyrinth,
Hamburg 2019. Gebunden; ISBN 978-3-551-55690-5; Preis: € 18,99.

Angekündigt:

Riordan, Rick: Die Abenteuer des Apollo 4: Das Grab des Tyrannen,
Hamburg 2019. Gebunden (weitere Daten noch nicht verfügbar).


Anregungen für die Arbeit mit antike-affinen Jugendbüchern aus der Lehrerperspektive; zuerst ein frisch überarbeitetes Buch:

Stierstorfer, Michael: Harrius Potter im Lateinunterricht – Harry Potter als Motivator für die Lektürephase. Kompetenzorientierte Textarbeit, kreativ-produktionsorientierte Methoden und statistische Analyse einer vierwöchigen Lektüresequenz in der 9. Klasse, Shaker, Aachen 2017/2019.

ISBN: 978-3-8440-5612-9; 88 Seiten; Preis: 27,80 €.

Aus dem Erläuterungstext:

Diese Studie soll zeigen, dass Harry Potter zur Ausgestaltung eines motivierenden Lektüreunterrichts in der Mittelstufe eingesetzt werden kann und dass die Heranwachsenden einen Mehrwert im Sinne eines Kompetenzzuwachses hinsichtlich des Sprachbewusstseins, des Textverständnisses und der Entschlüsselung kultureller Codes gewinnen.

Bei dieser Gelegenheit verweisen wir auf weitere Werke des Autors, teils in Zusammenarbeit mit Prof. Janka zum Themenkreis, welche bereits zwei Jahre auf dem Markt sind: 

Stierstorfer, Michael: Antike Mythologie in der Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart.
Unsterbliche Götter- und Heldengeschichten?, Frankfurt a.M.: Lang 2017.
Gebunden; ISBN: 978-3-6317-1457-7; Preis: € 82,95.

Janka, Markus und Michael Stierstorfer (Hrsg.): Verjüngte Antike im Mediendialog.
Transformationen griechisch-römischer Mythologie und Historie in zeitgenössischen Kinder- und Jugendmedien,
Heidelberg: Winter 2017. Gebunden; ISBN: 978-3-8253-6715-2; Preis: € 45,00.

Stierstorfer, Michael: „Percy Jackson“ und die griechisch-römische Mythologie im Latein- und Deutschunterricht.
Kritische Bemerkungen zur Didaktisierung mythologischen Wissens in der aktuellen Fantasy- und Phantastik-Literatur sowie im Film,
München: Grin 2017. Taschenbuch; ISBN: 978-3-6684-4756-1; Preis: € 14,99.

RHEINISCHE POST (ONLINE):

Sie liest Harry Potter auf Latein: Jule Langen hat ein eher ausgefallenes Lieblingsfach: Latein. Dabei beherrscht sie die Sprache so gut, dass sie an Wettbewerben teilnimmt.

Sport, Kunst, Musik – jeder hat ein anderes Lieblingsfach. Bei einigen ist es sogar Mathe oder Physik. Doch das der Gymnasiastin Jule Langen fällt völlig aus der Top-10-Liste der Lieblingsfächer. Die 16-Jährige brennt für das Fach Latein. Und darin ist sie so gut, dass sie im September beim Finale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in Papenburg antreten wird.

Weiterlesen: https://rp-online.de/nrw/staedte/leichlingen/jule-langen-ist-leichlingens-lateinexpertin_aid-43229355

Siehe auch: Bundeswettbewerb Fremdsprachen (unter „Wettbewerbe“)


DIE WELT

Geschichte – Papyrus-Forschung

Die Geschichte der Christen muss umgeschrieben werden, sagt diese Forscherin

Die Kirchenväter behaupteten, dass die ersten Christen für den Glauben lebten. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, sagt die Historikerin Sabine Huebner. Sie hat 65 Schriftstücke aus einer Sammlung neu ausgewertet. Ein Papyrus offenbart Erstaunliches.

Nicht alle frühen Christen waren so weltabgewandt wie häufig angenommen. Das schließt Sabine Huebner, Althistorikerin an der Universität Basel, aus jetzt neu ausgewerteten Dokumenten. Sie hat einen Papyrus aus dem frühen dritten Jahrhundert eindeutig als ältesten bekannten christlichen Privatbrief identifiziert; er stammt aus Ägypten.

Die Forscherin kommt in ihrem gerade erschienenen neuen Buch „Papyri and the Social World of the New Testament“ zum Schluss: „Die ersten Christen nahmen durchaus am politischen Leben teil, sie reisten und sie besaßen Ländereien.“

Weiterlesen: https://www.welt.de/geschichte/article196784581/Papyrus-Forschung-So-weltlich-waren-die-fruehen-Christen-wirklich.html


Interview mit unserem Humanismus-Preisträger von 2014 (Kongress Innsbruck)

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

...In der Schule mussten Sie sich im Altgriechisch-Unterricht mit Homer beschäftigen. Damals haben Sie sich mehr aufs Schwindeln vorbereitet, als zu lernen. Das passt gar nicht in das Bild des souveränen Herrn Köhlmeier.

Köhlmeier: Souverän? Ich? Nein! Ich bin noch immer der Meinung, ohne zu schwindeln kann man den Homer nicht übersetzen. Eine Sprache, die fast so viele Ausnahmen wie Regeln kennt. Und was heißt Schwindeln bei einer Schularbeit, bei der verlangt wird, eine Stelle aus dem Homer zu übersetzen? Zu wissen, wie man die Stelle im Schmierer findet. Also muss man den Homer wenigstens auf Deutsch gelesen haben. Hab’ ich. Und er hat mir gefallen! Wenn ich diesen Sound höre, den Hexameter, da schlägt mein Herz mit ...

Das ganze Interview, in dem aktuelle Vorgänge die Hauptrolle spielen:
https://www.tt.com/lebensart/freizeit/15938209/ich-verachte-diesen-menschen-michael-koehlmeier-im-interview


Frankfurter Allgemeine

zu einer Ausstellung in der Getty-Villa und zu Vulkanen am Golf von Neapel:

Von Göttern, Ausgräbern und Millionären

Herculaneum liegt jetzt am Pazifik: Die Getty Villa in Kalifornien stellt die Geschichte der Villa dei Papiri in Herculaneum aus. Zu sehen sind Stücke, die erst in dieser konzentrierten Präsentation ihren Rang erkennen lassen.

War das der Hausherr? Dieser feinfrisierte Mann mit den markanten Gesichtszügen, der uns gleich hinter der Tür zur Ausstellung über die Villa dei Papiri begegnet? Seine Bronzebüste ist zweitausend Jahre alt, und dass sie den römischen Konsul Lucius Calpurnius Piso Caesoninus Pontifex darstellt, weiß man dank der Ähnlichkeit dieses Porträtbildnisses mit einer im norditalienischen Vellaia erhaltenen lebensgroßen Marmorstatue, die mit seinem Namen bezeichnet ist. Doch ob Piso Pontifex tatsächlich in der Villa gelebt hat, weiß man nicht. Dass man von ihm in der Ausstellung als Hausherrn spricht, ist das Resultat eines Indizienbeweises.

WEITERLESEN: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/getty-villa-zeigt-geschichte-der-villa-dei-papiri-16319393.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2


Frankfurter Allgemeine

Auf schnellstem Weg ins Freie

Am Golf von Neapel brodelt es in der Erde. Geologen können nun mit Hilfe eines verfeinerten Modells voraussagen, wo das Magma aus der Erdoberfläche treten wird.

Obwohl in den vergangenen Jahren bei der Vorhersage von Vulkanausbrüchen einige Erfolge erzielt worden sind, bereiten verlässliche Prognosen über künftige Eruptionen den Vulkanforschern immer noch erhebliche Schwierigkeiten. Eine Vorhersage hat nämlich nur dann Sinn, wenn außer dem Zeitpunkt einer bevorstehenden Eruption auch der Ort, an dem Lava oder vulkanische Gase und Asche austreten, bestimmt werden kann. Die räumliche Vorhersage ist dabei ungleich schwieriger abzuschätzen als der Zeitpunkt einer künftigen Eruption.

Eine deutsch-italienische Forschergruppe hat nun ein verbessertes Modell entwickelt, das es ihr erlaubt, vorherzusagen, wohin bei einem bevorstehenden Ausbruch das Magma fließt und an welchen Stellen es an die Erdoberfläche gelangt. Ihr Verfahren basiert auf den physikalischen Vorgängen im Inneren eines Feuerbergs und auf statistischen Modellen über die räumliche Verteilung vorhandener Krater. Bisherige Prognosen über den Ort eines neuen Schlots beruhen vor allem auf statistischen Berechnungen.

Weiterlesen: https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/vulkanismus-auf-schnellstem-weg-ins-freie-16319829.html


Ein Rückblick auf eine Medea-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen:

DONAUKURIER

Antiker Mythos als Thriller von heute

Herausragend: Simon Stones moderne Version von Cherubinis Ehetragödie "Médée"

Salzburg (DK) Welch eine großartige Aufführung. Welch eine rasante musikalische Wiedergabe. Vor allem jedoch: Welch eine hinreißende Interpretation der Titelpartie durch die russische Sopranistin Elena Stikhina, die - wie Anna Netrebko 2015 und Asmik Grigorian im letzten Jahr als Salome - von Salzburg aus nun zu ihrer Weltkarriere durchstarten und mit weiteren Angeboten der renommiertesten Opernhäuser überhäuft wird.

Eine atemberaubende Stimme und eine Bühnenpräsenz, die elektrisiert.

Wer Opern mit Sagen aus der griechisch-antiken Mythologie altbacken findet und darüber die Nase rümpft, dem zeigt der Regisseur Simon Stone bei dieser Neuinszenierung, wie spannend Luigi Cherubinis Oper "Médée" aus dem Jahre 1797 sein kann, wenn sie so flippig und hochdramatisch auf unsere Zeit übertragen wird. Zur turbulenten Ouvertüre ein Video einer ach so heilen Familie: ein cooles junges Paar mit zwei netten kleinen Kindern. Verliebt und glücklich die Eltern, ein Herz und eine Seele die Buben. Médée und Jason mit ihren zwei Söhnen. Eine Familie wie aus dem Homestory-Journal. Nicht kitschig, aber durchaus anrührend.

Dass Médée, die Tochter des kolchischen Königs, mit ihren Zauberkünsten dem Abenteurer Jason geholfen hat, das sagenumwobene und mit der Aura von unumschränkter Macht versehene Goldene Vlies nach Griechenland zu bringen, mag dabei freilich nur Altphilologen und Absolventen Humanistischer Gymnasien interessieren, obwohl es hier im Gesang natürlich thematisiert wird. Dann Vorhang auf:

WEITERLESEN: https://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Antiker-Mythos-als-Thriller-von-heute;art598,4271727


AUDIATUR ONLINE

Gelände um „Abdruck“ der Maria abgebrannt

Genau auf halber Strecke zwischen Jerusalem und Bethlehem, beim Griechisch Orthodoxen Mar-Elias-Kloster, gibt es eine kaum bekannte Heilige Stätte. Auf Griechisch heisst sie „Kathisma“. Inmitten der Überreste einer oktogonalen Kirche aus dem 3. Jahrhundert gibt dort einen Felsen, auf dem die hochschwangere Maria auf dem Weg nach Bethlehem „geruht“ haben soll. Wie in Jerusalem üblich, ist dabei der Felsen zurückgewichen, sodass der Abdruck der sitzenden Maria für alle Ewigkeit erhalten geblieben ist. Genauso haben Jesus und Mohammad bei ihrer Himmelfahrt ihre „Spuren“ hinterlassen.

Für die Kathisma gibt es eine schriftliche Quelle im Protoevangelium des Jakobus aus dem 2. Jahrhundert n.Chr.: „Und als sie den halben Weg gegangen waren, sagte Maria zu Josef: Lass mich von der Eselin absteigen, denn das Kind drückt mich und will herauskommen. Da half er ihr von der Eselin herunter.“ Aufgrund dieser Episode wird das Gelände Kathisma (griechisch „Niedersitzen“) genannt. [...]

(Anmerkung der Newsletter-Redaktion: Es geht unter anderem auch um etwas vernachlässigte antike Mosaiken.)

Eine israelische Archäologin legt 2017 die Mosaiken frei. Foto U. Sahm

Den ganzen Bericht lesen: https://www.audiatur-online.ch/2019/08/19/gelaende-um-abdruck-der-maria-abgebrannt


Interview im DEUTSCHLANDFUNK

[Auftakt zu einer Welle durch die Medien, wie sie zu Beginn des Newsletters erwähnt wird. Zum Thema nimmt der DAV auch in einer Pressemeldung Stellung, da Prof. Dr. Gerhards als Publizierender hier in Sachen Wissenschaftlichkeit dazu herausfordert.]

Diskussion um „tote Sprache“: „Es macht wenig Sinn, heute noch Latein zu lernen“

Heute noch Latein zu lernen, sei Zeitverschwendung, sagte Jürgen Gerhards, Mitautor einer Studie über den Nutzen von Lateinunterricht, im Dlf. Man könne seine begrenzte Lernzeit gewinnbringender einsetzen – mit dem Erlernen lebender Sprachen, die durch die Globalisierung immer wichtiger würden.

Jürgen Gerhards im Gespräch mit Thekla Jahn

Das Interview lesen: https://www.deutschlandfunk.de/diskussion-um-tote-sprache-es-macht-wenig-sinn-heute-noch.680.de.html?dram:article_id=457388

Antigone-Adaption von Bodo Wartke: Buch verfügbar

Das Hamburger Büro des Mehrspartenkünstlers Bodo Wartke lässt Wissen, dass nicht nur der Text zum bekannten in Alltagssprache gefassten heiter-ernsten Ein-Mann-Stück Ödipus, sondern auch derjenige der aktuellen Bearbeitung des Stoffs der Antigone jetzt als Taschenbuch erhältlich ist (siehe neue Publikationen). Das Video zu Antigone befindet sich im Schnitt und wird in etwa zwei Monaten auf den Markt kommen.


Zur FIEC-Resolution, die Aufnahme von Latein und Altgriechisch ins UNESCO-Welterbe zu befördern:

http://fiecnet.blogspot.com/


Bericht vom 15. Kongress der FIEC in London

Vom 4. bis 8. Juli 2019 fand in London der 15. Kongress der FIEC statt. FIEC ist die Abkürzung für ‚Fédération internationale des associations d'études classiques‘, den Dachverband der altertumswissenschaftlichen Gesellschaften und Institutionen, 66 nationale und 15 internationale. Gegründet wurde FIEC nach dem 2. Weltkrieg, um die internationalen Kontakte in den Altertumswissenschaften wiederzubeleben und zu fördern. FIEC unterstützt z. B. jetzt eine Initiative, Altgriechisch und Latein zum immateriellen Weltkulturerbe erklären zu lassen (Mehr auf: fiecnet.org und http://fiecnet.blogspot.com/).

Die Londoner Gastgeber, vor allem das Institute for Classical Studies, hatten die Organisation in Händen und hatten dafür gesorgt, dass gleichzeitig die Jahrestagung der Classical Association stattfand. Eingebunden waren auch die Society for the Promotion of Hellenic Studies und die Society for the Promotion of Roman Studies. Das bedeutete noch mehr logistischen Aufwand, sorgte aber auch für einen lebhaften Zuspruch gerade aus Großbritannien. Ich schätze, dass etwa 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den sommerlich-sonnigen Tagen die Hörsäle im Stadtteil Bloomsbury den nahegelegenen Parks und Attraktionen vorzogen.

Die Vorträge des wissenschaftlichen Programms waren in thematischen Panels organisiert, um die sich die Beiträger im Kollektiv hatten bewerben müssen. Dass ‚all-male‘-Gruppen ausdrücklich ausgeschlossen waren, hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt und erwies sich letztlich auch als Reklame.

In bis zu 12 Parallelveranstaltungen konnte man sich in allen Bereichen der Classics informieren, von der Klassischen und Provinzialarchäologie über die antike Philosophie, die Philologien und, ein eindeutiger Trend in den letzten Jahren, in der lateinischen und griechischen Spätantike, bis zur Rezeptionsgeschichte.

Eingeleitet wurde das Programm mit einer Podiumsdiskussion ‚Classics in the 21st century‘, und unterbrochen von je zwei Plenarvorträgen am Tag. Im Podiumsgespräch wurde thematisiert, wie man postkoloniale Überheblichkeit bei der Erforschung und Vermittlung der antiken Kulturen vermeiden könne. Nicht ganz ohne Ironie war es, dass diese Diskussion nahezu ausschließlich um die anglophone Welt kreiste und natürlich in rasantem Sprechtempo auf Englisch geführt wurde. Zwei der Vorträge möchte ich kurz erwähnen: Jonas Grethlein (Heidelberg), der über ‚Metalepsis in Ancient Greek Literature and Criticism? The Limits of Narratology in Classics’ sprach und zu grundsätzlichen methodischen Fragen Stellung nahm, und Ida Östenberg (Göteborg) mit ihrem Beitrag ‚Dulce et decorum. Dying for the fatherland (or not) in ancient Rome’. Frau Östenberg deutete Horaz’ Römerode (c. 3.2) im Lichte der historischen Praxis, mit der im republikanischen Rom der Kriegsgefallenen gedacht wurde.

Im Rahmenprogramm konnte man eine Bootsfahrt auf der Themse machen (einschließlich Sonnenbrand), einer Vorführung rekonstrukierter Stummfilme mit Antikenbezug und Lifemusik beiwohnen und vor allem, was bei Tagungen mindestens so wichtig wie das Programm ist, neue Kontakte knüpfen und alte auffrischen.

Neue Präsidentin der FIEC ist jetzt, nach Franco Montanari, Gunhild Vidén (Göteborg). Eine der Vizepräsidentinnen, Marta Irigoyen, lädt zur nächsten Tagung ein, die, nach einer Satzungsänderung, nicht erst in fünf, sondern schon in drei Jahren 2022 in Mexiko City stattfinden wird.

Christiane Reitz, Rostock             E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Für Themen zum Ägypten der Antike ist SELKETS Blog inzwischen fast schon ein ständiger Begleiter des DAV-Newsletters:

Griechisch-römisches Senatsgebäude in Pelusium entdeckt

Ein riesiges Gebäude, das in griechisch-römischer Zeit wahrscheinlich als Senat genutzt wurde, ist in Pelusium, Nord Sinai entdeckt worden.

Das 2500 qm große Gebäude wurde von ägyptischen und polnischen Archäologen vom Institut für Archäologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften gefunden. Das riesige rechteckige Gebäude aus Ziegeln und Kalkstein konnte von einem Haupttor an der Ostseite betreten werden. Im Inneren war der Senat wie ein halbrundes Amphitheater mit Rundbänken aus rotem Backstein und Marmor aufgebaut.

WEITERLESEN: https://blog.selket.de/aus-der-archaeologie/griechisch-roemisches-senatsgebaeude-in-pelusium-entdeckt#more-15104

Ein Tip: Die österreichische ARGE Archäologie veranstaltet regelmäßig interessante Grabungen und Studienreisen, aber auch andere Veranstaltungen.

Weiterlesen: https://www.arge-archaeologie.at/

Zum Programm: https://www.arge-archaeologie.at/programm-2019/

als aktuelles Beispiel eine Wanderreise durch Lykien:

https://www.arge-archaeologie.at/programm-2019/archäologie-wandern-lykien/


Multinationales Projekt: Ein kostenloser Online-Kurs zu den antiken Städten:

Auf der DAV-Website haben wir schon darauf hingewiesen. Hier noch einmal das pdf-Dokument mit allen Erläuterungen. Beginn des Kurses ist der 12. September.

https://www.altphilologenverband.de/images/stories/dav/Flyer_MOOC_deutsch_Final.pdf

EINLADUNG

Im Zentrum der Macht: Forum Romanum

15. Potsdamer Lateintag an der Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee

01.10.2019, 9.15-14.15 Uhr

Anmeldung: ab Montag, 12. August, bis Freitag, 20. September 2019

Anmeldungen erbeten ausschließlich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm:

https://www.uni-potsdam.de/fileadmin01/projects/klassphil/Veranstaltungen/Potsdamer_Lateintage/15._LT/Programm_PLT2019.pdf


Landestag des Niedersächsischen Altphilologenverbandes

Der diesjährige Landestag des NAV findet am 20. September 2019 im Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg statt. Den Festvortrag am Vormittag hält Prof. Dr. Christine Schmitz (Münster); das Thema lautet:

  • Aeneas: Flüchtling – Held – Stammvater – Mensch.

Mögliche Lektüren von Vergils Aeneis Die Themen der Arbeitskreise am Nachmittag (14.00–17.00 Uhr in drei Runden) lauten:

  • Mündliche Abiturprüfungen (Wieland Richter)
  • Gesprächskreis »Zentralabitur Griechisch« (Stefan Gieseke)
  • Griechisch-AG (Christian Löhr)
  • Mittelalterliche Anfangslektüre (Dr. Dorit Funke)
  • Sprachbildung im Lateinunterricht – Impulse für die Praxis (Prof. Dr. Peter Kuhlmann)
  • Die römische Satire am Beispiel von Petron und Apuleius unter Berücksichtigung moderner Literaturtheorien (Ina Tebben / Dr. Friedgar Löbker)
  • Latein-Entdecker-Tag (Anna-Charlotte Vehling)
  • Digitales Arbeiten mit Navigium (Philipp Niederau)
  • Placetne cum discipulis Latine loqui? (Christian Löhr)
  • Augusteische Dichtung (Dr. Michael Lobe)
  • Konflikt und Streitgespräch. Textpassagen der Leitthemen 3 und 15 (Stefan Gieseke) [Es handelt sich vermutlich um zwei Leitthemen des Griechisch-KC.]
  • Digitales (N. N.)
  • Angebote des Museum August Kestner (Hannover) für Lateinschüler (Stefanie Abraham)
  • Livius-Lektüre für die E-Phase (Dr. Frank Wittchow)
  • Plinius’ Briefe im Lateinunterricht (Dr. Matthias Hengelbrock)
  • Latine loqui und dessen Funktion für das Textverstehen (Dr. Ulrike Bethlehem)
  • Gesprächskreis »Mythologia«: Vokabeltraining mit der Mythologia-App (Clemens Liedtke)
  • Den Römern begegnen: Konzept für eine Mini-Studienfahrt nach Trier mit Lateinlernern der Sek. I (Wieland Richter)

Die Veranstaltung beginnt vormittags um 10.15 Uhr. Das Kongressbüro ist ab 9.30 Uhr geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Lediglich am Landestag selbst müssen Sie sich im Kongressbüro anmelden, wobei NAV-Mitglieder von der Entrichtung eines Eintrittsgeldes ausgeschlossen sind, während Nichtmitglieder 25,– Euro zahlen oder zu Mitgliedern mutieren dürfen. In jedem Fall erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Weitere Informationen finden Sie auf https://www.navonline.de und https://www.c-a-g.de (Internetauftritt des Clemens-AugustGymnasiums, Bahnhofstraße 53, 49661 Cloppenburg).

Soziologen der FU Berlin greifen auf wissenschaftlich brüchiger Basis die Klassischen Sprachen an, vermischen Reflexionssprachen mit Kommunikationssprachen und begeben sich  neben einem gewissen ideologischen Anstrich zusätzlich in die Nützlichkeitsfalle. Der Tagesspiegel lässt sie sogar selbst einen Text verfassen, der hier stellvertretend für das breite und teilweise unkritische mediale Aufgreifen stehen soll (anders im Herangehen das DLF-Interview unter der Rubrik "Rundfunk"). Die Analyse durch Kipf et al. folgt direkt im Anschluss.

Aus dem "Tagesspiegel":

Mythen um Latein als Schulfach: Falsche Versprechen einer alten Sprache

Latein ist kein Wundermittel, um logisches Denken zu schulen. Die Hochgebildeten aber halten am Mythos fest, um Privilegien zu sichern. Ein Forschungsbericht.

Jürgen Gerhards Tim Sawert Ulrich Kohler

In einer sich zunehmend globalisierenden Welt werden Fremdsprachenkenntnisse im Allgemeinen und die Beherrschung von Englisch im Besonderen immer bedeutsamer. Nur wer fremde Sprachen beherrscht, kann sich über die Länder- und Sprachgrenzen hinweg austauschen. Für Latein gilt allerdings, dass es sich um eine nicht mehr gesprochene Sprachen handelt und man entsprechend mit dem Erwerb des Lateinischen im Unterschied zum Erlernen moderner Sprachen den Kreis seiner Kommunikationspartner nicht vergrößern kann. ...

WEITERLESEN: https://www.tagesspiegel.de/wissen/mythen-um-latein-als-schulfach-falsche-versprechen-einer-alten-sprache/24975580.html


Stefan Kipf et. al.:

Fiktionalität in der Wissenschaft – Analyse einer Studie 

Die Publikation „Des Kaisers alte Kleider: Fiktion und Wirklichkeit des Nutzens von Lateinkenntnissen“, die in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 71 (2) 2019, 309-326 erschienen ist und erstaunlicherweise ein beachtliches mediales Echo ausgelöst hat, beschäftigt sich mit den Transfereffekten, die Eltern dem Lateinunterricht in Zeiten der Globalisierung zuschreiben. 

Falsche Zahlen als Grundlage 

Der Studie liegt die Feststellung zugrunde, dass „[o]bwohl Latein eine nicht mehr gesprochene Sprache ist und ihr deswegen kein kommunikativer Nutzen zukommt, […] die Anzahl der Latein als Schulfach wählenden Schüler im Zeitverlauf angestiegen“ sei (309). Auf dieser Aussage basiert auch das übergeordnete, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Die Wahl von Latein und Altgriechisch als schulische Fremdsprachen: Eine Distinktionsstrategie der oberen sozialen Klassen?“1, das an der Freien Universität Berlin angesiedelt ist, aber im Beitrag nicht explizit genannt wird. Doch wie kommen die Forscher zu der Angabe, dass sich der Anteil Latein lernender Schüler an Gymnasien von im Jahr 1999 ca. 26% auf ca. 31% im Jahr 2017 leicht erhöht habe (311) oder der Anteil der Alt-Griechisch lernenden Schüler über diesen Zeitraum bei 0,5 % stagniere (Fußnote 1, 312)? Im Gegensatz zu dieser Darstellung beklagen die Vertreter dieser Fächer seit dem Schuljahr 2008/09 einen kontinuierlichen Rückgang der absoluten und relativen Schülerzahlen (Behrendt & Korn 2016), wobei der Anteil der Lateinschüler an den Gymnasien zuletzt (Schuljahr 2016/17) bei 26,12% lag (Beyer et al. 2017, 13). Die absoluten Zahlen auch aus dem folgenden Schuljahr (611.507 im Jahr 2017/18 zu 632.056 im Jahr 2016/17)2 bestätigen diesen anhaltenden Trend. Eine ohne Aufwand falsifizierbare Aussage legitimiert also ein breitangelegtes Forschungsvorhaben! 

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

willkommen zu den Spätsommernachrichten 2019 beim Deutschen Altphilologenverband!

Zunächst ein Erwähnung in eigener Sache: Ein Trio um den Soziologen Prof. Dr. Jürgen Gerhards (FU) ist mit einer polemisch eingefärbten medialen Aktion gegen den Unterricht in den Klassischen Sprachen und hier vornehmlich gegen Latein auf wissenschaftlich wenig seriöser Grundlage sowohl, was die eigene vorgestellte Studie als auch, was die ebenfalls herangezogene Studie von Haag & Stern von 2003 betrifft, welche sich bereits bald nach ihrem Erscheinen unter anderem als methodisch sehr problematisch herausgestellt hat, an de Öffentlichkeit getreten. Prof. Dr. Stefan Kipf et al. haben die Schwächen der soziologischen Studie aufgedeckt, welche, dies sei hier angemerkt, mit DFG-Mitteln gefördert wurde. Genaueres lesen Sie gleich zum Beginn des inhaltlichen Teils unter „Sondernachricht“.

Eine für manche von uns neue Entdeckung ist die Webpräsenz Audiatur-online aus Zürich, die – mit Schwerpunkt auf jüdisch-christlicher Fokussierung – aus dem israelisch-palästinensischen Raum auch Themen zur Antike aufgreift. Aus dieser Quelle gibt es in diesem Newsletter einen Bericht zu einer archäologischen Stätte nahe Bethlehem.

Zum nämlichen Themenfeld ist an dieser Stelle auch die ARGE Archäologie aus Österreich zu erwähnen, auf deren Newsletter wir verweisen. Ebenfalls aus Österreich: Die Tiroler Tageszeitung brachte ein Interview mit unserem Humanismuspreisträger von 2014 Michael Köhlmeier.

Es gibt Fragen zur Vulgata aus der Perspektive des Lateinlernens wie aus der der Authentizität. Eine „Vulgata“ im Sinne einer Volksausgabe gibt es von Bodo Wartke nach seiner erfolgreichen „Ödition“ nun auch zu Antigone (siehe Bucherscheinungen). Ebenso bekommt die von Rick Riordan fürs breitere Publikum geschriebene und auf der antiken Mythologie fußende Jugendbuchserie mit der literarischen Figur Percy Jackson eine neue Folge. Überhaupt beschäftigt viele die Antikenrezeption mit den Augen unserer Zeit, manche auch, was daraus entsteht: Letzteres dokumentiert zum Beispiel das neue Buch von Prof. Dr. Thomas Wilke über den Filmhelden Spartacus im Spannungsfeld zwischen historischer Verbürgtheit, wahrscheinlichen Denkmustern in der späten römischen Republik und gängigen Erwartungshorizonten unserer heutigen Gesellschaft hinsichtlich der Adaption des Themenfeldes.

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Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters
Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich

Propylaeum, der Fachinformationsdienst für Altertumswissenschaften, bietet mittlerweile das vollständige Archiv des Forum Classicum als eJournal im Open Access an. Ergänzt wird dieses Angebot, das von der Universitätsbibliothek Heidelberg betreut wird, durch die zusätzliche Bereitstellung der im Forum Classicum enthaltenen Rezensionen im Propylaeum-Dienst recensio.antiquitatis

Dort sind sie mit den besprochenen Schriften verknüpft und mit allen anderen Rezensionen gemeinsam durchsuchbar. Der Zugriff auf die PDF-Datei erfolgt dann direkt über das E-Journal.

Die von 1958 bis 1996 in 39 Jahrgängen erschienenen Ausgaben des Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologenverbandes sind weiterhin über die "Heidelberger historischen Bestände - digital" online verfügbar.

Links:

fc 2019 nl teaser

Im aktuellen Heft des Forum Classicum ist es beim Setzen des Rezensionsteils versehentlich zu einem Verschnitt der Rezensionen von Herrn Prof. Dr. Schaffenrath, Herrn Dr. Schmude und Herrn Prof. Dr. Wissemann gekommen. Diese drei Rezensionen werden daher im kommenden Heft korrekt abgedruckt werden.

Die Redaktion des Forum Classicum bittet, diesen technischen Fehler zu entschuldigen.

Prof. Dr. Markus Schauer (Verantwortlicher Schriftleiter)

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,

diese Sonderausgabe des DAV-Newsletters widmet sich aus gegebenem Anlass der Zeitschrift Forum Classicum: Der Schriftleiter Prof. Dr. Markus Schauer informiert über ein wichtiges Corrigendum der aktuellen Ausgabe FC 19.2. Hinweisen möchten wir weiterhin darauf, dass das FC mittlerweile vollständig als Archivangebot der Propylaeum-eJournals (via UB Heidelberg) verfügbar ist.

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Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich

pegasus 2018 teaser

Die aktuelle Ausgabe für den Jahrgang 2018 der Fachzeitschrift für Didaktik und Methodik der Fächer Latein und Griechisch ist erschienen - u.a. mit diesen Beiträgen:

  • Design-orientierte Forschung: Sprachbildung im Lateinunterricht– Theorie praxisnah! 
  • Ein Mythos als Brücke zum Verständnis der DDR Vergangenheit. Ovids „Dädalus und Ikarus” und Wolf Biermanns „Ballade vom Preußischen Ikarus”
  • Réception de la littérature grecque ou latineen classe de langues anciennes:la question de la traduction-interprétation
  • Die Grabplatte des John Rudyng oder wie ein misshandeltes Denkmal in alter Pracht ersteht 
  • Antike als Vorbild und Gegensatz: Wertekonflikte und die kritische Auseinandersetzungmit der antiken Kultur im Lateinunterricht 
  • Carmina Morte Carent – Josef Eberle im Lateinunterricht

http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de

Unser Metier im italienischen Bezahlfernsehen:

Der Anbeginn Roms: Sky produziert ehrgeiziges "Romulus" in Latein

Fr, 31.05.2019 von N. Sälzle
Sky Italia arbeitet derzeit an der zehnteiligen Serie "Romulus" über die Gründung Roms und die Erschaffung einer Macht im Westen.

Als ehrgeizig kann man Romulus durchaus beschreiben. Sky Italia begibt sich mit der Serie in das achte Jahrhundert vor Christus zurück, als die Stadt Rom erbaut wurde. 10 Episoden umfasst dieser Ausflug in die Geschichte, der auf über 700 Stuntleute und Tausende von Statisten zurückgreifen will, die die Nachbildungen historischer Örtlichkeiten bevölkern sollen. Wer in der Schule Latein gelernt hat, kann davon außerdem endlich mal Gebrauch machen. Die Serie wird demnach in Latein gedreht!

Weiterlesen: https://www.moviejones.de/news/news-der-anbeginn-roms-sky-produziert-ehrgeiziges-romulus-in-latein_36156.html


 

POLIZEI KONSTANZ (via Twitter)

Mathe-Abiprüfung am Freitag zu schwer gewesen? Heute wird Latein geschrieben. Wir haben da mal was vorbereitet und wünschen allen (Leid)Geprüften viel Glück!  Per aspera ad astra!

dav nl twitter

Drei erste Sieger beim Sprachenfest in Dachau

Teams aus Hessen, Niedersachsen und Madrid siegen beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Die Teams der Kopernikusschule in Freigericht-Somborn (Hessen), des Gymnasiums Großburgwedel (Niedersachsen) und der Deutschen Schule Madrid teilen sich den Sieg beim 28. Sprachenfest des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen. Beim Finale in Dachau überzeugten die drei Schülergruppen die Jury mit ihren englisch- bzw. mehrsprachigen Beiträgen.

Über 1.300 Teams mit mehr als 7.000 Schülern aller Schulformen aus ganz Deutschland sowie den deutschen Auslandsschulen hatten sich 2019 am Wettbewerb beteiligt und fremdsprachige Theaterstücke, Filme und Hörspiele eingereicht. Beim Sprachenfest präsentierten die 35 besten Teams die Beiträge, mit denen sie sich in der Landesrunde durchsetzten. Als Sprachen waren Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Latein vertreten – einige Beiträge waren sogar mehrsprachig. Die Darbietungen wurden von eine Expertenjury bewertet.

Bei der Siegerehrung durch den bayerischen Kultusminister Michael Piazolo wurden in München die besten Teams ausgezeichnet. Dabei teilen sich die Teams von der Kopernikusschule in Freigericht-Somborn (Hessen), dem Gymnasium Großburgwedel (Niedersachsen) und der Deutschen Schule Madrid den ersten Platz. Die drei Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 8 von der Kopernikusschule siegten mit dem Videobeitrag „Form the bin to Tanzania“, der vom zweiten Leben aussortierter Schuhe im ostafrikanischen Tansania handelt. …

Weiterlesen (und Teilnahme für nächstes Schuljahr anbahnen):

https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/newsarchiv-bwfs/2019-06-05-sprachenfest-sieger2019

Das diesjährige Sprachenturnier findet vom 18. bis 21. September in Papenburg statt!


 

CERTAMEN CICERONIANUM ARPINAS

Die Preisträger des renommierten und beliebten Cicero-Wettbewerbes in Arpino:

Tutti i vincitori del XXXIX Certamen Ciceronianum

Leonardo MONNI del Liceo Classico “Tacito” di Roma ha vinto la XXXIX edizione del Certamen Ciceronianum Arpinas.

1) Leonardo MONNI del Liceo Classico “Tacito” di Roma

2) Stefano COSTA del Liceo Classico “Ernesto Cairoli” di Varese

3) Emanuele CRESCA del Liceo Classico "Aristofane" di Roma

4) Ferdinand DABITZ dell’ Evangelisches Gymnasium zum Grauen Kloster di Berlino (Germania)

5) Davide IENGO del Liceo Classico “Gabriele D’Annunzio” di Pescara

6) Riccardo PANZA del Liceo Classico “T.Tasso” di Roma

7) Jan WEBER del Friderico-Francisceum Gymnasium di Bad Doberan Germania)

8) Michele PECORARI del Liceo Classico “Muratori – San Carlo” di Modena

9) Gabriele GIANNECCHINI del Liceo Classico “N. Machiavelli” di Lucca

10) Ignacio MARTINEZ LEANDRO del I.E.S. “Alfonso X el Sabio” di Murcia (Spagna)

Menzioni Onorevoli

1) Mario LOTTI del Liceo Classico “Marzolla – Simone - Durano” di Brindisi

2) Benjamin DETRY del Collège Notre-Dame de la Paix di Erpent (Belgio)

3) Victor SERA del Liceul de Informatică ”Tiberiu Popoviciu” di Cluj-Napoca (Romania)

3) Milan STOJILOVIC del Filoloska Gimnazija di Belgrado (Serbia)

https://www.certamenciceronianum.it/it/142--sp-336/510-tutti-i-vincitori-del-xxxix-certamen-ciceronianum.html

Der Wettbewerb in Bildern

https://www.certamenciceronianum.it/it/il-certamen/le-foto/category/26-presentazione-certamen-2019.html

Die Teilnehmer 2019

https://www.certamenciceronianum.it/it/edizione-2019/partecipanti-2019.html

Wiener Festwochen: Klassische Tragödie live

Orest in Mossul“: Milo Raus richtungsweisende Theaterarbeit.

Beschreibung dazu in der Tiroler Tageszeitung:

https://www.tt.com/kultur/buehne/15726775/wiener-festwochen-klassische-tragoedie-live


Nach Gebrauch spülen: "Bacantes" von Marlene Monteiro Freitas

Alt, aber gut: "Bacantes – Prelúdio para uma Purga" begeisterte im Wiener Volkstheater

In der Schlussszene sagt Großvater Kadmos: "Zum Ordnen blieb bei all dem Suchen nicht die Zeit." Was geordnet hätte werden sollen? Die Körperteile des zuvor von Thebens Frauen bei lebendigem Leib zerrissenen Herrschers Pentheus. Rund 2.420 Jahre nach der Uraufführung von Euripides' Tragödie Die Bakchen hat die Choreografin Marlene Monteiro Freitas diesem Drama den Rest gegeben.

Jetzt konnte auch das Festwochenpublikum im Volkstheater die Zerreißung des Theaterhits der Antike miterleben. Freitas nennt ihre postdramatische Großleistung Bacantes – Prelúdio para uma Purga. Die auf den Kapverden geborene portugiesische Künstlerin hat das wohlgeformte Drama mit bakchischem Furor zerstückelt und sich danach die Zeit genommen, aus den Bestandteilen eine karnevaleske Orgie zu zaubern. Dabei nahm sie den Begriff Karneval, der auf das lateinische "carnem levare" ("das Fleisch wegnehmen") zurückgeht, offensichtlich ganz wörtlich.

Weiter im Internet: https://www.derstandard.de/story/2000103428103/nach-gebrauch-spuelen-bacantes-von-marlene-monteiro-freitas

Im Gipfelgespräch mit Ovid (& Co.)

Michael von Albrecht hat seine gesammelten Beiträge zur deutschsprachigen Antikerezeption zusammengeführt

Was angehende Latinisten mehrerer Generationen den Büchern Michael von Albrechts verdanken, wird vielen von ihnen vermutlich während des Studiums nie recht bewusst gewesen sein. Manchmal offenbart es sich – wie im vorliegenden Fall – auch erst rückwirkend, wenn eine Neuerscheinung die Erinnerung unvermutet in Gang setzt. Kurz vor einem Referat stehend, sieht man sich dann wieder die zwei voluminösen Bände der Geschichte der römischen Literatur. Von Andronicus bis Boethius aus dem Bibliotheksregal ziehen, um wenig später zu bemerken, dass auch das nächste Standardwerk der Wahl, die Meister römischer Prosa, den gleichen Verfassernamen tragen. Denkt man schließlich zurück an die umfangreichen Pensen, die aus Ovids Metamorphosen zu übersetzen waren, wird von Albrechts Verdienst erst recht augenfällig: Für jeden, der sich mit dieser verwandlungsfreudigen Weltgeschichte befasst hat, ist seine günstig bei Reclam erhältliche, äußerst gut zu lesende Prosaübertragung unentbehrlich geworden (aber offiziell natürlich zu nichts anderem diente als einem nachträglichen Abgleich mit dem eigenen Versuch).

Mehr lesen: https://literaturkritik.de/von-albrecht-antike-und-neuzeit-antike-und-deutsche-dichtung-im-gipfelgespraech-mit-ovid-co,25728.html

Michael von Albrecht: Antike und Neuzeit / Antike und deutsche Dichtung. Texte und Themen. Band 1.
Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2019.
231 Seiten , 24,00 EUR.
ISBN-13: 9783825369309


Vom selben Autor ebenfalls lesenswert, wenn auch schon 2014 erschienen (guter Querschnitt):

Michael von Albrecht: Ovids Metamorphosen. Texte, Themen, Illustrationen,

Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2014.
262 Seiten , 28,00 EUR.
ISBN-13: 9783825363208


Babrios, Fabeln.

Griechisch-deutsch, herausgegeben und übersetzt von Niklas Holzberg,
Sammlung Tusculum, Walther de Gruyter, Berlin-Boston, 2019

ISBN 978-3-11-062165-5  

230 Seiten, gebunden, Schutzumschlag, Lesebändchen, 39,95 €


Paolo Rumiz

Via Appia: Auf der Suche nach einer verlorenen Straße

(Transfer Bibliothek) Folio-Verlag Wien/Bozen 2019

336 Seiten; Preis: € 25,00; ISBN: 978-3-85256-774-7

Rezension: 

https://derstandard.at/2000101448185/Via-Appia-zu-Fuss-Eine-Million-Schritte-auf-der-Mutter

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/spuren-der-roemer-auf-der-suche-nach-dem-geheimen-italien-16138403.html

Originalausgabe:

Paolo Rumiz: APPIA, Milano 2016

Editore: Feltrinelli

Pagine: 360 p., ill. , Brossura

EAN: 9788807031908


Daniel Mendelsohn: Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich,

Siedler, München, 352 Seiten, 26,00 Euro, ISBN 978-3-8275-0063-2


Anna Kranzdorf: Ausleseinstrument, Denkschule und Muttersprache des Abendlandes. Debatten um den Lateinunterricht in Deutschland 1920-1980.
Berlin/München (De Gruyter/Oldenbourg) 2018


Gerhard Augst: „Der Bildungswortschatz“. Darstellung und Wörterverzeichnis.
Georg Olms Verlag, Hildesheim/Zürich/New York 2019.
220 S., br., 19,80 Euro.

ISBN: 9783487086187


Rezension:

Intention ist nicht mit Intension zu verwechseln

Von Wolfgang Krischke

-Aktualisiert am 11.06.2019-21:47

Die idiosynkratischen Narrative der Power-Holder im Lackmus-Test: Gerhard Augst kartiert den Bildungswortschatz und verrät, welches Medium den höchsten Ausstoß produziert. …

Artikel lesen (es geht viel um Latein und Griechisch): https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/buch-von-gerhard-augst-ueber-den-bildungswortschatz-16213716.html


 

Zum Bildungsdiskurs allgemein (mit dem, was Lehrkräfte nicht immer überall so laut sagen können, was aber immens wichtig ist, nebst Klarheiten zur Digitalisierung):

Jürgen Kaube: Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder? 
Berlin (Rowohlt) 2019, 335 Seiten, Preis: € 22,00.
ISBN: 978-3-7371-0053-3


Michael Winterhoff: Deutschland verdummt. Wie das Bildungssystem die Zukunft unserer Kinder verbaut,
Gütersloh 2019, 221 Seiten, Preis: € 20,00.                    
ISBN: 978-3-579-01468-5

Neue Presse Coburg

Nicht mehr mein Casi“

Petra Schneider, Architektin und Fraktionsvorsitzende der SPD im Coburger Stadtrat, ist enttäuscht, dass das Casimirianum nun nicht mehr zwingend Latein als erste Fremdsprache anbietet.
Coburg - In einem offenen Brief wirft sie Burkhardt Spachmann, den Schulleiter der altehrwürdigen Lateinschule, die Mitgliedschaft im Förderverein "Alumni et Amici Casimiriani" (AAC), vor die Füße. "Hiermit kündige ich zum nächstmöglichen Termin und bitte Sie, dies dem Vorstand zu übermitteln", schreibt die Stadträtin.

Petra Schneider bedauert, dass der Schritt, in Zukunft Englisch als gleichberechtigte erste Fremdsprache einzuführen, nie öffentliche diskutiert oder wenigstens mit Eltern und Ehemaligen abgestimmt worden wäre. "Das Gymnasium Casimirianum, das schon mein Vater und auch mein Sohn besucht haben (Leistungskurs Latein und Griechisch), ist nach dieser Entscheidung nicht mehr mein Casi", stellt Petra Schneider fest. Es unterscheide sich nun nicht mehr von anderen Gymnasien.

Latein von Anfang an als Rüstzeug fürs Leben wäre ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Schule gewesen. Sicher könne man das auch als Pflicht ansehen, "aber ich empfand es im Rückblick als richtig. Das mag in manchen Ohren althergebracht klingen, ich meine es aber genauso", stellt die Stadträtin fest.

Weiterlesen: https://www.np-coburg.de/region/coburg/Nicht-mehr-mein-Casi;art83420,6693287


NORDWESTZEITUNG (Bremen)

Jetzt auch auf Latein: „De musicis Bremensibus“

Thomas Kuzaj

Bremen Türkisch. Plattdeutsch. Japanisch. In allen möglichen Sprachen gibt es das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten mittlerweile schon zu lesen. Allein der Bremer Verlag Edition Temmen hat seine von Janosch gezeichnete und erzählte Fassung des Märchens in etlichen Sprachen herausgebracht – ein Buch, das auch viele Bremen-Touristen aus aller Welt gern in der Hansestadt kaufen und als Andenken an ihren Besuch in die Heimat mitnehmen.

Nun kommt eine weitere Sprache hinzu: Latein. Nicht nur für Touristen aus Rom (und aus dem Vatikan), schließlich wird Latein ja in aller Welt gesprochen, auch in Bremen, der Stadt, die Esel, Hund, Katze und Hahn bekanntlich nie erreicht haben. Willkommener Anlass für die Veröffentlichung ist natürlich die 200-Jahr-Feier des weltbekannten Märchens in diesem Jahr.

Weiterlesen: https://www.nwzonline.de/bremen/bremen-sprache-jetzt-auch-auf-latein-de-musicis-bremensibus_a_50,4,4049112738.html


 

BLICK Aktuell (Schweiz):

Auf den Spuren der alten Römer

Lateinkurs des Bendorfer Gymnasiums auf literarischer Entdeckungsreise in der Ewigen Stadt

Bendorf. „Anderer Orten muss man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überschüttet.“ Diese Zeilen schrieb Johann Wolfgang von Goethe in sein Tagebuch, als er am 7. November 1786 in Rom weilte. Die Stimmung, die in diesen Worten anklingt, konnten auch die Schülerinnen und Schüler des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums (WRG) allzu gut nachempfinden, als sie eine Woche lang die Schönheit der italienischen Hauptstadt bestaunen durften.

Weiterlesen: https://www.blick-aktuell.de/Berichte/Auf-den-Spuren-der-alten-Roemer-396121.html


JOURNAL21 (Schweiz) - Jugend schreibt:

Ein Hoch auf Griechisch und Latein!

Von Elsa Nautsch, 10.05.2019

Die Beschäftigung mit den alten Sprachen scheint im Zeitalter der Digitalisierung unnütz und unnötig. Das Gegenteil ist der Fall.

Journal21.ch will die Jungen vermehrt zu Wort kommen lassen. In der neuen Rubrik „Jugend schreibt“ nehmen Schülerinnen und Schüler des Zürcher Realgymnasiums Rämibühl regelmässig Stellung zu aktuellen Themen.

Elsa Nautsch wurde im Jahr 2003 geboren und lebt in Zürich. Sie besucht das Realgymnasium Rämibühl im altsprachlichen Profil mit Latein und Altgriechisch. Sie ist Mitglied der AG Theater Rämibühl und interessiert sich für Geschichte und Literatur. Bei der "Erzählnacht 2016" gewann ihr Beitrag den Hauptpreis.

“Was, du hast Altgriechisch gewählt? Das ist doch vollkommen unnötig! Lern’ besser Business-Englisch, das bringt dir mehr.”

Solche Aussagen, gepaart mit irritierten Blicken, muss man heute in Kauf nehmen, wenn man Altgriechisch wählt. Und sie kommt immer wieder, diese verflixte Frage nach dem Nutzen. Alles muss heutzutage einen klar ersichtlichen Nutzen haben. Spanisch- oder Chinesisch-Kenntnisse seien nützlich, heisst es, weil man damit mit künftigen Geschäftspartnern florierende Deals abschliessen könnne, und auch angewandte Mathematikkenntnisse seien heutzutage in den Teppichetagen jeder Boni ausschüttenden Grossbank hochgeschätzt.

Nur die verflixten alten Sprachen bringen nichts.

Diese Einschätzung wird zunehmend auch bildungspolitisch gepusht. Das Gymnasium müsse sich weiter entwickeln und modernisiert werden. Im Rahmen von “Gymnasium 2022” sollen deshalb die Fächer im MINT Bereich – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – mehr Stunden bekommen und das Fach Informatik als Obligatorium im Obergymnasium eingeführt werden. In vielen Schulen wird bereits heute verlangt, dass die Schüler und Schülerinnen stets einen eigenen Laptop auf sich tragen. “Das ist wegen der Digitalisierung”, heisst es dann. Doch eines scheint nicht mehr Platz in dieser fortlaufenden Digitalisierung zu haben, die alles wie von Zauberhand richten soll: die alten Sprachen, die mittlerweilen in vielen Kantonen wie etwa Bern ganz abgeschafft werden. 

Im heutigen Zeitalter der Digitalisierung scheint das Altgriechisch ein Relikt aus vergangenen Zeiten zu sein: überflüssig und unnötig. Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil: Es fördert sogar Qualitäten, die angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen zunehmend wichtiger werden.

Weiterlesenhttps://www.journal21.ch/ein-hoch-auf-griechisch-und-latein


WESTERWALD-KURIER

Latein verbindet europaweit

Dass Latein mehr als eine tote Sprache ist, erlebten zwei Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 des Privaten Gymnasiums Marienstatt, die am 8. Mai gemeinsam mit ihrer Fachlehrerin nach Italien reisten, um dort am Certamen Ciceronianum teilzunehmen. Die gemeinsame Reise begann in den frühen Morgenstunden im Westerwald und endete gegen Nachmittag in Rom, wo die Marienstatter einen Tag damit verbrachten, die Kultur der alten Römer zu erfahren.

Weiterlesen: https://www.ww-kurier.de/artikel/79247-latein-verbindet-europaweit


OSTSEE-ZEITUNG:

Europaweit auf Platz 7: Doberaner Schüler beim Sprachwettbewerb

Jan Weber trat beim Wettbewerb Certamen Ciceronianum gegen Schüler aus zwölf Nationen an. Der Wettstreit fand in Italien statt. Der 17-Jährige besucht in Bad Doberan das Friderico Francisceum und erhält seit der 7. Klasse Latein-Unterricht sowie extra Stunden.

Bad Doberan

Wer Latein lernt, kommt an Marcus Tullius Cicero (106 bis 43 v. Chr.) nicht vorbei. Der römische Politiker, Anwalt, Schriftsteller, Philosoph und Redner verfasste etliche Schriften, die heute noch als Grundlage für den Latein-Unterricht dienen – eine Sprache der Literatur und der Wissenschaft, die heute als schwer zu erlernen gilt. Nicht jedoch für Jan Weber.

Weiterlesen: https://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Bad-Doberan/Doberaner-ist-besonders-fit-in-Latein

Siehe auch weiter unten: Veranstaltungen/Wettbewerbe


G/GESCHICHTE Juni 2019

Pompeji – Das Leben vor der Katastrophe

Inkompetenz, Korruption und Verfall — noch vor wenigen Jahren galt Pompeji geradezu als Sinnbild dafür. Viele Gebäude befanden sich in so katastrophalem Zustand, dass sie nicht mehr betreten werden durften. Weltberühmte Darstellungen wie der schwarze Wachhund mit der Warnung „Cave canem“ („Vorsicht vor dem Hund!“) verblassten zusehends. Das änderte sich ab 2013, als umfassende Restaurierungsarbeiten starteten. Für dieses sogenannte Große Projekt Pompeji stellten EU-Kommission und italienische Regierung 105 Millionen Euro bereit – viel Geld, das diesmal gut angelegt wurde, trotz der Machenschaften der lokalen Mafia, von denen immer wieder zu hören ist.

Die ruinierte Ruinenstadt hat seitdem zu neuem Glanz gefunden. Im Zuge des Projekts wurden unter anderem 32 Gebäude instand gesetzt und 17 777 Quadratmeter bemalte Oberflächen restauriert. Auch der schwarze Wachhund auf dem Bodenmosaik an der Türpforte fletscht wieder seine Zähne. Als Besucher kann man nun durch fast alle Straßen flanieren und wie durch eine Zeitmaschine ein Gefühl dafür entwickeln, wie sich das Leben vor 2000 Jahren dort abgespielt haben mag.

Auch die Wissenschaft profitiert von dem Großen Projekt Pompeji, das bis Ende 2018 lief. Acht neue Grabungsflächen haben die Archäologen seit dem Projektbeginn eröffnet und eine Fülle an neuen Detailerkenntnissen erworben. Es ist daher kein Zufall, dass in den vergangenen Jahren gleich mehrere spannende Bücher und Publikationen über Pompeji herauskamen. Wohl nirgendwo sonst ist die Antike lebendiger als dort.

Weiterlesen: https://www.g-geschichte.de/jahrgang-2019/pompeji-2/


FOCUS:

Protokoll des Mega-Ausbruchs: So verliefen die letzten Stunden von Pompeji

Wie erlebten die Menschen in Pompeji den schicksalhaften Tag, als der Vesuv ausbrach? Wie starben sie? Die Forschungen der Vulkanologen und Archäologen erlauben es nun, den Ablauf der Katastrophe detailliert nachzuzeichnen. Ein Stundenprotokoll des 24. und 25. Oktober aus dem Jahr 79 n. Chr.

Weiterlesen: https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/pompeji-stundenprotokoll-des-schicksalhaften-vulkanausbruchs_id_10787908.html


INFRANKEN.de:

Löst Wirtschaft Humanismus ab?

Die Politiker im Kreis-Kulturausschuss sind sich einig: Der wirtschaftswissenschaftliche Zweig soll am Forchheimer Herder-Gymnasium etabliert werden.

Weiterlesen: https://www.infranken.de/regional/artikel_fuer_gemeinden/loest-wirtschaft-humanismus-ab;art154303,4250419


IDEA SPEKTRUM (evangelisch, Bezahlartikel):

Pro & Kontra   Auf die alten Sprachen verzichten?

Hebräisch, Griechisch, Latein – angehende Pfarrer müssen im Studium alte Sprachen lernen, um mit biblischen Originaltexten arbeiten zu können. Doch welchen Wert haben die Sprachkenntnisse für die praktische Arbeit? Mancher sieht in den Sprachanforderungen auch ein Hindernis, um Pfarrernachwuchs zu gewinnen.

Weiterlesen gegen Bezahlung: https://www.idea.de/spektrum/detail/auf-die-alten-sprachen-verzichten-109525.html


Rundfunk

Römischer Hafen ausgegraben: Sonderausstellung in Straubing

Im Straubinger Gäubodenmuseum wurde am Dienstag eine Sonderausstellung zum römischen Donauhafen der Stadt eröffnet. Der antike Hafen in Straubing ist der einzige archäologische dokumentierte ausgebaute Hafen an der Donau.

Straubing war zur Römerzeit ein Teil eines umfassenden Handelssystems im römischen Reich. Im Gäubodenmuseum können die Besucher jetzt eine Sonderausstellung zum römischen Hafen Donauhafen sehen. Der antike Hafen in Straubing, das zur Römerzeit Sorovidurum hieß, ist der einzige archäologische dokumentierte ausgebaute Hafen an der Donau.
Importe aus der ganzen Welt

Die Schau dokumentiert die Bedeutung des Donauhafens. Unter anderem wurden bei Grabungen vor mehr als 30 Jahren Amphoren geborgen, mit denen Datteln und Feigen aus dem Nahen Osten importiert wurden. Keramik wurde aus Frankreich und der Rhein-Region importiert, Glas aus Italien. Außerdem wurde Pfeffer aus Hinterindien gefunden. Darüber hinaus gibt das Gäubodenmuseum in der Sonderausstellung einen Einblick in die experimentelle Archäologie mittels Schiffsmodellen.
Nachgebautes römisches Schiff zu sehen

Spektakulärstes Ausstellungsstück ist eine im Maßstab 1:2 nachgebaute römische Prahm. Das Schiffsmodell ist rund zehn Meter lang und ist mit einem Segel ausgestattet. Schiffe dieser Art legten in der Antike im Straubinger Donauhafen an. Außerdem zeigt die Sonderschau Nachbauten römischer Geschütze, die wohl in Straubing stationiert waren.

Die Sonderschau "Römischer Donauhafen Straubing" im Gäubodenmuseum ist bis zum 6. Oktober zu sehen. Im Sommer wollen Archäologen im Bereich des antiken Hafens erneut Ausgrabungen vornehmen.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/roemischen-hafen-ausgegraben-sonderausstellung-in-straubing,RRmZx4u


Leonardo da Vincis Bibliothek - Genie ohne Lateinkenntnisse

Leonardo da Vinci studierte keineswegs nur die Natur – er war auch sehr belesen. Doch dazu musste er zunächst ein Handicap überwinden: Als Künstler hatte er kein Latein gelernt. Mit über 40 holte er das nach und probierte sich als Autor.

Frank  Meyer: Das Genie Leonardo hat von sich gesagt, er sei ein „omo sanza lettere“, also ein unbelesener Mann, sein Wissen beziehe er aus seiner Erfahrung. Stimmt das denn, was Leonardo da über sich selbst gesagt hat?

Jürgen Renn: Das stimmt natürlich schon. Leonardo war primär an der Erfahrung und an der Natur interessiert, aber er war keineswegs so unbelesen, wie dieses Zitat glauben macht. Das liegt einfach daran, er wollte sich absetzen von so einer staubigen, scholastischen Gelehrsamkeit. Aber Wissenschaftshistoriker und Literaturhistoriker haben inzwischen entdeckt, insbesondere der italienische Kollege Carlo Vecce hat ein wunderbares Buch darüber geschrieben, wie über den Lauf der Jahre Leonardos Bibliothek angewachsen ist. Er war also am Ende doch ein ziemlich belesener Mann, und das wirft ein neues Licht auf seine intellektuelle Entwicklung.

Weiterlesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/leonardo-da-vincis-bibliothek-genie-ohne-lateinkenntnisse.1270.de.html?dram:article_id=447667


Hebdomada Papae: Neue Sendung auf Latein

Nachrichten auf Latein bieten wir vom deutschen Programm von Radio Vatikan schon seit anderthalb Jahrzehnten – als Text. Jetzt ziehen die übrigen RV-Programme nach: Am Samstag um 12.32 Uhr werden erstmals lateinische Nachrichten im Audio-Format ausgestrahlt.

Weiterlesen: https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2019-06/vatikan-latein-radio-nachrichten-uebersetzung-neu-programm.html

Neuer Vorsitz bei der Mommsen-Gesellschaft

Im Verlauf der der diesjährigen Mommsen-Tagung vom 03. bis zum 05. Mai 2019 an der Humboldt-Universität zu Berlin wurde Prof. Dr. Jürgen Hammerstaedt (Köln) zum neuen Vorsitzenden und Frau Prof. Dr. Johanna Fabricius (Berlin) zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der DAV-Vorstand gratuliert beiden ganz herzlich zur Wahl und wünscht ihnen eine erfolgreiche Arbeit.

Die XXIX. Sommerakademie Alte Sprachen 2019

vom 26.08.2019 bis zum 30.08.2019 in Überlingen

(Salem International College)

Thema: FRAU UND FRAUENBILD IN DER ANTIKE

Informationen: http://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/sprachen-und-literatur/latein/informationen-zum-fach/sommerakademie

Das Programm als pdf-Datei: http://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/sprachen-und-literatur/latein/informationen-zum-fach/sommerakademie/programm-sommerakademie-2019.pdf


Die europäischen Lateinwochen in Amöneburg

27. Juli - 3. August 2019

Hochsommer in Amöneburg. Über die heißen Pflastersteine unter der Spätjulisonne schlendern ein paar Jugendliche. Sie rufen sich lachend in einer fremden Sprache etwas zu. War das Italienisch? Spanisch vielleicht? Nein, Latein ist es, was jedes Jahr eine Woche lang auf dem Berg in Amöneburg gesprochen wird. Rund 60 Teilnehmer*innen jeden Alters kommen Jahr für Jahr aus ganz Europa zusammen, um sich im wunderschönen Ort Amöneburg ganz ihrer Lieblingssprache, der lateinischen Literatur und vielen anderen Künsten und Spielen zu widmen - und dabei viele alte und neue Freund*innen zu treffen.

Organisiert wird diese besondere Mischung aus Freizeitfahrt und Sprachreise durch den Verein "Europäische Lateinwochen e.V." unter der Leitung von Thomas Gölzhäuser. Dank der herzlichen Aufnahme und gastfreundschaftlichen Unterstützung durch die Amöneburger Bevölkerung schaffen wir es dennoch jedes Jahr wieder, alle Teilnehmer*innen im und rund ums Johanneshaus unterzubringen. 

URL: https://www.lateinwochen.de/


Otium Latinum in Wiesbaden-Naurod

9. September - 14. September 2019

Otium, das war für die alten Römer*innen die Zeit der Muße. Zur Ruhe kommen, sich besinnen, alte und neue Freund*innen treffen und  endlich die Gespräche zu den wirklich wichtigen Themen des Lebens führen, für die neben der Arbeit immer zu wenig Zeit zu bleiben scheint... Eben diese Zeit wollen auch wir uns im September bei unserem Otium Latinum nehmen. Jede*r Teilnehmer*in ist herzlich eingeladen, einen kurzen lateinischen Text zu einem vorher bekanntgegebenen Thema mitzubringen. Gemeinsam wollen wir diese Texte lesen und in lateinischen Gesprächen entdecken, welche Bedeutung sie noch heute für uns und unsere Lebenswelt haben.

URL: https://www.lateinwochen.de/


Augustinus - De civitate dei 

Fachtagung Latein an der Uni Bielefeld

Liebe Freunde der Alten Sprachen,

am Samstag, den 29. Juni 2019, ist es wieder soweit: Wir freuen uns, Sie auf der diesjährigen Fachtagung Latein an der Universität Bielefeld begrüßen zu dürfen. Wie bereits angekündigt, wird dieses Mal das Werk De civitate Dei des Rhetorikers, Religionsphilosophen und Kirchenvaters Augustinus im Zentrum stehen. Es ist uns gelungen, renommierte Expertinnen und Experten aus Universität und Schule zu gewinnen, gemeinsam mit uns diesen Tag für Sie zu gestalten. 

Das Programm finden Sie über den Link unten zu dieser Nachricht.  Anmelden können Sie sich bis zum 27. Juni 2019 über folgendes Formular:

https://www.uni-bielefeld.de/lili/studium/faecher/latein/Forschung/projekte/tagung_2019_anme.html
(Eine Teilnehmerbegrenzung besteht nicht.)

Alle Informationen finden Sie hier: https://www.uni-bielefeld.de/lili/studium/faecher/latein/Forschung/projekte/tagung_2019.html

 

dav nl stuessi

Verehrter Herr Stüssi,

In der schweizerischen Presse ist jüngst die Politik mehrerer Kantone im Hinblick auf Latein für bestimmte Bildungsgänge erörtert worden. Trägt die jetzige Bildungspolitik in der Schweiz neue Züge?

Neue Züge ist vielleicht übertrieben, aber in den letzten Jahren mussten wir feststellen, dass ein gewisser Utilitarismus auch in die Bildungspolitik der einzelnen Kantone Einzug gehalten hat. Das Bildungsangebot muss immer mehr auch finanziell rentabel sein, was dazu führen kann, dass - speziell im Schwerpunktfachbereich - den Lernenden nur noch ein beschränktes Angebot zur Verfügung steht. „Fehlte“ es den Kantonen (infolge bewusster oder unbewusster Fehlbudgetierungen; 2018 waren es schweizweit total über 2,3 Milliarden CHF) an Geld, so wurde in den letzten Jahren auch immer häufiger in der gymnasialen Bildung gespart, z.B. indem man teilweise das Quorum für die Schwerpunktfächer hinaufsetzte, damit weniger Schwerpunktfächer geführt werden müssen…

Ist noch eine Langzeitwirkung der Maturitätsreform vor einigen Jahren spürbar?

Ja, sie ist immer noch gut spürbar, auch wenn während den 25 Jahren ihres Bestehens bereits einige Änderungen vorgenommen wurden (Anpassung der Bestehensnormen, Einführung des Fachs Informatik, Ergänzungen des Rahmenlehrplans in Erstsprache und Mathematik). Momentan macht man sich allerdings Gedanken zu einer allfälligen grösseren Revision, wobei die unbestrittenen Vorteile (z.B. die Maturitätsarbeit) sicher nicht angepasst werden sollen.

Zeigen sich darüber hinaus auch Folgen des Bologna-Prozesses?

Die mit dem Bologna-Prozess verbundene internationale Harmonisierung der Studiengänge führte mitunter auch zu einer Aufweichung des Lateinobligatoriums an Schweizer Universitäten. Diese wollen vermehrt auch für ausländische Studenten attraktiv sein. Teilweise brachten diese aber keinen Lateinabschluss mit, sodass sie diesen bei einem Studium eines Faches mit Lateinobligatorium an der Universität hätten „nachholen“ müssen. Unter anderem, um dies zu vermeiden, wurde in vielen Studiengängen das Lateinobligatorium abgeschafft, in denen Lateinkenntnisse zweifelsohne zu einer deutlich fundierteren Auseinandersetzung mit der Materie geführt hätten (so z.B. Germanistik oder Anglistik). Die abnehmende Wertschätzung des Lateins an den Hochschulen führte wiederum dazu, dass immer weniger Schülerinnen und Schüler das Fach an den Gymnasien belegen.

Wird aus Ihrer Beobachtung der Unterschied zwischen Reflexionssprachen und Kommunikationssprachen auf den öffentlichen Plattformen hinreichend thematisiert?

Ja, wird er, sei es von uns von Verbandsseite, von Lateinlehrpersonen, von ehemaligen Lateinschülerinnen und -schülern, von Personen mit einem Faible für Latein... Nur ist es halt oft so, dass sich gefestigte Meinungen (selbst wenn sie nachweislich noch so falsch sind) nur schlecht korrigieren lassen, sodass oftmals gar nicht ein fruchtbarer Diskurs entstehen kann. Immerhin wurde unser Verband in letzter Zeit aber vermehrt von Medien um eine offizielle Stellungnahme zu ihren Berichten gebeten, was erfreulich ist.  

Hat sich das Bildungsverständnis in der Gesellschaft der Schweiz grundsätzlich verschoben?

Ich denke, das ganze utilitaristische Denken, das massgeblich von der Wirtschaft herrührt und mit dem man täglich im Berufsleben wie im Alltag konfrontiert wird, macht auch nicht vor der Gesellschaft und deren Bildungsverständnis halt. Daher, ja. Für die allfällige neue MAR-Reform (Zeithorizont ca. 5 – 10 Jahre) wünsche ich mir denn auch, dass der Primat auf der Bildung und nicht auf wirtschaftlichen Interessen liegt.

Sind Sie mit der schweizerischen Entwicklung im Fach Griechisch zufrieden?

Nein, überhaupt nicht. In vielen Kantonen ist Griechisch leider bereits dem Spardruck der Kantone zum Opfer gefallen; und auch in den anderen Kantonen wird es immer schwieriger, das Quorum zu erreichen. Griechisch ist deutlich gefährdeter als Latein, sicher auch, weil die Gesellschaft (neben dem unmittelbaren auch) den mittelbaren Nutzen des Griechischunterrichts noch weniger sieht als beim Lateinunterricht.

Was möchten Sie der kantonalen wie der nationalen Politik und auch den Medien im Hinblick auf die Klassischen Sprachen gern mitgeben?

Dass man der humanistischen Bildung Sorge tragen soll. Gerade ein Gymnasium hat eine „erhabenere“ Aufgabe als bloss wirtschaftlich rentabel zu sein, es soll die Maturandinnen und Maturanden vor allem auch zu einer persönlichen Reife führen, eine Reife, die massgeblich auf Kompetenzen, Wissen und Werten basiert, die in unseren Fächern vermittelt werden – und ohne diese würde unserer Gesellschaft etwas Wesentliches fehlen.

Der DAV dankt Ihnen für das Interview.

Die Fragen stellte Karl Boyé.

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

wir freuen uns, dass Sie uns bisher treu geblieben oder sogar in diesem Jahr neu zur Lesegemeinde unseres Informationsbriefes dazugekommen sind. Unser Anliegen ist es, auf wichtige Termine, Tagungen, Ereignisse und Entwicklungen ebenso wie auf Schriftwerke, Artikel, Aufführungen und Ehrungen im nicht zu eng gesteckten Radius unseres Fachbereiches aufmerksam zu machen und manche interessante Besonderheiten am Rande mit aufzunehmen. Zum Kerngeschäft gehört neben kontinentweit wichtigen Ereignissen aus dem Bereich von EUROCLASSICA immer wieder auch der Blick in die unmittelbaren Nachbarländer.

Ein Interview mit dem Präsidenten des Schweizerischen Altphilologenverbandes ist ein, wie wir  meinen, besonders beachtenswerter Beitrag in dieser Ausgabe. Schule und Bildung bleiben in Mitteleuropa auf jeden Fall spannend. Das beweisen auch die jüngsten Bücher von Jürgen Kaube und Michael Winterhoff.

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Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich

„Der engere Vorstand hat auf seiner Sitzung vom 28. 12. 1957 in Frankfurt beschlossen, dem von einigen Seiten nachdrücklich vorgetragenen 'Wunsche zu entsprechen und ein periodisch erscheinendes Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologenverbandes zu schaffen. Er hat diesen Beschluß erst nach eingehenden Überlegungen gefaßt; war er sich doch dabei bewußt, daß damit dem Vorstand, ohne dessen Mitwirkung ein solches Blatt nicht erscheinen kann, zusätzliche Aufgaben erwachsen werden, denen er kaum noch gewachsen sein kann.“

Mit diesen Worten begann im Mai 1958 das erste Heft der „Mitteilungen des Deutschen Altphilologenverbandes“.

Der Inhalt dieses ersten Heftes umfasste weiter einen Beitrag „Die gegenwärtige schulpolitische Lage“ (vom damaligen Verbandsvorsitzenden Erich Haag), einen weiteren „Bericht über die schulpolitische Lage im Landesverband Berlin“ (Herbert Hohensee) sowie die Besprechung von „Neuerscheinungen für den altsprachlichen Unterricht“ (Raimund Pfister) sowie die „Zeitschriftenschau des Landesinstituts für den Altsprachlichen Unterricht“ (Otto Leggewie).

Dieses Heft und alle folgenden Hefte sowie alle Ausgaben des Forum Classicum (bis zum jeweils aktuellen Heft) lässt sich jetzt bequem – virtuell – durchblättern. Das ist den rühmenswerten Bemühungen der UB Heidelberg zu verdanken, die sich um die Retrodigitalisierung von im weiteten Sinne altertumswissenschaftlichen Zeitschriften kümmert. Wer also in der Geschichte des DAV stöbern möchte, wird unter

https://www.ub.uni-heidelberg.de/fachinfo/archaeologie/zeitschriften/mdav.html

und

https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/fc/index

fündig.

mdav digital teaser

Ein Festival der Sprachen

Das erste Stendaler Sprachenfestival findet am 16. April 2019 im Theater der Altmark statt.

… Um Sprache im klassischen Sinne, und das ganz wörtlich, geht es beim Workshop des Winckelmann-Museums. Das stellt nämlich die ausgestorbene Sprache Altgriechisch vor. …

Alles lesen: https://www.volksstimme.de/lokal/stendal/im-theater-ein-festival-der-sprachen


Mykene - Die sagenhafte Welt des Agamemnon

Große Sonderausstellung vom 1.12.2018 -  2.6.2019

Badisches Landesmuseum
Schloss Karlsruhe
76131 Karlsruhe

T +49 (0)721 926-6514 
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Öffnungszeiten
Di – So, Feiertage 10 – 18 Uhr

Die mykenische Kultur ist die erste Hochkultur auf dem Europäischen Festland. Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes und in Mittelgriechenland erlebte sie ihre Blüte zwischen 1600 und 1200 vor Christus. Als im November 1876 Heinrich Schliemann die berühmte Goldmaske des Agamemnon entdeckte und die zahlreichen Goldschätze aus den Gräbern barg, bekam die prähistorische Kultur ein Gesicht und einen Namen. Nach ihrem Fundort wurde sie „mykenisch“ genannt und die Darstellungen mit den sagenhaften Königen aus Homers Epen gleichgesetzt.

Das Badische Landesmuseum präsentiert nun die weltweit größte kulturhistorische Ausstellung über das mykenische Griechenland. Über 400 spektakuläre Objekte aus den wichtigsten Museen Griechenlands - von Schliemanns ersten Funden bis hin zu neuesten Grabungen - kommen hierfür ins Karlsruher Schloss. Darunter befinden sich zahlreiche, die das geschichtsträchtige Land noch nie verlassen haben. …

Weiterlesen: http://www.landesmuseum.de/website/Deutsch/Sonderausstellungen/Aktuell/Mykene.htm

 

Brüssel, Marc:

Altsprachliche Erwachsenendidaktik in Deutschland.
Von den Anfängen bis zum Jahr 1945.

Heidelberg (Propylaeum) 2018
ISBN

978-3-947450-03-9 (PDF)
978-3-947450-04-6 (Softcover)
978-3-947450-05-3 (Hardcover)

Die Untersuchung versteht sich als erster systematischer Beitrag zur Erschließung der altsprachlichen Erwachsenendidaktik als bildungswissenschaftlicher Teildisziplin. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Entstehungsgeschichte der im Wege von Universitätskursen und Ergänzungsprüfungen erworbenen Abschlüsse Latinum und Graecum. Einen weiteren Schwerpunkt des Buches bildet die Analyse historischer Lehrmittel für den altsprachlichen Erwachsenenunterricht und Selbstunterricht. Als empirisches Fallbeispiel für die Implementierung der universitären Anfängerkurse in Griechisch und Latein werden die Verhältnisse an der Berliner Universität bis 1945 gründlich untersucht.

Rezension:

Dorothee Gall, Institut für Klassische und Romanische Philologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wer auch immer universitäre Kurse der alten Sprachen erlebt oder abhält, weiß um deren Problematik: Das Ausmaß an lexikalischem und grammatischem Wissen, das für ein auch nur basishaftes Verständnis leichter Originaltexte erforderlich ist, verlangt reichlich Zeit und Mühe; für die Vielzahl an historischen, literarischen und gesellschaftlichen Kompetenzen, die diese Mühsal überhaupt erst rechtfertigen, bleibt wenig Raum. Kein Wunder, dass vor allem die Lateinkurse nicht selten den Anschein erwecken, nachgeordnete Zugangskontrollen zum Studium zu sein und ein Wissen zu vermitteln, das man nach bestandener Prüfung ruhig wieder vergessen darf – eine Sichtweise, die verantwortungsbewusste und dem großartigen Reichtum ihres Faches verbundene Philologen mit Schaudern erfüllen sollte. ...

Weiterlesen: https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-30115

Das Deutsche Archäologische Institut/Abt. Rom offeriert vom 14. ­­– 19. Oktober 2019 für deutschsprachige Lehrkräfte den traditionellen

ROMKURS

Der seit über hundert Jahren alljährlich durchgeführte und von den Kultusministerien der Länder empfohlene Kurs richtet sich an deutschsprachige Pädagoginnen und Pädagogen mit den Fächern Latein, Griechisch, Geschichte, Religion oder Kunst, die das Interesse der SchülerInnen an der Kultur der Antike sowie den Methoden der Archäologie durch entsprechende pädagogische Programme, Arbeitsgemeinschaften und Studienfahrten wecken möchten.

Der sechstägige Intensivkurs wird in Rom und Ostia unter der Führung von FachwissenschaftlerInnen des DAI Abt. Rom durchgeführt. Das Programm des Kurses befasst sich mit Fragen der antiken Alltagskultur und des öffentlichen Lebens, Architektur sowie Kult und Religion unter besonderer Berücksichtigung der späten Republik, Kaiserzeit und Spätantike. Von den Kursteilnehmern wird aktive Mitarbeit erwartet.

Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos. Organisation und Kosten der An- und Abreise, der Unterkunft in Rom sowie Fahrtkosten und ggf. Eintrittsgebühren während des Kurses müssen von den TeilnehmerInnen getragen werden. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen beschränkt.

Der Bewerbungsbogen kann ab sofort unter

https://www.dainst.org/standort/-/organization-display/ZI9STUj61zKB/14443

im Internet abgerufen werden.

Bewerbungsschluß (Bewerbungsbogen und Anschreiben bitte nur digital an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) ist der 31. Mai 2019. Fragen zum Kurs und den Bewerbungsmodalitäten beantwortet Ihnen Frau Dr. Ines Balzer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

Der DAV-Landesverband Nordrhein-Westfalen nimmt öffentlich Stellung zum aktuellen Kernlehrplan für die Sek. I. Diskurse zum Fachbereich in verschiedenen Medien bestimmen die Nachrichtenentwicklung des derzeitigen Augenblicks. Mit Bedeutung auch über die Fachgrenzen hinaus stellt zum Thema der Verzahnung der beteiligten Institutionen bei der Lehrerbildung der Artikel des Fachdidaktikers Prof. Dr. Stefan Kipf in der FAZ eine sehr beachtenswerte Beschreibung der Situation inklusive der Benennung entscheidender Desiderate dar. In der Schweiz findet der Schwund obligatorischen Lateins seinen medialen Niederschlag. In der FAZ ging es um Platon, seine Auffassung von Rhetorik und die Bezüge zu Personen wie Donald Trump.

Ab sofort weist das DAI in Rom für dieses Jahr wieder seinen Kurs für Lehrkräfte aus.

Hinweise auf jüngste Ereignisse wie auch auf anstehende Veranstaltungen fallen in dieser speziellen Ausgabe naturgemäß knapp aus.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich

Der ehemalige DAV-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Stefan Kipf schreibt in der FAZ "Wider die Fragmentierung der Lehrerbildung": Lehrerbildung kann nur als gemeinsame Aufgabe von Schule, Universität und Seminar gelingen. Die Fachlichkeit darf dabei nicht zu kurz kommen.

Lesen Sie den Gastbeitrag hier: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/hochschule/lehrerbildung-wider-die-fragmentierung-16075227.html


Der "Gießener Anzeiger" berichtet über eine Tagung an der JLU: Zum wissenschaftlichen Austausch über das "Erzählen im antiken Dialog" hat das Institut für Altertumswissenschaften der JLU Gießen internationale Experten auf Schloss Rauischholzhausen eingeladen.

Weiterlesen: https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/der-antike-dialog-steht-im-fokus-einer-tagung-an-der-jlu-giessen_20030937#


Im Interview mit "ZEIT Campus" berichtet die junge Erfolgsautorin Vea Kaiser, warum sie neben dem Schreiben von Romanen immer noch mit Begeisterung Latein und Griechisch studiert:

Weiterlesen: https://www.zeit.de/campus/2019/02/vea-kaiser-schriftstellerin-autorin-roman-blasmusikpop


Auch der Schauspieler Christoph Waltz denkt im Gespräch mit der FAZ gern an den Bildungswert der Alten Sprachen - Zitat:  "Ich habe damals auch nicht verstanden, warum ich Latein lernen muss, aber mir wäre es nicht in den Sinn gekommen, deshalb nicht Latein lernen zu wollen. Bloß weil es keiner mehr spricht und es etwas unbequem war. [...]  Es hat Zusammenhänge innerhalb einer Sprache eröffnet, präzises Formulieren, Logik und Disziplin trainiert. Es fordert einen sicherlich stärker heraus, sich durch eine abstrakte Sprache zu quälen, als ein lustiges Youtube-Video abzurufen."

Lesen Sie das vollständige Interview hier: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/christoph-waltz-im-interview-das-ungeloeste-problem-mit-dem-ruhm-16093096.html


Mit dem Latein am Ende? Alte Sprachen wie Latein und Griechisch sind in der Schweizer Bildungslandschaft immer weniger gefragt. So streicht etwa Obwalden das Schwerpunktfach Latein aus dem Lehrplan der Kantonsschule – und sägt an den eigenen Wurzeln.

Weiterlesen: https://www.nzz.ch/schweiz/sprachen-latein-und-griechisch-immer-weniger-gefragt-ld.1468088


Auch der Römertag machte zu wenig Lust auf Latein an der Kanti Sarnen: Die Abschaffung von Latein an der Kantonsschule erfolgte nach reiflicher Überlegung und nachdem einige Anstrengungen, das Fach zu fördern, zu wenige Ergebnisse zeigten. So die Antwort der Regierung auf eine Anfrage aus dem Kantonsrat.

Weiterlesen: https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/obwalden/auch-der-roemertag-machte-zu-wenig-lust-auf-latein-an-der-kanti-sarnen-ld.1097464


 

Auf der Überholspur in die Kanti: Der direkte Weg an die Kantonsschule führt über die Aufnahmeprüfung in der zweiten Oberstufe. Einige begabte Schüler beginnen den gymnasialen Weg noch früher, am Untergymnasium. Sie bleiben eine Ausnahme.

Alles lesen: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/rheintal/auf-der-uberholspur-in-die-kanti-ld.1096221


Eine Debatte zur Rhetorik in drei Teilen:

Teil I:

TRUMPS RHETORIK

Trommelfeuer, Nebelkerzen

Donald Trumps Rhetorik erscheint auf den ersten Blick plump und brachial. Doch sie beruht auf sophistischem Kalkül. Ein Gastbeitrag.

Kurz nach der Antrittsrede Donald Trumps als amerikanischer Präsident sorgte eine Twitternachricht für Verwirrung. In ihr postete Trump ein Bild von sich mit der Unterschrift: „gerade dabei, meine Inaugurationsrede zu schreiben, vor drei Wochen, freue mich auf Freitag“. Hat Trump also diese Rede selbst, ohne professionelle Redenschreiber, verfasst? Dann kam Entwarnung: Das meiste stamme doch von seinen Beratern Stephen Miller und Steve Bannon.

Weiterlesen: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rhetorik-von-donald-trump-beruht-auf-sophistischem-kalkuel-14852482.html

 

Teil II:

Antidemokratisch fest verankert

Nicht jeder, der sich auf Fakten beruft, ist allein deshalb schon ein überzeugter Demokrat, wie die Beispiele des Philosophen Platon und des Historikers Thukydides zeigen. Ein Gastbeitrag

Wie soll man Populisten begegnen? Ihre Anziehungskraft scheint zu wachsen, als Mitglieder von Parlamenten und Regierungen sind sie oft demokratisch legitimiert. Die Berliner Gräzistin Gyburg Uhlmann greift in der Zeitschrift „Merkur“ als Mittel gegen Trump, Höcke und andere auf die antike Philosophie zurück. Platon und Aristoteles hätten gezeigt, dass gute Rhetorik sachlich informiert sei. Nur schlechte Rhetorik sei manipulativ und mache nicht „vollständig sichtbar, was wahr ist“. Trump sei den antiken Sophisten vergleichbar, deren Missbrauch der Rhetorik Platon anprangerte. Was aber ist gewonnen, wenn man den gegenwärtigen Populismus mit antiken Autoritäten verurteilt? Benötigen wir wirklich Platon und Aristoteles für die Einsicht, dass Politiker sachlich argumentieren sollten? Nicht nur Politologen werden von der Unbefangenheit überrascht sein, mit der Uhlmann von Wahrheit und dem „guten und richtigen Argument“ als der Grundlage von Politik spricht. Natürlich dürfen Fakten nicht ignoriert werden, aber aus ihnen ergibt sich noch keine Politik. Die liberale Demokratie lebt vielmehr von Entscheidungsprozessen, unabhängig von einer wie auch immer gearteten Wahrheit. …

Weiterlesen (gebührenpflichtig): https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/debatte-ueber-gute-rhetorik-mit-platon-gegen-trump-15946432.html 

Teil III:

PLATONS REDNERSCHULE

Sag es treffender

Ist die Rhetorik nur die Dienstmagd der Philosophie? Donald Trumps öffentliches Wirken wirft neue Fragen an die Redekunst auf. Kann man sie mit Platon beantworten?

Lesen: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/sag-es-treffender-platons-rednerschule-16048242.html

 

Der DAV Nordrhein-Westfalen bezieht kritisch Stellung zum neuen Kernlehrplan Latein Sek. I.  Die Eckpunkte (Zitat): 

Dieser Lehrplanentwurf ist in sich widersprüchlich, fachdidaktisch einseitig und bietet vor allem nicht die Orientierung, die ein Lehrplan bieten sollte. Er wird dem im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziel einer höheren Qualität durch eine "vertiefte Fachlichkeit" nicht gerecht und dürfte, da er die Festlegung von Leistungskriterien an die einzelnen Schulkollegien deligiert, den Frieden innerhalb der Schulkollegien wie der Schulen untereinander gefährden. Zudem bietet er keine Rechtssicherheit, innerhalb derer Einsprüche angemessen beurteilt werden können. Als DAV lehnen wir ihn daher ab.

Lesen Sie hier die ausführliche Stellungnahme des DAV im Volltext:

https://davnrw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=109:stellungnahme-zum-kernlehrplan-latein-sek-i-in-der-fassung-vom-2522019

Die Sonderbriefmarke anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Schleiermachers zu 70 €-Cent ist noch zu haben (im 10er-Bogen, nassklebend). Greifen Sie zu.

Weiterlesen:  https://shop.deutschepost.de/250-geburtstag-friedrich-schleiermacher-briefmarke-zu-0-70-eur-10er-bogen

Siehe übrigens auch Prof. Dr. Markschies über Schleiermacher im TAGESSPIEGEL:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/humboldt-universitaet-wie-der-theologe-und-philosoph-friedrich-schleiermacher-die-berliner-universitaet-praegte/23653934.html


Selkets Blog

Alexandrias Griechisch-Römisches Museum soll bald wieder öffnen

Laut ägyptischen Pressemeldungen sollen die Bauarbeiten am Griechisch-Römischen Museum in Alexandria bald beendet sein. Hesham Samir Ibrahim, im Antikenministerium für bautechnische Angelegenheiten zuständig, soll verkündet haben, dass das Museum voraussichtlich Ende 2019 wiedereröffnet werden könne.

Das 1892 erbaute Museumsgebäude gehört zu den acht „nationalen Projekten“, deren Erneuerung sich das Antikenministerium auf die Fahne geschrieben hat, und für die es angeblich 270 Mio Ägyptische Pfund (ca. 13,5 Mio €) bereitgestellt hat. Nach unbestätigten Informationen soll aber allein dieses Projekt in Alexandria nun schon 120 Mio. EGP, also die Hälfte des Budgets, kosten. ...

Weiterlesen (bisher geschlossen seit 2005)https://blog.selket.de/aus-den-museen/alexandrias-griechisch-roemisches-museum-soll-bald-wieder-oeffnen

+++ für Kurzentschlossene: +++

Latein lebt!

Themenführung, getrennt für Erwachsene und Kinder (ab acht Jahren) am 23. März im Römerkastell Saalburg

von Ilse Romahn

(15.03.2019) „Latein lebt!“ heißt die neue Themenführung, die dieses Jahr zum ersten Mal den Besuchern des Römerkastells Saalburg in Bad Homburg angeboten wird. Sie findet am Samstag, 23. März, um 15 Uhr statt. Es werden getrennte Führungen für Erwachsene und Kinder angeboten.

Weiterlesen: http://www.frankfurt-live.com/latein-lebt-110755.html


Die Tournee ist schon angelaufen:

ANTIGONE mit Bodo Wartke und Melanie Haupt

Das neue Theaterstück von Bodo Wartke! Nach König Ödipus beweist der Klavierkabarettist zum zweiten Mal sein Schauspieltalent mit einer Tragödie des Sophokles. Wartke und seine langjährige Bühnenpartnerin Melanie Haupt spielen alle Rollen des Stückes in rasanten Rollenwechseln mit wenigen Requisiten in minimalistischem Bühnenbild. Die zeitgemäße Interpretation widmet sich nicht nur in aller Tiefe der Geschichte von Ödipus‘ ältester Tochter, sondern bezieht auch die Vorgeschichte mit ein, die Sophokles in Ödipus auf Kolonos erzählt. Mit allem Respekt und doch humorvoll nähern sich die Macher des Stücks ihrer Antigone, ohne dem Stück die Tragik zu nehmen.

Weiterlesen: https://www.bodowartke.de/presse_antigone

Ein Auszug aus dem Stückhttp://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=75938

Termine: https://www.bodowartke.de/antigone


 

Für alle an Schule und Universität:

Die XXIX. Sommerakademie Alte Sprachen 2019 am Bodensee

Frau und Frauenbild in der Antike

Information zur Sommerakademie des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Sie steht auch  Interessierten aus anderen Bundesländern offen.

Die XXIX. Sommerakademie Alte Sprachen findet vom 26.08.2019 bis zum 30.08.2019 in Überlingen (Salem International College) statt.

Die Tagung ist familienfreundlich, auch im Hinblick auf Lage, Umgebung und Programm.

Unterkunft und Verpflegung sind sehr preisgünstig; für Kinder unter 14 Jahren gelten halbe Preise.

Weiterlesen: http://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/sprachen-und-literatur/latein/informationen-zum-fach/sommerakademie

Fieger, Michael / Ehlers, Widu-Wolfgang / Beriger, Andreas (Hrsg.):

Biblia sacra vulgata lateinisch und deutsch

(Sammlung Tusculum; 5 Bände). Berlin 2018.
ISBN 978-3-05-005827-6;

Preis pro Band:  € 79,95.

Studienausgabe (einsprachig): 2 Bände; broschiert; ca. 2000 Seiten;
ISBN 978-3-05-006450-5;

Preis: € 64,80 EUR.

e-book: ISBN 978-3-11-048997-2.

Aus dem Verlagstext:

„… Die Vulgata war seit der Spätantike die am weitesten verbreitete lateinische Übersetzung der Bibel. Sie wurde etwa in den Jahren 380 bis 400 n. Chr. größtenteils vom Kirchenvater Hieronymus aus dem Griechischen und Hebräischen übersetzt beziehungsweise revidiert. Da sie in entscheidenden Teilen von den originalen Bibeltexten abweicht, bietet sie einen wichtigen Einblick in die christliche Theologie der Spätantike und des Mittelalters. Während dieser Zeit, also vor der Luther-Übersetzung der Bibel, war die Vulgata die wichtigste Quelle des ursprünglichen Bibeltextes.

Die von Prof. Michael Fieger, Prof. Widu-Wolfgang Ehlers und Dr. Andreas Beriger herausgegebene Edition stellt nicht nur die erste vollständige Übersetzung ins Deutsche dar, sondern ist insbesondere auf Verständlichkeit und Wissenschaftlichkeit zugleich ausgerichtet: Der lateinische Text wurde in ein modernes, klares Deutsch übertragen, ohne dabei jedoch inhaltliche Veränderungen oder theologische Deutungen vorzunehmen. ...“

Rezension:

"Diese Texte werden in der Forschung mit Gewinn eingesetzt und ihren Platz in der Auslegung finden. Das Projekt Biblia Sacra Vulgata ist keiner theologischen Richtung verpflichtet, sondern bemüht sich einzig, die historische Vulgata einem grösseren Publikum zugänglich zu machen. So entstand eine Übersetzung, die wissenschaftlich höchsten Ansprüchen genügt und ein Standardwerk sowohl für klassische Philologen als auch für Theologen darstellt. Zielgruppe sind aber auch Bibliotheken und theologische Institutionen, genauso wie Einzelkäufer mit theologischem, altphilologischem oder kulturgeschichtlichem Interesse."


https://www.kath.ch/medienspiegel/meilenstein-fuer-die-bibelforschung/

ad astra teaser

Nachwuchswettbewerb für Latein und Griechisch (Junglehrer):

Der Deutsche Altphilologenverband (DAV) und der Ernst Klett Verlag schreiben alle zwei Jahre, erstmalig für das Jahr 2019/20 einen Nachwuchswettbewerb für Latein und Griechisch aus. Dieser Wettbewerb AD ASTRA richtet sich an junge Lehrkräfte im Referendariat sowie in den ersten fünf Berufsjahren.

Weiterlesen: https://altphilologenverband.de/index.php/veroeffentlichungen/222-ad-astra-innovationen-fu-r-den-unterricht


Die neue Übersetzung der Vulgata ist erschienen (De Gruyter).

Aus dem Text der Internetpräsenz des Projektes:

„…In einem einmaligen Projekt wurde die Vulgata sacra des Hieronymus unter der Leitung der Herausgeber Dr. Andreas Beriger, Prof. Dr. Widu-Wolfgang Ehlers und Prof. Dr. Michael Fieger in eine zeitgemässe deutsche Übersetzung gebracht.“

Weiterlesen: https://www.projekt-vulgata.ch/Projekt-Vulgata/Startseite.html


 

Göttingerin erhält Liebehenz-Preis

Presseinformation: Antike Dramen über Ödipus

Elena Iakovou erhält Dr.-Walther-Liebehenz-Preis für sprachlich hervorragende Dissertation

(pug) Die Göttinger Wissenschaftlerin Elena Iakovou hat den Preis für sprachlich hervorragende Dissertationen ausländischer Absolventen der Dr.-Walther-Liebehenz-Stiftung erhalten. Die Stiftung würdigt damit ihre Promotionsarbeit über das Thema „Der Oedipus Tragicus und seine literarische Tradition“ im Fach Griechisch am Seminar für Klassische Philologie. Darin vergleicht sie antike dramatische Bearbeitungen des Ödipus-Stoffes. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Weiterlesen: https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=5261

Artikel im Göttinger Tageblatt: http://www.goettinger-tageblatt.de/Campus/Goettingen/Elena-Iakovou-aus-Goettingen-erhaelt-Liebehenz-Preis


Frankfurter Rundschau

Gleichberechtigung. Utopie einer idealen Gemeinschaft

von Harald Haarmann 

Sicherlich kein Feminist, aber auf jeden Fall ein Vertreter der Frauenrechte: Platons Plädoyer für die Gleichberechtigung.

Platon (ca. 424 – ca. 348 v. u. Z.) war der erste Philosoph, für den das gleichberechtigte öffentliche Agieren von Frauen und Männern das Fundament eines idealen Staates war. Dafür musste die Gleichstellung im Gesetz verankert sein – was zwar theoretisches Prinzip der Athener Demokratie war, aber praktisch nie umgesetzt wurde. Mit Weitblick hatte Platon erkannt, dass die gleichberechtigte Kooperation von Frauen und Männern unabdingbar für das Gemeinwohl ist.

Weiterlesen: https://www.fr.de/politik/utopie-einer-idealen-gemeinschaft-11416553.html


Kurier.at

Karel Schwarzenberg: Der schlechte Schüler besucht seine Schule

Was haben Brigitte Bierlein, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs, der Dichter Ernst Jandl, der Schriftsteller Robert Menasse, der Schauspieler Gunther Philipp und der Librettist Fritz Löhner-Beda gemeinsam?

Sie gehören und gehörten alle zu einem illustren Klub der ehemaligen Schüler des Gymnasiums in der Kundmanngasse in Wien-Landstraße. Und weil die Schule dieser Tage ihr 150-jähriges Jubiläum feiert, fand am Dienstag eine Podiumsdiskussion mit einem ihrer prominentesten Absolventen statt: der ehemalige Außenminister der Tschechischen Republik, Karel Schwarzenberg, kam zu Besuch.   […]   

„Wir dürfen die humanistische Bildung nicht vernachlässigen. Es schmerzt mich immer wieder, festzustellen, dass bei vielen jungen Politikern diese Bildung fehlt. “

Weiterlesen: https://kurier.at/politik/inland/karel-schwarzenberg-der-schlechte-schueler-besucht-seine-alte-schule/400378871


Noch einmal zu den wieder ins Programm aufgenommenen NUNTII LATINI bei Radio Bremen:

Römerspiele

Bei Radio Bremen Zwei gibt es nun wieder "Nuntii Latini". Überhaupt ist das Lateinische für eine "tote Sprache" in den Medien bemerkenswert lebendig.

Von Hermann Unterstöger

Vor einem Jahr kam Radio Bremen Zwei mit der Meldung "Radio Cicero funkt nicht mehr" heraus. Das klang nach ganz schwerem Misslingen, wie es sich beispielsweise im Universum zu ereignen pflegt: "Raumschiff Iron Sun antwortet nicht mehr." So tragisch war es aber nicht. Das Ende von Cicero wurde "in eigener Sache" ausgestrahlt, und zwar zweisprachig. Zur deutschen Meldung gesellte sich die lateinische, deren Schlagzeile so lautete: "Nostra res agitur: Nuntiorum Radiophoniae Ciceronianae finis." Mitgeteilt wurde, dass die allmonatlichen lateinischen Nachrichten, die Nuntii Latini, eingestellt würden, eine Sendung, an der man viel Freude gehabt habe, auch wenn manche Nuss zu knacken gewesen sei, "licet certe fuerint difficultates superandae".

Weiterlesen: https://www.sueddeutsche.de/medien/besondere-nachrichten-roemerspiele-1.4265941


 

DIE WELT

Die Strafe für den Datendieb? Natürlich Altgriechisch!

Von Susanne Gaschke

Nach dem großen Datenklau fragt sich unsere Autorin, was mit dem Hacker passieren sollte. Strafe muss sein, findet sie, schließlich geht es um unsere digitale Privatsphäre. Doch was könnte bei dem 20-Jährigen Einsicht hervorbringen?

Was machen wir denn nun mit dem Hacker? Wie bestraft man einen 20-Jährigen, der noch zu Hause wohnt und die absolute Verwundbarkeit der digitalen Privatsphäre demonstriert?

Einerseits kann man schon der Meinung sein, dass ihm möglichst drastisch vor Augen geführt werden sollte, wie schlimm das ist, was er getan hat: Wenn jeder Verantwortungsträger fürchten muss, öffentlich bloßgestellt zu werden, weil ein männlicher Jugendlicher sich langweilt – wer wird dann noch Verantwortung übernehmen? Hätte ein Staat hinter dem Datendiebstahl gestanden, wir hätten von einem Destabilisierungsversuch unserer Demokratie gesprochen.

Andererseits ist man eben auch mit 20 Jahren noch zu unglaublicher Blödheit fähig, weshalb das Jugendstrafrecht ja bewusst nicht drakonisch ist. Doch würden Therapie, gemeinnützige Arbeit, Jugendarrest oder doch sogar Gefängnis bei unserem Hacker Einsicht hervorbringen? Würde er nicht über die milderen Mittel lachen? Und könnte er nicht durch die härteren korrumpiert werden, sodass man befürchten müsste, ihn nach Verbüßung der Strafe als IT-Spezialisten an irgendeine Mafia zu verlieren?

Ich fände es gut, wenn man Leute wie ihn dazu verurteilen könnte, das Graecum zu machen – also umfassende Kenntnisse des Altgriechischen zu erwerben. Und zwar nicht, weil Griechisch eine Strafe ist. Sondern weil ihm der Lernprozess und der Gegenstand einen neuen Blick auf die Welt eröffnen würden.  …

Weiterlesen: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article186981790/Datendieb-Wie-sollten-wir-den-jungen-Hacker-bestrafen.html


 

DIE PRESSE 

Österreichs Schüler lernen lieber Spanisch als Französisch

Die Zahl der Schüler, die Spanisch lernt, hat sich zwischen 2001 und 2016 verdreifacht. Klarer Verlierer ist Französisch.

Spanisch ist an den österreichischen Schulen weiter auf dem Vormarsch. Gegenüber dem Schuljahr 2001/02 hat sich die Zahl der Schüler im Spanisch-Unterricht von rund 17.000 auf 46.000 fast verdreifacht, zeigen Zahlen der Statistik Austria für das Schuljahr 2016/17 (aktuellste verfügbare Zahlen). Klarer Verlierer ist Französisch, das im gleichen Zeitraum von 125.000 auf 87.000 Schüler abbaute.

Allein zwischen 2011/12 und 2016/17 nahm die Zahl der Französisch-Schüler um 21.000 ab. Dabei ist die Zahl der Schüler an den allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen (AHS bzw. BHS), wo Französisch hauptsächlich unterrichtet wird, seit 2001/02 gestiegen. …

Weiterlesen: https://diepresse.com/home/bildung/schule/5564369/Oesterreichs-Schueler-lernen-lieber-Spanisch-als-Franzoesisch


 

UnserTirol.com

Südtirols Schüler punkten mit Sprachbegabung

Ein nahezu babylonisches Sprachengewirr herrschte am 12. März in den Räumlichkeiten des WIFI Tirol in Innsbruck. Mehr als 170 Oberschüler aus Nord-, Süd- und Osttirol haben sich zum 33. Gesamttiroler Fremdsprachenwettbewerb getroffen. Bei der von der Bildungsdirektion Tirol und der Deutschen Bildungsdirektion Südtirol gemeinsam organisierten Sprachenolympiade konnten die Teilnehmer ihre Kenntnisse in Griechisch und Latein, Englisch und Französisch, Spanisch, Italienisch (nur für Nord- und Osttirol) und Russisch unter Beweis stellen. Die Sieger der unterschiedlichen Fächer wurden unter anderem von der Direktorin der Pädagogischen Abteilung, Gertrud Verdorfer, und Landesrätin Beate Palfrader ausgezeichnet.

Sara Leonie Isabell Frick vom Realgymnasium Meran stellte alle Mitbewerber in den Schatten und wurde zur besten “Lateinerin”, Hanna Untertrifaller vom Franziskanergymnasium Bozen tat es ihr in Griechisch gleich. Beide freuten sich sichtlich über ihre Auszeichnung und über die Glückwünsche. 

Weiterlesen: https://www.unsertirol24.com/2019/03/14/suedtirols-schueler-punkten-mit-sprachbegabung/


Deutschlandfunk:

Vatikan prägt neue Latein-Vokabeln

Von Thomas Migge

O tempora o mores! Wer spricht in Rom eigentlich noch Latein? Selbst der Papst und die Kardinäle verwenden die Sprache der Weltkirche kaum noch. Um sie lebendig zu halten, erfindet eine vatikanische Kommission neue Vokabeln für das 21. Jahrhundert.

Wenn es darauf ankommt, versteht Roberto Spataro sich auszudrücken wie ein antiker Rhetor: wortreich und in einer Art und Weise, wie höchstwahrscheinlich auch Cicero und Seneca gesprochen haben. Der katholische Geistliche lehrt als Professor am Pontificium Institutum Altioris Latinitatis, einer Salesianerhochschule im Norden Roms. In der italienischen Kirche eilt dem Altphilologen ein Ruf als Latein-Koryphäe voraus. Spataro ist fest davon überzeugt, dass die Sprache der alten Römer sehr wichtig ist, auch heute noch.

Weiterlesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/vatikan-praegt-neue-latein-vokabeln-von-e-mail-bis.1278.de.html?dram:article_id=438022 

bundeskongress 2020 teaser 1

Dienstag, 14.04.2020 bis Samstag, 18.04.2020 Universität Würzburg:

„Zukunft Antike. Latein und Griechisch in der digitalen Welt.“

Vorschläge für einen Vortrag oder Arbeitskreis passend zum Kongressthema bitte bis 31.05.2019 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Hier kurz eine Erinnerung an die Tagung der Mommsengesellschaft im Mai in Berlin:

Die Altertumswissenschaften und die Cultural Turns

Forschungen zur Klassischen Antike im (inter)disziplinären Dialog“

3. bis 5. Mai 2019 an der Freien Universität, Berlin


Der Fachbereich Klassische Philologie (Latinistik) lädt herzlich ein zu einer

Fachtagung zu AUGUSTINUS (De civitateDei)

am Samstag, 29. Juni 2019, von 10 – 16 Uhr.

Mit Dorothee Gall (Bonn), Hans-Joachim Häger (Minden/München/Bielefeld), Jörg Trelenberg (Hemer) u.a.

Experten aus Universität und Schule nehmen dieses viel interpretierte staatsphilosophische Werk des Kirchenlehrers und Philosophen Augustinus aus verschiedenen Perspektiven in den Blick.

Die Fachtagung richtet sich insbesondere an LehrerInnen, Studierende und Freunde der Alten Sprachen. Gäste sind herzlich willkommen. Eine Teilnehmerbegrenzung besteht nicht, wir bitten aber um Anmeldung.

Informationen zum Programm der Tagung sowie zum Anmeldeverfahren:

http://www.uni-bielefeld.de/lili/studium/faecher/latein/Forschung/projekte/tagung_2019.html

Kontakt: Jochen Sauer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), Dorit Funke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


Weitere Tagung an der Universität Bielefeld:

Standards – Margins – New Horizons

Teaching Language and Literature in the 21st Century

mit Beiträgen von Lehrenden aus der Klassischen Philologie

4.-5. April 2019 X-Gebäude X-E1-201

Die Fachbereiche "British & American Studies" und "Latinistik" der Bielefelder Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft richten gemeinsam mit BiProfessional die interdisziplinäre Konferenz "Standards - Margins - New Horizons: Teaching Language and Literature in the 21st Century" aus.

Im Zentrum steht die Frage: Wie kann Fremdsprachenunterricht in den neuen und alten Sprachen den Herausforderungen interkultureller Kommunikation und heterogener Lernsettings im 21. Jahrhundert gerecht werden?

Dazu diskutieren Expert*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen in verschiedenen Arbeitssektionen. Im Zentrum stehen Fragen zu literarischen Kanons und linguistischen Standards, zu neuen kulturellen Artefakten, insbesondere im Bereich der neuen Medien, schließlich zu theoretischen Modellierungen von Interkulturalität und Identitätsbildung, welche künftiges Lehren inspirieren könnten.

Anmeldung unter:

http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/whomann/2019-stand.html

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

es gibt wieder anregende und interessante Mitteilungen in unserem Wirkungsbereich. Im Verband selbst hat es mit den Wahlen am Anfang des Februar personell einige Änderungen gegeben – auch für den geschäftsführenden Vorstand: Prof. Dr. Peter Riemer strebte keine weitere Amtszeit an. In die freiwerdende Position wurde Frau Dr. Anne Friedrich gewählt. Wir wünschen eine gedeihliche Arbeit.  Darüber hinaus gibt es Hinweise auf jüngste Ereignisse wie auch anstehende Veranstaltungen.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und wünschen eine anregende Lektüre.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich

Berlin & Brandenburg:

Die aktuelle Ausgabe von "Latein und Griechisch in Berlin und Brandenburg" 3/2018 finden Sie hier:

http://lgbb.davbb.de/


Niedersachsen:

Das aktuelle Mitteilungsblatt 2/2018 des NAV finden Sie hier als Online-Lektüre:

https://mitteilungen.navonline.de

Der Wettbewerb „Certamen Carolinum“Alte Sprachen sind nicht tot

certamen carolinum

25.11.2018 Aachen In uralten Hallen spielt klassische Musik, Latein wird rezitiert, Applaus erschallt. So oder ähnlich könnte die Grundstruktur der diesjährigen Siegerehrung des Landesschülerwettbewerbs Alte Sprachen NRW „Certamen Carolinum“ beschrieben werden. Ganz im Mittelpunkt des feierlichen Abschlusses des Wettbewerbs in der Aula Carolina des Kaiser-Karls-Gymnasiums standen jedoch die prämierten Schülerinnen und Schüler.  …

Der ganze Bericht (Anwesend war auch Armin Laschet):

https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/alte-sprachen-sind-nicht-tot_aid-34699361


ticket

 

Ein Wettbewerb der Griechischen Botschaft 

für Schülerinnen und Schüler an allen Schulen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, die am Fach Altgriechisch teilnehmen. 

Alle Infos zum Download:

Wettbewerb Altgriechisch

 

 

Noch einmal sei an dieser Stelle erwähnt (seit Sommer 2018 in Berlin):

Das 360°-Panorama PERGAMON von Yadegar Asisi beim Pergamonmuseum -

Ein vorläufiger Ersatz für den Pergamonaltar, der derzeit nicht zu besichtigen ist.

Link: https://www.asisi.de/locations/berlin-kupfergraben/

Arnold Esch:

Historische Landschaften Italiens
Wanderung zwischen Venedig und Syrakus

Beck-Verlag München 2018
Preis:  € 29,95 (E-Book: € 24,99)

Einband: fest
ISBN: 978 3 406 7265 4

Umfang: 368 Seiten

(Siehe auch oben unter „Presse/Rezension“)


Hanns-Josef Ortheil:

„Die Mittelmeerreise“
Luchterhand Verlag, München 2018
640 Seiten, 24 Euro

(Link zur Rezension oben)

Neue Zürcher Zeitung:

Landschaften kann man lesen wie Bücher: Arnold Esch wandert durch Italien und zeigt, wie Natur und Geschichte sich durchdringen

Was verbindet den heiligen Benedikt mit Kaiser Nero? Mehr, als man auf den ersten Blick annehmen würde. Der Historiker Arnold Esch führt in seinem neuen Buch, wie stark Landschaften von der Geschichte geprägt werden.

Von der römischen Kaiserzeit bis ins Mittelalter sind es manchmal nur wenige Schritte. Bei Subiaco im Tal des Aniene, rund siebzig Kilometer östlich von Rom, geht beides ineinander über. Um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. hat sich Kaiser Nero hier seine Sommerresidenz gebaut. Aber was heisst Residenz? Eine riesige Anlage mit Häusern, Gartenterrassen, Pavillons und Parks. Die ganze Landschaft war Teil eines Landguts, das sich auf eine Fläche von siebzig Hektaren erstreckte.

Weiterlesen: https://www.nzz.ch/feuilleton/der-mensch-erscheint-im-tibertal-ld.1436808


Praxis Geschichte, Ausgabe November Heft 6 / 2018:

Römer und Germanen

Westermann-Verlag, Braunschweig. Preis: € 15,00

Aus dem Inhalt:

  • Am Rand des Imperiums
  • Germanen und Römer
  • Die Germanen
  • Die römischen Eroberer
  • Germaneneinfälle
  • Problemorientierung (aus der allg. Methodik)
  • Der Limes
  • Germanen- und Römerbilder
  • Das Poblicius-Grabmal
  • Magazin (Hinweise zum Internet; Fakten zu den Germanen)

Aus dem eidgenössischen Nachbarland: - Swissinfo.ch -

Schweizer Schulwesen - Latein wird überleben (wenn die Politik mitspielt)

Wie steht es um den Lateinunterricht in der Schweiz? Trotz offensichtlicher und wiederkehrender Probleme halten Lehrkräfte und Fachleute ein Aussterben der Sprache für unwahrscheinlich.

Weiterlesen: https://www.swissinfo.ch/ger/kultur/schweizer-schulwesen_latein-wird-ueberleben--wenn-die-politik-mitspielt-/44594076


DIE WELT:

- Zum Thema Erasmus als Namenspatron - Alternative für Deutsch? Latein!

Die parteinahe Stiftung der AfD heißt nach Erasmus von Rotterdam. Doch passen Namenspatron und Partei zusammen? Ein Schnellcheck…

Weiterlesen: https://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article183742036/Alternative-fuer-Deutsch-Latein.html


NZZ:

Warum wir auf den Lateinunterricht nicht verzichten sollten

Ein Vorschlag: Reden wir weniger von «Latein», lieber von «Lateinunterricht». Latein ist eine Sprache wie jede andere, nur ohne «native speakers», aber mit Abertausenden von modernen und alten Büchern, von Lehrbüchern bis zu Werken der Weltliteratur, die etwa einen Shakespeare faszinierten und auch heute ungezählte Menschen anregen. …

Weiterlesen: https://www.nzz.ch/meinung/warum-wir-auf-den-lateinunterricht-nicht-verzichten-sollten-ld.1434191


JÜDISCHE ALLGEMEINE:

War Moses ein Kosmopolit?

Der Judaist René Bloch sprach über die Deutung biblischer Geschichten aus antiken Quellen

Weiterlesen: https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/war-moses-ein-kosmopolit/


ALLGEMEINE ZEITUNG (MAINZ):

Mit Toga-Wickelkurs

Fachschaft Altsprachler macht am Stefan-George-George-Gymnasium Bingen mit Römertag Werbung für das Fach Latein.

BINGEN - Latein-Werbung am Gymnasium: Die Fachschaft der Altsprachler lud am SGG zum Römertag. Statt Ablativus absolutus, Cäsar und Cicero gab es Toga-Wickelkurs, Taberna und Musik nach Römerart. Knapp 50 Interessierte folgten. Das Ziel: genug Anmeldungen im Februar für die zweite Runde Latein eins plus. …

Weiterlesen (mit Gedanken auch zum Thema Griechisch): https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bingen/bingen/mit-toga-wickelkurs_19182243


 

DER STANDARD (Wien):

Was sollen Gymnasiasten nach Schulabschluss können?

Lateinische Texte übersetzen, Kurven diskutieren, physikalische Gesetze beschreiben oder auf den Einstieg in die Wirtschaft vorbereiten: Was muss eine Schulbildung ermöglichen?

User-Diskussion

"Die Gymnasien produzieren oft am Markt vorbei" – mit diesem Satz im Interview mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" sorgte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) bei vielen für Verwunderung. "Die Gymnasien waren nie berufsvorbereitend, sondern dienten der Einführung in die bürgerliche Welt und in Weisen des Selbstverstehens – sprachlich, mathematisch, ästhetisch, religiös. Der Kern dieser Schule war und ist eben nicht ausgerichtet an zukünftigen Arbeitsmärkten, sondern an der Vermittlung dessen, was man unbedingt wissen muss, um in die Welt einsteigen zu können", erklärt der Bildungswissenschafter Stefan Hopmann das Wesen des Gymnasiums.   …

Interessante Internetdiskussion – weiterlesen:

https://www.derstandard.de/story/2000093018013/was-sollen-gymnasiasten-nach-schulabschluss-koennen


 

Radiowoche.de:

Bremen Zwei sendet wieder Nachrichten auf Latein

Bremen Zwei sendet Radionachrichten auf Latein. Ab dem 30. November werden die „Nuntii Latini“ einmal im Monat am späten Abend zu hören sein. Jede Ausgabe wird auf den Onlineseiten der Welle (www.bremenzwei.de/lateinnachrichten) nachzulesen und in der ARD-Audiothek (www.ard-audiothek.de) nachzuhören sein.

Durch die Besonderheit, für normale Dinge des Alltags wie Autos, Handys und politische Phänomene lateinische Umschreibungen zu finden, leisten die „Nuntii Latini“ einen Beitrag zur Aktualisierung des Lateinischen und wollen auch Schülerinnen und Schülern die Sprache jenseits der klassischen Texte näherbringen.

Bremen Zwei setzt dabei eine Tradition fort. Das Informations- und Kulturprogramm von Radio Bremen hatte Ende 2017 die deutschlandweit einzigartigen „Nuntii Latini“ eingestellt, da die bisherige Redaktion ehemaliger Lateinlehrerinnen und -lehrer aus Altersgründen nach 14 Jahren die Arbeit eingestellt hatte. Nun konnte Bremen Zwei wieder Bremer Philologinnen und Philologen begeistern, aktuelles Weltgeschehen auf Latein zu vermelden. Jeweils zum Ende eines Monats ist ein Paket aus lateinischen Nachrichten online zu lesen und in den Null-Uhr-Nachrichten im normalen Programm auch zu hören.

Neben den „Nuntii latini“ werden zusätzlich auch wieder Lateinische Nachrichten von Schülerinnen und Schülern produziert. Dabei schreiben die jungen Lateinerinnen und Lateiner eigene Texte zu aktuellen Themen, die sie beschäftigen, und sprechen diese auf Latein ein. So kommt zum Beispiel auch Justin Bieber einmal als Held lateinischer Nachrichten zu Ehren.

Das Ende der Bremer Latein-Nachrichten erregte bundesweit in vielen großen Medien wie Spiegel Online, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder der Welt Aufsehen und wurde bedauert. Europaweit bot nur noch der finnische Rundfunk Nachrichten auf Latein. Die „Nuntii Latini“ Radio Bremens waren jahrelang ein „Renner“ für die Latein-Freunde in ganz Europa. Nun sind sie wieder da.

http://www.radiowoche.de/bremen-zwei-sendet-wieder-nachrichten-auf-latein/


Latein-Monatsnachrichten:

Nuntii Latini mensis Novembris 2018

Secretaria civitatis Parisiensis parentibus plagillarum infligendarum usu interdicere vult +++ Hymnus pediludii Latine cantatus +++ Sieling pro custodia factionis, quae Optio Altera pro Germania condita est, per totam Germaniae rem publicam foederatam +++ Soli pediludio coniuncti: Persa et Iudaeus collegae fient +++ Thesaurus Romanorum inventus

Link: https://www.radiobremen.de/bremenzwei/rubriken/latein/latein/latein-rueckblick-november100.html


Deutschlandfunk:

250. Geburtstag von Friedrich Schleiermacher

Ein protestantischer Dalai Lama?

Friedrich Schleiermacher wurde geboren am 21. November 1768 in Breslau. Er war vor allem evangelischer Theologe und Philosoph, aber auch Altphilologe, Staatstheoretiker oder Kirchenpolitiker. Er beeinflusst einige Theologen bis heute. Dennoch hat ihn nicht jeder auf dem Schirm.

Weiterlesen: https://www.deutschlandfunk.de/250-geburtstag-von-friedrich-schleiermacher-ein.886.de.html?dram:article_id=433159


 

Buchrezension:

Hanns-Josef Ortheil: „DIE MITTELMEERREISE“

https://www.deutschlandfunkkultur.de/hanns-josef-ortheil-die-mittelmeerreise-frachtschiff-in.950.de.html?dram:article_id=433018

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

in der Vorweihnachtszeit geht es oft turbulent zu. Wir hoffen dennoch, dass Sie ein wenig Muße finden, den Newsletter zu lesen.

Besonders interessant: Die Wiederaufnahme der NUNTII LATINI – wenn auch etwas verkürzt, und der historisch-archäologische Wanderführer durch Italien von Arnold Esch.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken, und wir wünschen eine anregende Lektüre.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletter
Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Prof. Dr. Peter Riemer

Ein ausführlicher Artikel über den besonderen Tag Ferragosto mit reichlicher Bezugnahme auf Antikes erschien Mitte August in der FAZ.

Auch von uns aus noch einmal die ausdrückliche Empfehlung zur Lektüre:

www.faz.net/aktuell/reise/zwischen-paestum-und-capaccio-ferragosto-in-sueditalien-15738253.html


Aus der Kategorie Non omnia apud priores meliora:

Hinweise für eine Klassenfahrt nach Griechenland aus dem Jahr 1961 (man beachte den veranschlagten Preis von 475 DM in Relation zu den damaligen Einkommen):

mdav1961 0063

https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mdav1961/0063/image


 

Aufführung des Dramas MEDEA von Euripides in Pforzheim im Kulturhaus Osterfeld

(Amateurtheaterverein Pforzheim): Noch zwei Termine: 19.10.18, 20.10.18 jew. 20:30 Uhr


Seit Sommer 2018 in Berlin:

Das 360°-Panorama PERGAMON von Yadegar Asisi beim Pergamonmuseum -

Ein vorläufiger Ersatz für den Pergamonaltar, der derzeit nicht zu besichtigen ist.

Link: https://www.asisi.de/locations/berlin-kupfergraben/

Eltje Böttcher:  Lateinisch sprechen im Unterricht

Praktische Ansätze des „Latine loqui"

Vandenhoeck + Ruprecht Göttingen; Erscheinungstermin: 12.11.2018
Voraussichtlicher Preis:  € 19,00

Einband: Kartoniert / Broschiert
ISBN-13: 978352570261
Bestellnummer: 869725
Umfang: 128 Seiten


Andrea Marcolongo: Warum Altgriechisch genial ist

Eine Liebeserklärung an die Sprache, mit der alles begann

Piper, München 2018
Preis: €  22,00

Aus dem Klappentext:

Altgriechisch ist ebenso außergewöhnlich wie erstaunlich und nicht die tote Sprache, für die wir sie halten – das hat Andrea Marcolongo erkannt. Ihr kluges und überraschendes Buch über die Sprache der antiken Griechen ist kein Lehrbuch und keine Grammatik, sondern eine Liebeserklärung an die Fähigkeit des Altgriechischen, unsere Wahrnehmung zu verändern. Es ist eine Entdeckungsreise zu den faszinierenden Besonderheiten dieser Sprache, die das damalige Weltbild maßgeblich beeinflusst haben. So kannten die antiken Griechen zum Beispiel keinen Zeitdruck, da Wörter wie früh, spät, gestern oder morgen keine Rolle spielten. Oder sie hatten die Möglichkeit, der Zweisamkeit mit dem Dual eine ganz eigene Bedeutung zu geben.

Andrea Marcolongo bringt uns die Magie des Altgriechischen nahe und zeigt uns, was wir von den antiken Griechen lernen können, selbst wenn wir ihre Sprache nicht sprechen.

Publikationshinweis/Rezension in Rundfunkanstalt:

SWR2: Kategorie Lesenswert

Rezension von Konstantin Sakkas -

Dienstag, 28.08.2018 (19:54 – 19:59 Uhr)


Thomas Bauer: Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient

Beck Verlag 2018
192 Seiten
22,95 Euro

Aus dem Rezensionsskript:

„Die Vormachtstellung des Westens ist historisch jung. Sie ist eine Frucht der industriellen Revolution, die die Abhängigkeit des Menschen – und der Politik – von der konventionellen Landwirtschaft brach und in kurzer Zeit die Aneignung von Lebensräumen und Absatzmärkten und die Steigerung von Lebenserwartung und Lebensstandard in ungeahntem Ausmaß ermöglichte. Dieser Prozess beginnt in Europa um 1700, also etwa ein halbes Jahrhundert nach Ende des Dreißigjährigen Krieges. Etwas zur selben Zeit entwickelt der sächsische Geschichtsprofessor Christoph Martin Keller, der sich Cellarius nannte, das dreigliedrige Schema von Geschichte, das bei uns im Westen bis heute gilt: Antike, Mittelalter, Neuzeit. Genau um dieselbe Zeit setzt der Niedergang des Osmanischen Reiches ein – und mit ihm, folgt man Thomas Bauer, das eigentliche Ende der Antike, die bis dahin der unerreichte Leitstern des Westens gewesen war. Bis heute wird an westlichen Schulen gelehrt, dass mit der Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 nach Christus die Antike geendet habe. Daraufhin sei die Welt in einen tiefen Winterschlaf verfallen, aus dem sie erst die italienische Renaissance seit dem 14. und 15. Jahrhundert wiedererweckt habe. Bauer zeigt, wie falsch diese Auffassung ist. Die Antike war ein Phänomen des Orients, und im Orient bestand sie ungebrochen weiter.“ …

Weiterlesen: https://www.swr.de/-/id=22074102/property=download/nid=659892/g2srfy/swr2-die-buchkritik-20180828.pdf

pressespiegel

Hessischer Rundfunk: 

Hessens Lateinlehrern gehen langsam die Schüler aus

Sendung: hr2, 08.8.2018, 7.15 Uhr

Veröffentlicht am 08.08.18 um 06:43 Uhr

Für einige Studiengänge an Universitäten sind fundierte Lateinkenntnisse weiterhin Pflicht. Dabei lernen immer weniger Schüler die Sprache der Römer. Der Trend geht in eine andere Richtung.

Weiterlesen: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/hessens-schueler-verlieren-interesse-am-lateinunterricht


Erinnerung an den Bundeswettbewerb Fremdsprachen:

Wie immer gibt es attraktive Preise und wie immer sind die Aufgaben gerade in den Klassischen Sprachen äußerst reizvoll!

www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de


Hannoversche Allgemeine Zeitung:

Latein sprechen: Eine Woche nur Latein

Eltje Böttcher bietet Latein-Sprachkurse an – und hat jetzt eine ganze Woche lang fast nur Latein gesprochen

… Latein ist beim Lernen fremder Sprachen recht hilfreich, denn mit Latein dringt man zum Gerüst einer Sprache vor: der Grammatik. Wer Latein kann, kommt auch bei anderen Sprachen schnell weiter, sogar bei extraterrestrischen. Aber dafür hat Eltje Böttcher nicht Latein gelernt. Damals, im Gymnasium in Kiel, war es ihre erste Fremdsprache. Warum? „Weil ich die Sprache gern mag“, sagt sie. Folgerichtig hat sie dann auch Latein studiert –und arbeitet jetzt an ihrer Dissertation über Ovid.

Weil sie die Sprache so mag, spricht sie sie auch gern und so oft es geht. Gerade hat Eltje Böttcher eine ganze Woche lang fast ausschließlich Latein gesprochen. Sie war bei der „Europäischen Lateinwoche“ in Braunfels zu Gast. 70 Lateinfreunde („Die Hälfte davon unter 35“, sagt Eltje Böttcher) haben sich dort Anfang August getroffen –um eine Woche nur Latein miteinander zu sprechen. …

Weiterlesen: http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Eltje-Boettcher-hat-eine-Woche-lang-nur-Latein-gesprochen


Neue Züricher Zeitung: 

Das Stichwort: Wie die Tierhaut zur Börse wurde und was der Bursche mit der Wall Street zu tun hat

Was eine Börse ist, weiss jeder. Aber woher sie kommt? Auf verschlungenen Wegen kommt das Tierfell zum Studenten. Und irgendwann taucht es auf dem Finanzplatz wieder auf.

Klaus Bartels, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG  vom 1.9.2018

Ungleiche Familienzweige: ein kaufmännischer, der zwischen New York und Tokio zu globaler Bedeutung gekommen ist, und ein akademischer, der es im Kaufmännischen nicht über eine WG mit gemeinsamer Kasse hinausgebracht hat. Die «Börse» aus der niederländischen und der «Bursche» aus der deutschen Linie sind Cousine und Cousin, aber im Laufe der Jahrhunderte sind sie einander doch so fremd geworden, dass sie einander kaum mehr als Verwandte erkennen. …

Weiterlesen: www.nzz.ch/feuilleton/das-stichwort-was-der-bursche-mit-der-wall-street-zu-tun-hat-und-wie-die-boerse-gemeinsame-kasse-macht-ld.1413220


Kölner Stadtanzeiger:

Archäologen entdecken in Köln älteste Bibliothek Deutschlands

Horaz und Vergil lagen sicher im Regal, überhaupt die zeitgenössischen Autoren der Antike, zudem das Wissen der Forschung in gerollter Form. Dirk Schmitz, Abteilungsleiter bei der Kölner Bodendenkmalpflege, kann es sich lebhaft vorstellen, wie diese Literatur in der römischen Bibliothek zu Köln aufbewahrt wurde. Immerhin hat er das Gemäuer untersucht, das bei Ausgrabungen im Antoniterquartier entdeckt worden ist.

Im Begleitbuch zur Ausstellung „BodenSchätze“ im Römisch-Germanischen Museum (RGM) schreibt Schmitz: „In einer Zeit, als Köln in wirtschaftlicher Blüte stand, ließ die Stadt an ihrem zentralen Platz einen Kristallisationsort der antiken Bildung errichten.“

Weiterlesen: www.ksta.de/kultur/bei-bauarbeiten-archaeologen-entdecken-in-koeln-aelteste-bibliothek-deutschlands-31008560


Die WELT: 

So leicht lernen Sie die Weisheit der Lateiner und Altgriechen

Von Dirk Schümer

Weiterlesen (Bezahl-Artikel): www.welt.de/kultur/plus181365892/Latein-und-Altgriechisch-So-leicht-lernen-Sie-die-Weisheit-der-Antike.html


Deutschlandfunk:

Sprachen lernen - Latein für den Alltag

An der Accademia Vivarium Novum Frascati in Rom lernen Schüler aus aller Welt Latein und sie lernen, alltägliche Gespräche in der toten Sprache zu führen. Neben der Sprache spielen dort aber auch Humanismus und die Welt der Antike eine große Rolle.

Von Tassilo Forchheimer

Weiterlesen: https://www.deutschlandfunk.de/sprachen-lernen-latein-fuer-den-alltag.680.de.html?dram


Bayrischer Rundfunk/BR2:

Mama, darf ich bitte Latein lernen?

Lebt Latein? Ein Gespräch über innovativen Unterricht, rückläufige Schülerzahlen und eine nur vermeintlich tote Sprache. Im Studio: Michael Stierstorfer, Lateinlehrer aus Regensburg.

Zum Nachhören:https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/sozusagen/sozusagen-mama-darf-ich-bitte-latein-lernen-100.html


The TIMES:

Et tu, Rihanna? Pop turns Latin 

LANGUAGE Pop lyrics have been translated into Latin in an attempt to lure Young People into lerarning the language, writes Nicola Woolcock  

DEAD LANGUAGES are often considered dead boring by children, who fail to see the relevance of the musings of Seneca and Ovid. But the ancients are being supplanted by the wisdom of Madonna, Michael Jackson and the Rolling Stones in an effort to revitalise Latin. 

Hundreds of translated Pop lyrics are in an new book by Sarah Rowley, an Oxford classics graduate who runs the Twitter page @LatinRocksOn devoted to the subject. She worked for the Swiftkey language prediction app and now works in healthcare technology.   … 

Weiterlesen: www.thetimes.co.uk/article/et-tu-rihanna-pop-turns-latin-nzn6ndb5k

landeskongress rlp 2018


Internationale Tagung an der Universiät Postdam (27. - 29.09.2018):

„Mein Hahn spricht wie ein Mensch!“: Tierrede in antiker Literatur

Am Neuen Palais 10, Haus 11, Raum  0.09, 14 469 Potsdam.

Aus den Erläuterungen:

„Die Tagung hat das Ziel, Tierrede als literarisches Phänomen in antiken Texten von den Anfängen bis in die Spätantike multiperspektivisch und unter Anwendung vielfältiger Methoden zu untersuchen. Die Vrträge von Vertreter/-innen verschiedener altertumswissenschaftlicher Disziplinen (Klassische Philologie, Alte Geschichte, Ägyptologie, Orientalistik, Archäologie, jüdische und christliche Theologie) werden die quantitative und qualitative Ausprägung des Phänomens „Tierrede“ ausdifferenzieren und kategorisieren, kultur-, geistes- und sozialgeschichtliche Kontexte analysieren, motiv- und gattungsgeschichtliche Fragen beantworten und aktuelle Konzepte von Animalität und Humanität auf die Texte anwenden.“

Anmeldung per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bis zum 21.09.2018.

Das Programm:

https://www.uni-potsdam.de/fileadmin01/klassphil/Veranstaltungen/Tagungen_etc/Schmalzgruber_Tierreden/Tagungsprogramm_offiziell.pdf


14. Potsdamer Lateintag (für Lehrkräfte und SchülerInnen)

Ort: Universität Postdam, Griebnitzsee, am 05.10.2018

von 09:30 bis 14:15 Uhr

Thema:

Im Schatten der Gesellschaft? Roms Umgang mit sozialen Randgruppen

Anmeldung (verbindlich!): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es ist wieder mit großem Andrang zu rechnen. 

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

nach der Ruhephase während der Sommerhitze, welche Ihnen hoffentlich ein wenig Muße beschert hat, gibt es wieder einige interessante Informationen aus der Fachwelt. Besonders erwähnenswert ist die Einladung zum regionalen kleinen Fachkongress in Mainz.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und wünschen eine anregende Lektüre.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters
Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Prof. Dr. Peter Riemer

Aufführung des Dramas MEDEA von Euripides in Pforzheim im Kulturhaus Osterfeld

(Amateurtheaterverein Pforzheim): Noch vier Termine: 06.07.2018, 07.07.2018, 19.10.18, 20.10.18


Ausstellung ALTE NATIONALGALERIE BERLIN

Concordia – Kunst und Wissenschaft in Eintracht

Leo von Klenze und Karl Richard Lepsius

Noch bis 15.07.2018 !

Di-So 10-18, Do 10-20

Link: https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/concordia-kunst-und-wissenschaft-in-eintracht.html


Wiederholung eines Hinweises für eventuelle Klassenexkursionen:

Das 360°-Panorama  ROM 312  von Yadegar Asisi im Gasometer Pforzheim ist aufgrund des ungebrochenen Besucherandrangs auf das gesamte Jahr 2018 hin verlängert worden! 

Link: http://www.gasometer-pforzheim.de/de/ausstellung

Ab Sommer 2018 in Berlin:

Das 360°-Panorama PERGAMON von Yadegar Asisi beim Pergamonmuseum -

Ein vorläufiger Ersatz für den Pergamonaltar, der derzeit nicht zu besichtigen ist.

Link: https://www.asisi.de/locations/berlin-kupfergraben/

SACHS, HANS:

Die Irrfahrt Ulissi mit den Werbern und seiner Gemahel Penelope (1555),

herausgegeben, erläutert und mit einem Nachwort versehen von

Nathanael Busch  und Hans Rudolf Velten

Verlag: Universi, Siegen 2017

ISBN: 978-3-96182-010-8

10,80 €


ULRICH WILKE
Illustrierte Vergil- und Ovid-Ausgaben der Frühen Neuzeit

Neuerscheinungen der Jahre 2017 und 2018

MIt der Erfindung des Buchdrucks geht auch die Möglichkeit einher,
Bücher konsistent und in gleichbleibender Qualität zu illustrieren, so
dass eine neuartige Verbindung von Text und Bild entstand (zu nennen
sind etwa die eine ganze Reihe von Drucken der Metamorphosen Ovids
begleitenden Holzschnitte des Virgil Solis). Diese Bilder lassen sich
einzeln auf zahlreichen Internetseiten oder über die Google Bildersuche
finden - den vollständigen Kontext und die Gestaltung der gesamten
Zyklen zu erhalten, war wesentlich schwieriger.

Der Arzt Ulrich Wilke hat zeit seines Lebens solche Bücher gesammelt und
macht sie in seinem Ruhestand zu nicht überzogenen Preisen als
Nachdrucke einer breiteren Leserschaft zugänglich. Während die
einführenden Texte nicht immer frei von Fehlern und Irrtümern sind (man
darf sie also nicht unbesehen Schülern für Referate in die Hand
drücken), ist der eigentlich Kern, die Wiedergabe der illustrierten
Ausgaben, absolut empfehlenswert. Nähere Hinweise zu den (derzeit) zehn
einschlägigen Bänden finden sich unter

http://www.dr-ulrich-wilke.de/meine-buecher.html

Latein und Geschlechterforschung

Die Universität Osnabrück erhält eine bundesweit einmalige Professur,

die Latein und internationale Geschlechterforschung verknüpft.

Mehr dazu:

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1209262/uni-osnabrueck-erhaelt-bundesweit-einmalige-professur


Israel: Archäologen entdecken Mosaik aus der Römerzeit

In einer der wichtigsten historischen Stätten Israels haben Forscher ein buntes Mosaik entdeckt. Es ist mindestens 1700 Jahre alt.

Mehr dazu: 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/israel-buntes-mosaik-aus-der-roemerzeit-in-caesarea-entdeckt-a-1192607.html


Archäologen entdecken griechisch-römischen Tempel bei der Oase Siwa

Etwa 50km östlich der Siwa Oase hat ein ägyptisches Archäologenteam die Überreste eines griechisch-römischen Tempels entdeckt.

Mehr dazu:

https://blog.selket.de/aus-der-archaeologie/archaeologen-entdecken-griechisch-roemischen-tempel-bei-der-oase-siwa


Sappho hat 2600 Jahre Erfahrung in Sachen Erotik

Die antike Dichterin Sappho war schon alles. Hure, Hohepriesterin der Lesben, Feminismus-Ikone. Vielleicht sollten wir jetzt einfach mal ihre Gedichte feiern. Für ihre Lebensbejahung der Liebe. 

Mehr dazu:

https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article176423572/Schecks-Kanon-59-Sapphos-Gedichte.html


Latein lernen mit Harry Potter:

Latein ist bei vielen Schülern nicht gerade das Lieblingsfach. Kompliziert, veraltet, langweilig - das sind so die Vorurteile. Michael Stierstorfer, Lehrer aus Regensburg, findet dagegen, dass das gar nicht stimmt. Er ist gerade in Saarbrücken beim Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbands, auf dem sich Lateinlehrer und Wissenschaftler aus ganz Deutschland treffen. Mit seinem Kollegen Markus Janka erklärt Stierstorfer, wie Lehrer mit Harry Potter den Unterricht spannender gestalten können. SR1-Reporterin Julia Lehmann hat ihn getroffen.

Mehr dazu zum Nachhören:

https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=60273


Meine Tochter rettet das Abendland:

Französisch kann man immer lernen, aber Altgriechisch? Das lernt man entweder in der Schule oder nie im Leben. In der Familienkolumne der WELT geht es heute um antike Sprachen. 

Mehr:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/was-macht-die-familie-meine-tochter-rettet-das-abendland/11506582.html


Wie es wirklich ist … im Alltag Latein zu sprechen

„Meinen ersten Traum auf Latein hatte ich nach drei Monaten.“ …

Mehr:

https://www.zeit.de/2018/23/latein-sprechen-alltag-wie-es-wirklich-ist


 

Latein-Theater: Das Müll-Problem im Reich der Götter  

Schüler des Hölderlin-Gymnasiums verlegen die Gegenwart in die mythische Sagenwelt

Mehr:

 

https://www.ksta.de/koeln/latein-theater-das-muellproblem-im-reich-der-goetter-30533602


 

Rundfunk

Im Vorfeld unseres Kongresses gab es eine Sendung im Schweizer Rundfunk auf Schweizerdeutsch mit einem Plädoyer für Latein:

SRF 1 TREFFPUNKT (29.03.2018, 10:03 -11:00 Uhr)

Latein: Wozu soll das noch gut sein?

Der Lateinlehrer Pius Meyer aus dem Kanton Aargau erläutert im Gespräch die Lebendigkeit des Faches.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rebekka Haefeli

 

Link (Podcast) zum Nachhören:

https://www.srf.ch/sendungen/treffpunkt/latein-wozu-soll-das-noch-gut-sein

 

 

 

DER NÄCHSTE ALTPHILOLOGENKONGRESS FINDET 2020 IN DEN RÄUMEN DER UNIVERSITÄT WÜRZBURG STATT

Planen Sie jetzt schon vor.

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Wir blicken mit positiven Erinnerungen auf den diesjährigen Bundeskongress des DAV in Saarbrücken zurück: Schätzungsweise 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen vom 3. - 7. April 2018 ins Saarland, nicht nur für das hochwertige Angebot an Vorträgen und Arbeitskreisen, sondern auch für zahlreiche Begegnungen, ein anregendes Exkursionsprogramm nicht zu vergessen. Als einer der Höhepunkte der Tagung kann die Verleihung des Humanismuspreises an Prof. Dr. Rita Süssmuth gelten, über die auch in den Medien berichtet wurde.

Hier einige Impressionen:

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,          

der siebente elektronische Newsletter des DAV erscheint mit etwas Abstand vom Kongress in Saarbrücken. Ungefähr 600 Interessierte haben ihn besucht und Infomationen aus erster Hand mitgenommen. Es gab fachlich etwas weniger für dieses Format geeignete Nachrichten in den letzten Wochen. Diese sowie verschiedene Veranstaltungshinweise und Anregungen präsentieren wir Ihnen anschließend. Wir wünschen uns und den Veranstaltern wie zuvor eine weite Verbreitung der Informationen.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und wünschen eine anregende Lektüre.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Prof. Dr. Peter Riemer

Nachhaltige Bildung und Sprachreflexion: 

Deutliche Zunahme im Fach Altgriechisch

Den steilsten Anstieg unter den Fremdsprachen zeigt derzeit die Sprache Homers

Die Sprache der ältesten literarischen und geistesgeschichtlichen Werke Europas kann für das Schuljahr 2016/2017 in der Belegung an allgemeinbildenden Schulen ein Plus von 6,6% verzeichnen. Damit ist das Griechische – abgesehen von der Sondersituation für die Flüchtlinge im schulpflichtigen Alter – das Sprachfach mit der größten prozentualen Zunahme und eine von zwei Fremdsprachen mit Zuwachs.

Wiesbaden/Berlin/Speyer (DAV): Der Zuspruch zum Fach Griechisch ist ungeachtet aller  Wogen im Bildungsbereich erfreulich. Die Ziffer der Griechischschüler hat für das Schuljahr 2016/2017 gegenüber dem vorausgehenden Schuljahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von 10.991 auf 11.768 zugenommen. Das bedeutet eine Steigerung um 6,6%. Damit liegt der Anstieg in dieser Reflexionssprache sogar noch deutlich vor dem Zuwachs in der Kommunikationssprache Spanisch, welche für das vergangene Schuljahr ein Plus von 1,93% aufweist.

In der Gesamtentwicklung deutet sich nicht nur an, dass die Umverlagerungen der letzten Jahre in der Fremdsprachenwahl durch eine allmähliche Verstetigung abgelöst werden. Nach Ansicht des Deutschen Altphilologenverbandes (DAV) zeugt die zu beobachtende Tendenz auch von einem gewissen vitalen Bewusstsein für kulturgeschichtliche Kenntnisse aus erster Hand und nachhaltige Bildung wie auch für den Wert von Reflexion und Tiefenbetrachtung.

Der DAV-Vorsitzende OStD Hartmut Loos (Speyer) stellt hierzu fest: „Die grundlegenden Fragen der Menschheit und die Fundamente des abendländischen Kulturkreises bleiben stets aktuell und haben kein Verfallsdatum.“

Karl Boyé

(Pressesprecher des DAV)

Die Kultusministerkonferenz gibt allgemein bekannt:

Seminare und Fachtagungen zum internationalen Austausch im Schulbereich: Informieren Sie sich in unserer Veranstaltungsübersicht über das Angebot des PAD
https://www.kmk-pad.org/veranstaltungen.html

Pädagogischer Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz

Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich

Graurheindorfer Str. 157, D-53117 Bonn

Tel.: +49-228-501-254, Fax: +49-228-501-333

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kmk-pad.org

Leroi, Armand Marie:

Die Lagune

oder wie Aristoteles die Naturwissenschaften erfand

Verlag: Theiss/WBG, Stuttgart/Darmstadt 2017

ISBN: 978-3-8062-3584-5

38,00 €

Altertum: Die Antike, das nächste Fremde?

Gerade die antike Literatur bildet einen festen Bezugspunkt in unserer Welt. Noch immer hilft sie uns, die Gegenwart zu verstehen.

Von Jonas Grethlein (Zuvor erschienen in der Fachzeitschrift MERKUR)

Das klassische Altertum ist schon seit langem entzaubert und zur griechisch-römischen Antike geworden. Man muss weit zurückgehen, um ernsthafte Versuche aufzuspüren, antiker Kunst und Literatur den normativen Charakter des Klassischen zuzusprechen und die platonische Trias des Guten, Schönen und Wahren wiederzubeleben. Einer der tatkräftigsten Totengräber des klassischen Altertums war Friedrich Nietzsche – nicht ohne Ironie, war Nietzsche doch selbst von Hause aus Altphilologe und Inhaber des Basler Lehrstuhls für Gräzistik. Nietzsche schwärmte vom "furchtbar-schönen Gorgonenhaupt des Klassischen", aber seine Begeisterung für die vitale Abgründigkeit der griechischen Kultur begrub die edle Einfalt und stille Größe, die Winckelmann und seine Jünger in antiken Statuen sahen.

Mehr: http://www.zeit.de/kultur/2018-01/altertum-antike-naechste-fremde-uvo-hoelscher

 


Latein: Die frühe Sprache der Gelehrten

  1. Dezember 2017, 11:00

Bis weit in die Neuzeit war Latein die Sprache der Wissenschaft. Ein noch weitgehend ungehobener Schatz für die Wissenschaftsgeschichte Innsbruck – Nie wurden so enorme Mengen an wissenschaftlicher Erkenntnis produziert wie heute, und niemals zuvor in der Geschichte verlor Wissen so schnell seine Gültigkeit. Da hatte man es in früheren Jahrhunderten leichter, als sich das Rad der Wissensproduktion noch langsam drehte. Mitunter jedoch war dieses neue Wissen von einer Radikalität, die im Denken der Menschen und in ihrer Weltwahrnehmung keinen Stein auf dem anderen ließ. So kam es zwischen dem späten 15. und dem frühen 18. Jahrhundert zu einer anhaltenden wissenschaftlichen Revolution, deren Erkenntnisse das Fundament der modernen Naturwissenschaften bilden. Durch die Erfindung des modernen Buchdrucks im 15. Jahrhundert hat sich das neue Wissen relativ schnell verbreitet. Und zwar in lateinischer Sprache. Bis weit in die Neuzeit hinein war Latein die Lingua franca der europäischen Gelehrtenwelt, die Sprache einer frühen Scientific Community. Selbstverständlich hat man auch die Gelehrtendispute über alle Länder- und Sprachgrenzen hinweg in dieser schon damals "toten" Sprache ausgetragen. "Dieses Faktum wird von der Wissenschaftsgeschichte zurzeit allerdings nicht zur Kenntnis genommen", ist der Latinist Martin Korenjak vom Institut für Sprachen und Literaturen an der Uni Innsbruck überzeugt. -

Mehr: http://derstandard.at/2000071079949/Latein-Ueber-die-fruehe-Sprache-der-Gelehrten


Der renommierte Radiokulturkanal des Südwestrundfunks hat am 11.12.2017 eine bemerkenswerte Sendung zur besten Sendezeit ausgestrahlt. Anlass war die neue Iliasübersetzung in Versen von Kurt Steinmann. 

SWR2 FORUM (11.12.2017, 17:05-17:50 Uhr)

Mehr Homer wagen - Was uns die "Ilias" heute zu sagen hat

Es diskutieren: Reinhard Bode - Gymnasiallehrer für die Fächer Latein und Griechisch, Baden-Baden, Dr. Markus Janka - Professor für Klassische Philologie und Fachdidaktik der Alten Sprachen, LMU München, Dr. Kurt Steinmann - Altphilologe und Übersetzer, Luzern

Gesprächsleitung: Gregor Papsch.

Link (Podcast) zum Nachhören:

http://www.ardmediathek.de/radio/Forum/Mehr-Homer-wagen/SWR2/Audio-Podcast?bcastId=3046&documentId=48306804

Polis Europa – Latein und Griechisch verbinden"

Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes

vom 03. bis zum 07. April 2018

an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken

Hierzu noch einmal der Vorsitzende des DAV Hartmut Loos (Speyer):

Mit besonderer Freude werden wir den 11. Humanismuspreis am 04. April 2018 an die ehemalige Bundesministerin und Präsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Professor Dr. Rita Süssmuth verleihen, für die Laudatio konnten wir den Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, Dr. Peter Neher gewinnen. 

Als künstlerisch gestaltete Porträtskulptur wird Frau Süssmuth eine „Sophie von La Roche“ von Wolf Spitzer erhalten.

Den Festvortrag hält der Präsident der „Europäischen Bewegung International“ und Abgeordnete im Europäischen Parlament, Josef „Jo“ Leinen.

»Link zum ausführlichen Programm

Die Tage werden schon wieder länger, und der Kongress rückt in zügigen Schritten heran.

Am besten, Sie melden sich gleich jetzt an.

HIER GEHT ES DIREKT ZUR ANMELDUNG:

https://bundeskongress.altphilologenverband.de/anmeldung

dav kongress 2017 teaser 2

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

der sechste elektronische Newsletter des DAV auf Bundesebene kommt aufgrund technischer Ausfälle verzögert. Wir bitten um Entschuldigung. Wir haben wieder einige Nachrichten aus den letzten Wochen sowie verschiedene Veranstaltungshinweise und Anregungen. Wir wünschen uns und den Veranstaltern wie zuvor eine weite Verbreitung der Informationen.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und wünschen eine anregende Lektüre.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Prof. Dr. Peter Riemer

Fachtagung zum Thema "Migration und kulturelle Identität im Spiegel der römischen Literatur" 

am 28. September 2017 von 9.45 Uhr bis 17.00 Uhr an der Universität Bielefeld 

Das Programm umfasst folgende Vorträge/Workshops:

10:00 - 12:00 Uhr: 

Prof.'in Dr. Lore Benz: Formen und Prozesse von Akkulturation im Licht der römischen Literatur und Kuns
Prof. Dr. Uwe Walter:  Rom - offene Stadt? Integration und Abgrenzung im Spiegel lateinischer Texte
Prof. Dr. Peter Riemer: Odysseus' Rückkehr und Aeneas' Suche. Flucht und Schutzsuche im Mythos und in der antiken Realität

12:15 - 13:00 Uhr:  Mittagspause

13:15 - 15:50 Uhr: Workshopsektion in drei Durchgängen: Projekte aus dem Praxissemester

(I)    Friederike Gödecke: Deutsch fördern mit Latein. Ein Studienprojekt an einer Gesamtschule.
(II) Alexander Gliech | Vera Hüsken: Das stand aber so im Wörterbuch! Umgang mit dem Wörterbuch im Fach Latein.
(III) Hendrik David | Lukas Kahlert | Janine Potthast: Wie soll ich mir die alle merken? Nachhaltiges Vokabellernen im Lateinunterricht.

16:00 - 17:00 Uhr: Prof. Dr. Stefan Kipf: Pons Latinus - Sprachsensibler Lateinunterricht zwischen Zweitsprachförderung und Sprachbildung

Bitte melden Sie sich mit dem Formular unter folgendem Link an (Wichtig: Das Programm versendet keine Bestätigungs-E-Mails):
http://www.uni-bielefeld.de/lili/studium/faecher/latein/Forschung/projekte/migration_tagung_2017.html

N.b.: Da sich dasProgramm kurzfristig erweitert hat und sich somit Änderungen im Ablauf ergeben haben, geht die Bitte an alle, welche sich bereits angemeldet haben, dies noch einmal zu tun.

Alle weiteren Informationen finden Sie ebenso unter dem oben genannten Link.

Eine Anmeldung ist bis zum 26. September erforderlich, eine Teilnehmerzahlbegrenzung besteht nicht.


Der DAV Nordrhein-Westfalen kündigt seine Landestagung an:

Die diesjährige Landestagung des DAV NRW findet vom 15.11.-17.11.17 in Münster statt.

Das Programm finden Sie im Mitteilungsheft 2/17 und auf der Homepage  davnrw.de.

Der Tagungsort ist das Franz Hitze Haus, Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48149 Münster.


Kurze Erinnerung: 

Die diesjährige Anmeldefrist zum Bundeswettbewerb Fremdsprachen endet am 6. Oktober. 

Wie immer gibt es gerade in Latein und Griechisch besonders anregende Aufgaben für alle 

Schulstufen und Wettbewerbsrubriken. Bei den gehobenen Niveaus wird dann mit modernen 

Fremdsprachen kombiniert. 

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Alterseinteilung nach Klassenstufen für die 

Teilnahme an bestimmten Wettbewerbstypen seit noch nicht so langer Zeit dank Optimierung 

noch mehr Möglichkeiten der Teilnahme für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht. 

Genaueres hier: 

www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de

Hinweis: Lassen Sie sich von der Zentrale in Bonn noch Werbekärtchen zum Verteilen schicken!


Erinnerung: WERNER-JAEGER-PREIS

Träger des diesjährigen Werner-Jaeger-Preises der Gesellschaft für antike Philosophie ist Wei Cheng (Univ. Beijing) mit seiner Dissertation zu Aristoteles. Die Verleihung findet am 07. Oktober 2017 in der Akademie Heydevelthof in Leutherheide (Gemeinde Nettetal/Kreis Viersen) statt. Sie ist eingebettet in das Programm einer Tagung vom 6. bis zum 7. Oktober unter dem Motto „Philosophie und politische Praktik in der Antike“. 

Weitere Hinweise der Kultusministerkonferenz (KMK)

Antje Schmidt vom Pädagogischen Austauschdienst informiert:

Gerne möchte ich Sie auf ein außergewöhnliches Lateinprojekt an der Europaschule Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Fulda (Hessen) aufmerksam machen, das vom Pädagogischen Austauschdienst für sein innovatives Konzept ausgezeichnet wurde. 

Das europäische Projekt mit dem Titel "Delirant isti eTwinnienses Romani!" fand mit Partnerklassen in Italien, Polen und Spanien statt. Die Klassen nutzten für die Kommunikation eine geschützte Arbeitsumgebung von eTwinning und erlebten dadurch den Lateinunterricht einmal anders. Der Einsatz verschiedener webbasierter Aktivitäten wirkte sehr motivierend auf die Schüler. Durch die internationale Zusammenarbeit in der Sprache Latein entwickelten die Schüler neben Sprachkompetenz auch ein interkulturelles Bewusstsein.

Das Projekt erhielt die Auszeichnung "Projekt des Monats August" vom PAD. Einige Einblicke in das Projekt bietet dieser Videoclip: https://vimeo.com/228829250

Landestag des NAV am 15. September 2017 in Celle - Nachlese

Der Niedersächsische Altphilologenverband hielt in der vergangenen Woche seinen Landestag mit lateinischem Schwerpunkt ab. Die Begrüssungsrede des 1. Vorsitzenden, Stefan Gieseke finden Sie hier zum Nachlesen:

http://navonline.de/index.php/aktuell/themen/verbandsarbeit/45-landestag-2017/176-landestag-2017-begruessungsrede

Den Hauptvortrag hielt Prof. Dr. Dr. Johannes Schilling, Kiel:
„Ad fontes - zu den Fakten... Der Beitrag der Reformation zur Etablierung flächendeckender wissenschaftspropädeutischer Bildung“ - 

Gesamtes Veranstaltungsprogramm: http://www.navonline.de/index.php/aktuell/themen/verbandsarbeit/45-landestag-2017/159-landestag-2017-in-celle


Aufführung des Theaterstückes EUREXIT in Köln nach Aischylos' "Agamemnon":

Premiere: 10. November 2017 im Theater im Bauturm um 20.00 Uhr

Weitere Aufführungen im Theater im Bauturm: 

  1. November 2017 um 20:00 Uhr
  2. November 2017 um 18:00 Uhr

25., 26. Januar 2018 um 20:00 Uhr 

  1. Januar 2018 um 19:00 Uhr
  2. Januar 2018 um 18:00 Uhr

Weitere Aufführungen im FORUM Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum: 

21., 22., 23. Februar 2018 um 20:00 Uhr

Deutsch-Griechisches Theater,  Zülpicher Str. 218,  50937 Köln

Tel.: +49-221-421283

www.dgt-koeln.de


Die Kultusministerkonferenz gibt allgemein bekannt:

Seminare und Fachtagungen zum internationalen Austausch im Schulbereich: Informieren Sie sich in unserer Veranstaltungsübersicht über das Angebot des PAD
https://www.kmk-pad.org/veranstaltungen.html


Große Etruskerausstellung in Schaffhausen

Rom war eine noch unbedeutende Siedlung, als die Etrusker im 6. und 5. Jh. v. Chr. in der Blüte ihrer kulturellen Entfaltung standen, dennoch steht die erste italische Hochkultur bis heute im Schatten Roms. Mit der großen Sonderausstellung »ETRUSKER« entfaltet das Schaffhauser Museum zu Allerheiligen ein Panorama etruskischer Kultur und Lebenswelt. Vom 23.09.2017 – 04.02.2018 können Besucher das faszinierende Volk in seiner ganzen Vielfalt erleben.

https://www.allerheiligen.ch/de/

Eine interessante Rezension zu einem Buch, welches die Politik der Römer gegenüber den Germanen in den Blick nimmt:

Rudolf Aßkamp, Kai Jansen
Triumph ohne Sieg?
Verlag: PvZ, Darmstadt 2017
ISBN: 9783805350655
39,95 €

Titel der Rezension:
Die wilden Nachbarn
von Theodor Kissel

Die Rezension können Sie unter der folgenden interreticularen Adresse lesen:

http://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-triumph-ohne-sieg/1487277


Nicola Gardina:
Con Ovidio. La felicità di leggere un classico
Milano: Garzanti 2017

Ein Buch vom Autor des italienischen Bestsellers "Viva il Latino. Storie e bellezza di una lingua inutile" (dazu U. Schmitzer, FC  2016/4, 248-250; die deutsche Ausgabe wird bei Rowohlt im November 2017 erscheinen).


Der Niedersächsische Altphilologenverband in Zusammenarbeit mit der KWR-Stiftung Hannover hat begleitend zum vom Verband herausgegebenen 3-bändigen Lehrwerk "Mythologia" für den früh beginnenden Griechisch-Unterricht eine Vokabeltrainer-App für Smartphones (iOS und Android) veröffentlicht:

http://mythologia.navonline.de

Literatur: Vor 2000 Jahren starb Ovid

Berlin (dpa) - Ein spitzer Schrei zieht über das nächtliche Tempelhofer Feld. Es kommt von der bluttriefenden, schwarz gekleideten Procne, die in gewaltigem Hass auf den treulosen Mann ihren Sohn tötet. Ihre Flucht vor seiner Rache endet an diesem Sommerabend auf dem ehemaligen Berliner Flughafen als Vogel. Ganz genau so, wie Ovid in seinen "Metamorphosen" die Verwandlung beschreibt.

Vor 2000 Jahren starb der römische Dichter. Nicht nur aus diesem Anlass bringt das Theater Anu "Ovids Traum" zur Aufführung, eine choreographische Adaption von Mythen aus dem wirkmächtigsten Werk des Autors. Für Bille Behr, die sich mit ihrem Mann die Leitung des Theaters teilt, ist Ovid heute noch aktuell. Das Spektrum an menschlichen Leidenschaften sei nämlich noch immer dasselbe. Es zeige: "Wir stecken in Körpern."

Im Jahr 2017 steht Ovid wegen des Jubiläums wieder im Fokus. Und das nicht nur unter Theatermachern und Altphilologen. So hat der Vespa-Club in Sulmona, einer kleinen Abruzzen-Gemeinde etwa zwei Autostunden östlich von Rom, einen Kalender über den berühmtesten Sohn des Ortes herausgebracht. Die Rollerfahrer zeigen eine Ovid-Statue in all ihren Facetten - voller Abwechslung wie das Werk des am 20. März 43 vor Christus im damaligen Sulmo geborenen Autors selbst. [...]

URL: http://www.zeit.de/news/2017-08/09/literatur-vor-2000-jahren-starb-ovid-09091405


37 Millionen Papst-Follower auf Twitter: Bitte um Ende von Krieg auf Latein

[...] Vatikanstadt — Papst Franziskus hat mittlerweile 37 Millionen Follower für seinen Twitter-Account @Pontifex_de. Das berichtet der italienische Blog "Il Sismografo" (Montag) laut Katholischer Presseagentur (Kathpress). Demnach entfallen 37 Prozent auf den spanischen Kanal und 33,5 Prozent auf den englischen. Es folgen 12 Prozent für den italienischen und 7,5 Prozent für den portugiesischen.

Nur 1,3 Prozent Deutschsprachige gehören zu den Papst-Followern, nur wenig mehr als Arabischsprachige (1 Prozent). Der lateinischsprachige Kanal hat einen Anteil von 2,2 Prozent. [...]

Tiroler Tageszeitung, den 21.08.2017

URL: http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/13347393-91/37-millionen-papst-follower-auf-twitter-bitte-um-ende-von-krieg-auf-latein.csp 


Blick ins Ausland mit zwei Meldungen

Prof. Dr. Karlheinz Töchterle hat das Große Goldene Ehrenzeichen mit Stern der Republik Österreich erhalten. Der DAV gratuliert zu dieser verdienten Auszeichnung! 

Der im Mai von Frankreichs Präsident Macron berufene und im Kabinett Philippe amtierende Bildungsminister Jean-Michel Blanquer hat die umstrittene Reform seiner Vorgängerin rückgängig gemacht: Latein und Griechisch können - wie übrigens auch Deutsch - wieder im alten Umfang an den französischen Sekundarschulen gelernt werden. Der DAV begrüßt dies ausdrücklich!  

bundeskongress 2018 teaser 1

Polis Europa – Latein und Griechisch verbinden"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

verehrte Freundinnen und Freunde der Klassischen Sprachen,

der nächste Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes, es ist der 34., findet vom 03. bis zum 07. April 2018 an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt.

Nach dem äußerst gut besuchten und sehr ertragreichen Kongress 2016 in der Bundeshauptstadt treffen wir uns diesmal in einer südwestdeutschen Stadt am Rande unserer Republik, aber in der „Mitte Europas“ und auf gallo-römischem Boden.

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,

der fünfte elektronische Newsletter des DAV auf Bundesebene ist da. Er enthält einige Nachrichten aus den letzten Wochen, insbesondere zu Projekten, welche von der KMK empfohlen und begleitet werden, sowie verschiedene Veranstaltungshinweise und Anregungen. Wir wünschen uns und den Veranstaltern wie zuvor auch eine weite Verbreitung der Informationen.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es bleibt, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und Ihnen eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters
Hartmut Loos, Ulrich Schmitzer sowie Peter Riemer

Am Dreitag, den 3. März, fand an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ovid und ‚die europäische Phantasie'" statt.

Als vor mehr als eineinhalb Jahrzehnten die „Pegasus-Onlinezeitschrift“ (http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de/) ans Netz ging, zog auch beim DAV das digitale Zeitalter ein. Was damals aber noch kaum jemand  im Blick hatte, war die Frage der Langzeitarchivierung, also der dauerhaften Verfügbarkeit von im Netz angebotenen Inhalten unabhängig von der Existenz der sie tragenden Institution. Wenn digital erscheinende Zeitschriften aber über ephemere Blütezeiten hinaus als ernsthafte Publikationen wahrgenommen werden sollen, ist das eine essentiell zu klärende Frage. Der DAV geht deshalb eine Kooperation mit dem Propylaeum-Projekt ein (http://www.propylaeum.de), das ursprünglich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als altertumswissenschaftlicher Fachinformationsdienst gefördert und nun besonders von der UB Heidelberg und der Stabi München fortgeführt wird.

Gegenwärtige Antike

Klassische Sprachen und antike Geschichte in Schule und Unterricht
Samstag, 18. März 2017 10:00 bis 16:00 Uhr in Stuttgart
- Stattliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) Stuttgart  -

Hospitalstraße 22 -24
D - 70 174 Stuttgart (bei der S-Bahn-Station Stuttgart-Stadtmitte)
Veranstalter: Württembergischer Verein zur Förderung der humanistischen Bildung e.V.

E-Mail.:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ingvelde Scholz: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Programm: www.ingvelde-scholz.de (Link "Aktuelles"), http://humanistischebildung.blogspot.de/p/blog-page.html

Anfahrt: http://seminare-bw.de/,Lde/812877

Kosten: €  10,-- Ein Zertifikat  wird ausgestellt. 


Tagung der Mommsen-Gesellschaft: "Migration und Krieg in der Antike"

16.-18.6.2017 in Halle

Programmlink:
https://www.mommsen-gesellschaft.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1186


Eine Ausstellung mit Schülertagung:

In diesem Jahr richtet die Klassik Stiftung Weimar gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum 300-jährigen Winckelmann-Jubiläum die Ausstellung „Winckelmann. Moderne Antike“ (vom 7. April bis 2. Juli 2017 im Neuen Museum Weimar)

aus. Dazu planen wir ein vielfältiges Vermittlungsprogramm (Gruppenführungen, Kinderführung, Führung mit Praxis für Schüler sowie eine kleine Schülertagung).

Klassik Stiftung Weimar
Referat Forschung und Bildung
Frauenplan 1, D-99423 Weimar | PF 2012, D-99401 Weimar

Telefon +49-(0)3643-545-571 | Telefax +49-(0)3643-545-476 | E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.klassik-stiftung.de | blog.klassik-stiftung.de | facebook.de/klassik.stiftung.weimar 

Jakobus von Voragine: Legenda Aurea, Lateinisch-Deutsch

Reihe Fontes Christiani, Herder, 2 Bände, 2247 Seiten,

ISBN 978-3-451-31222-9, EUR 228,–
(Übersetzung durch den Basler Altphilologen Bruno Häuptli)

Ein guter Artikel hierzu: http://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Ein-Handbuch-des-christlichen-Abendlandes

Curtius, Ernst Robert: Elemente der Bildung
München 2017. 517 S.;
Gebunden: ISBN 978-3-406-69760-9
http://www.chbeck.de/Curtius-Robert-Elemente-Bildung/productview.aspx?product=16551092&pac=weco_lsw

"Lateinsprechen im Unterricht" ins Russische übersetzt

Am 24. Februar erhielt Andreas Fritsch Post aus Moskau. Sein 1990 erschienener Auxilia-Band zum Thema "Lateinsprechen im Unterricht" ist jetzt (2017) etwas aktualisiert und erweitert in russischer Sprache erschienen. Diese Literaturangabe ist schon auf seiner Website gesetzt: https://www.klassphil.hu-berlin.de/de/personen/fritsch

Lateinsprechen im Unterricht (Erstausgabe 1990, s.o.). Von Alexej Slednikov aktualisiert, erweitert und ins Russische übersetzt: Андреас Фрич: Обучение устной речи на латыни: история, задачи, возможности.
Moskau: Museum Graecum-Latinum 2017, 320 Seiten
ISBN 978-6-87245-216-41


Fuhrer, Therese / Hose, Martin: Das antike Drama
München 2017. 128 S.; mit 1 Abbildung und 2 Schaubildern.
Broschiert: ISBN 978-3-406-70792-6
(= C.H.Beck Wissen 2729)
Erscheint am 16. März 2017  8,95 €   inkl. MwSt.

Caecilius Iucundus, Lucius: Die pompejanischen Quittungstafeln des Lucius Caecilius Iucundus
Bestellnummer: 1018154
Erscheinungsdatum: 31. Januar 2017
Lat. / dt. Herausgegeben, eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Arno Hüttemann. Darmstadt 2017.
252 S. mit 2 Abb.
ISBN: 9783534268634

  • Tot, aber nützlich
    FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung (21.02.2017)
    Das freut die Altphilologen, denn es gibt ihnen gute Argumente an die Hand, in Schulen auch weiterhin für ihr Fach zu werben.
  • Um Grünland ging's schon im alten Rom (www.drehpunktkultur.at 15.02.2017)
    Dorothea Weber und Clemens Weidmann gehören einer Arbeitsgruppe der Salzburger Altphilologen (Bereich Latinistik) an, die es sich zur ...

THEORIA fördert zehn geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte an der Universität Greifswald

(via Jan Meßerschmidt,  Presse- und Informationsstelle Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald)

Die Universität Greifswald setzte sich mit zehn Beiträgen im THEORIA-Wettbewerb des Landes Mecklenburg-Vorpommern durch. Am Dienstag (21.02.2017) übergab Wissenschaftsministerin Birgit Hesse dazu die Förderbescheide an die Greifswalder Geistes- und Sozialwissenschaftler. Damit wird die hohe Qualität der Grundlagenforschung an der Universität gewürdigt und deren Bedeutung für den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern herausgestellt.

Die Greifswalder Forschungsprojekte aus den Bereichen Theologie, Kunstgeschichte, Pädagogik, Philosophie, Politikwissenschaft und den Sprachwissenschaften konnten zwei Promotions-, fünf Postdoc- und sieben Professorenstipendien einwerben. Für die drei Förderformate Promotions-, Postdoc- und Professorenstipendium gingen insgesamt 49 Anträge ein. Neben den zehn Projekten an der Greifswalder Universität werden auch 15 Projekte an der Universität Rostock und zwei an der Hochschule für Musik und Theater Rostock mit insgesamt 2,5 Millionen Euro unterstützt.

Mit dem THEORIA-Wettbewerb stärkt das Land Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum 2017 bis 2020 explizit Grundlagenforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Namensgeber des Wettbewerbs ist der Altphilologe Kurt von Fritz, welcher als einziger deutscher Professor im Jahr 1934 den Eid auf Adolf Hitler verweigerte, da dies für ihn nicht mit der Freiheit der Forschung vereinbar war.
 http://tinyurl.com/hmrv9wd 

Die Didacta fand vom 14. - 18. Februar 2017 in Stuttgart (Messegelände) statt. Die Verlage nahmen die Gelegenheit zur Präsentation gerade auch der Lehrwerke für die Klassischen Sprachen ausgiebig wahr. Die Vorstellungen der neuen Lateinbücher waren sehr eindrücklich und lebendig. Momentan befinden sich etwa 15 Lehrwerke für Latein auf dem Markt. Damit nimmt Latein in dieser Hinsicht unter den Fremdsprachen eine Spitzenstellung ein!

Die Baden-Württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann sprach am 14.02. im Rahmen der Binnenveranstaltungsreihe Forum Bildung zur Schulentwicklung in Baden-Württemberg.

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,

der dritte elektronische Newsletter des DAV auf Bundesebene enthält wie seine Vorgänger einige Nachrichten aus den letzten Wochen in Auswahl sowie verschiedene teils kurz- teils längerfristige Veranstaltungshinweise sowie Anregungen zu Fortbildingen und Tagungen beziehungsweise Kongressen. Wir wünschen uns und den Veranstaltern eine weite Verbreitung der Informationen.

Den Bericht der Veranstaltung "Ovid und die europäische Phantasie" sowie einige der Buchtipps verdanken wir Herrn Dr. Rabl, der uns die Übernahme aus seiner DAV-Info großzügig gestattet hat.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es bleibt uns, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und Ihnen eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters
Hartmut Loos, Ulrich Schmitzer sowie Peter Riemer 

Der DAV-Kongress vom 03. bis 07. April 2018 in Saarbrücken befindet sich  in fortgeschrittener Vorbereitung. 
Die vorgesehenen Räumlichkeiten an der Universität des Saarlandes werden einen sehr attraktiven Rahmen für den DAV-Bundeskongress bieten. 
Wahlergebnisse zum Bundesvorstand des Deutschen Altphilologenverbandes mit Wirkung vom 05.02.2017 sowie Ernennung:

Zum Tode Roman Herzogs, des zweiten DAV-Humanismuspreisträgers

Am 10. Januar 2017 verstarb Roman Herzog, nach Richard von Weizsäcker der zweite Träger des Humanismuspreises des Deutschen Altphilologenverbandes. Diese Auszeichnung erhielt er im Jahr 2000 auf dem Bundeskongess des DAV in Marburg.

In foro mundi – Ein Workshop an der Bergischen Universität Wuppertal über Multikulturalität und Lateinunterricht

Latein lernende SchülerInnen aus der Türkei, aus Russland, Polen, Nigeria oder auch Sri Lanka sind für viele LehrerInnen, die am Workshop „In foro mundi“ der Bergischen Universität Wuppertal teilgenommen haben, schon lange nichts ungewöhnliches mehr. Der Workshop griff damit ein aktuelles Thema auf, stellte aber auch Bezüge zur Antike her und zeigte Multikulturalität als immanentes Thema im Lateinunterricht. Organisiert wurde diese Workshop der Fach-Arbeitsgruppe Latein im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Kohärenz in der Lehrerbildung“.

  • Liebermann, Bianca:
    Lateinische Präpositionen
    Verortung und Valenz
    Studien zur lateinischen Linguistik (SZLL) 1. 2016. X, 290 Seiten.

    978-3-87548-740-4. Kartoniert
    EUR 26,90
  • Angela, Alberto: Pompeji. Die Größte Tragödie der Antike. Aus dem Italienischen. v. Elisabeth Liebl.
    München (Goldmann) 2016.

    Das Buch wartet mit vielen eingestreuten neuen Fakten aus der archäologischen Forschung auf, geht auch intensiv auf die Datumsfrage ein (Oktober statt August 79 n. Chr.?) und ist zur Verlebendigung teilweise mit Charakterzügen eines dokumentarischen Romans ausgestattet. Der Autor ist Paläontologe, ist mit wissenschaftlichen Methoden ebenso vertraut wie mit vielen italienischen Archäologen bekannt und hat jahrzehntelang für das Buch recherchiert.  
  • Im September 2016 ist bei editori laterza (ISBN 978-88-581-2525-0) "La Lingua Geniale - 9 ragioni per amare il GRECO" erschienen.
  • Giardina, Nicola: Viva il Latino (Rez. F.C. Schmitzer)

Die GANPH (Gesellschaft für Antike Philosophie: http://ganph.de/ ) lobt den nach dem Altphilologen Werner Jaeger benannten Preis für DIssertationen aus. Genaueres unter der Webadresse: http://ganph.de/WernerJaegerPr

Eine weitere Ausschreibung gibt es in Berlin im Graduiertenkolleg "Kleine Formen" an der Humboldt-Universität: Koordinator, Postdoc, 13 Promotionsstellen: https://www2.hu-berlin.de/kleine_formen/

Die neue Ausgabe 4/2016 des "Forum Classicum" ist ab sofort in unserem Online-Archiv verfügbar!

Folgende Themen finden Sie u.a. im aktuellen Heft:

  • Lux verae humanitatis effulgeat – Zum sechzigsten Todesjahr des schwäbischen Horaz Hermann Weller (1878-1956)
  • Zeit optimal nutzen – Zeit sparen
  • Paulus und Seneca – ein Essay
  • Personalia: Nachrufe auf Jutta Limbach und Alfred Reitermayer
  • Zur Diskussion gestellt: Der Pronuntiatus restitutus ist teilweise falsch. Eine Entgegnung auf Jürgen Blänsdorfs Verteidigungsversuch
  • Antwort auf Anja Behrend und Matthias Korn
  • Schülerzahlen im Fach Latein und Entwicklungsperspektiven der Fachdidaktik – Eine Replik

» zum Heft

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte, 

der zweite elektronische Newsletter des DAV auf Bundesebene enthält einige Nachrichten aus den letzten Wochen in Auswahl sowie Anregungen. Selbstverständlich freuen wir uns, wenn Sie ihn mit Gewinn lesen.

 Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sis sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es bleibt uns, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und Ihnen eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos und Prof. Dr. Ulrich Schmitzer

Das neu entdeckte römische Marschlager bei Wilkenburg im Süden von Hannover wird auf Wikipedia präsentiert :

https://de.wikipedia.org/wiki/Römisches_Marschlager_von_Wilkenburg

Führungen werden organisiert von der Numismatischen Gesellschaft zu Hannover:

http://www.nghannover.org/#!blank/cl356

  • Silbernes Jubiläum der EUROCLASSICA in Athen
  • Tagungen in Südtirol
  • NAV-Landestag in Aurich
  • Schweizerischer Lateintag
  • Lateinmonat St. Gallen

In diesem Wettbewerb liegen regelmäßig Schülerinnen und Schüler mit Latein oder Griechisch als Wettbewerbssprache auf den führenden Plätzen. Die Aufgaben in den Klassischen Sprachen sind mit die attraktivsten im Rahmen der gesamten Ausschreibungen:

Diese Schülergesellschaft (angesiedelt in Berlin) richtet regelmäßig bundesweit offene Sommer- und Winterakademien für Schüler aus:

  • 34. Große Mommsen-Tagung 2017: Migration und Krieg in der Antike
  • World Humanities Conference
  • 15. Internationaler Kongress der FIEC
  • European Festival of Latin and Greek

Mary Beard:

SPQR 

Die tausendjährige Geschichte Roms
Hardcover 
Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff

Fischer Verlage 2016
Preis € (D) 28,00 | € (A) 28,80 
ISBN: 978-3-10-002230-1

Rainer Nickel:

Xenophon
Leben und Werk

230 Seiten, Hardcover
Tectum Verlag 2016
24,95 €
ISBN 978-3-8288-3738-6

Die Essay-Broschüre „Ich suche Menschen“, die der DAV-Ehrenvorsitzende Friedrich Maier an alle DAV-Mitglieder versenden ließ, hat hier und da für Irritationen gesorgt. Der Autor bemüht sich um Klarstellung:

Dr. Monika Vogel (35), zuvor Studienrätin am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Wuppertal, ist neue Junior-Professorin für Didaktik des Lateinischen an der Bergischen Universität Wuppertal. Der Deutsche Altphilologenverband hat zum Dienstantritt ein Interview mit ihr geführt:

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,

dies ist der erste elektronische Newsletter des DAV auf Bundesebene. Schön, dass er Sie erreicht. Mindestens ebenso schön ist, wenn Sie es weitersagen, ob oder sogar dass Sie ihn sinnvoll finden. Wir versprechen uns von diesem etwa alle zwei Monate erscheinenden Rundschreiben eine bessere kommunikative Vernetzung nicht nur mit den DAV-Mitgliedern, sondern auch mit weiteren Interessierten aus der Kultur- und Sprachenszene sowie aus den Kultusverwaltungen und der Politik.

An dieser Stelle bekommen Sie regelmäßig und in engerem Turnus als über die traditionellen Verbandspublikationen Wissenswertes aus Fachwelt und Bildungspolitik, soweit sie uns betrifft, im nationalen und internationalen Rahmen vorgestellt. Wir sind um Aktualität bemüht.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es bleibt uns, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und Ihnen eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters

Hartmut Loos
Prof. Dr. Ulrich Schmitzer

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