Newsletter
Supplementum
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Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,
schon im Geleitwort zum Hauptteil des Newsletters 22 hatten wir auf die Stellungnahme des DAV-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zur geplanten Änderung der Lehramtszugangverordnung hingewiesen, in welcher die Standards des Latinums wie auch des Graecums neben verschiedenen Fächern sogar für Religionslehre nicht mehr als Lehramtsvoraussetzung gefordert sein sollen.
In diesem Supplementum bekommen Sie anstelle einer Verlinkung den gesamten Wortlaut der Stellungnahme ungekürzt präsentiert. Wir bitten um besondere Beachtung.
Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und eine anregende Lektüre zu wünschen.
Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters
Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich
Zum Geleit
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Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,
einerseits hat uns der Lockdown im Griff, was man deutlich am erschöpfenden Zeitbedarf für die Online-Lehrtätigkeit spürt. Andererseits stellt sich nun am ehesten heraus, welche digitalen Elemente der Vermttlung nützen und welche nicht. Ohne Zweifel haben die meisten unter uns Gelegenheit gehabt unmittelbar durchzuspielen, wie sinnfällig physische Präsenz in der Vermittlung unserer Anliegen sich als ein unverzichtbares Element erweist.
Der DAV trauert um sein langjähriges Vorstandsmitglied Dr. Peter Lohe. Eine Würdigung seines Lebens und Wirkens lesen Sie in diesem Newsletter. Wir werden Herrn Dr. Peter Lohe ein ehrendes Andenken bewahren.
Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des DAV bittet um besondere Aufmerksamkeit für seine Stellungnahme zur geplanten Änderung der Lehramtszugangverordnung, in welcher die Standards des Latinums wie auch des Graecums neben verschiedenen Fächern sogar für Religionslehre nicht mehr als Lehramtsvoraussetzung gefordert sein sollen. Man sieht sich etwas an die Situation eines Johannes Reuchlin (1455 - 1522) erinnert, der, wie Sie sicherlich wissen, nicht nur die schwachen Lateinkenntnisse vieler Klerikaler seiner Zeit beklagte, sondern die wenig vertretenen Kenntnisse im Griechischen und vor allem das völlige Fehlen solcher im Hebräischen als unvertretbar im Hinblick auf die Arbeit mit Schlüsseltexten empfand und durch seine Pionierleistung der Erstellung von Grammatiken Abhilfe schuf. Eine entfernte Parallele zu unserer Quarantäne: Reuchlin musste sich gegen einen Ausbruch der Pest schützen und nahm 1502 mit seinem Hausstand im Kloster Dekendorf Zuflucht. - Sie finden das Schreiben des DAV-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen unter der Rubrik „Allgemeine Nachrichten“.
Für den DAV-Newsletter Nr. 22 wünschen wir Ihnen eine bereichernde Lektüre.
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Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich
Nachruf Dr. Peter Lohe
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- von Stefan Kipf -
Im Jahr 2014 hatte ich an dieser Stelle die große Freude, Dr. Peter Lohe, dem langjährigen Vorsitzenden unseres Landesverbandes, zum 80. Geburtstag zu gratulieren und sein Lebenswerk würdigen zu können. Nun habe ich jedoch eine sehr traurige Pflicht zu erfüllen, nämlich den Tod Peter Lohes am 26. November 2020 anzuzeigen. Alle, die ihn kannten, traf die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, zumal tragischerweise das Corona-Virus eine unselige und erbarmungslose Rolle gespielt hatte.
Peter Lohe wird uns als unerschrockener und ideenreicher Kämpfer für die alten Sprachen in Erinnerung bleiben: Einerseits durch sein Engagement im DAV, und zwar auf Landes- und Bundesebene: Zunächst war er von 1980 bis 1990 Vorsitzender des LV Berlin, nach der Wiedervereinigung war er maßgeblich an der Gründung des neuen LV Berlin und Brandenburg beteiligt und leitete diesen bis 1998. Zudem war er auch auf Bundesebene präsent, und zwar von 1992–1995 als stellvertretender Vorsitzender sowie als Ehrenmitglied des Bundesvorstands.
Andererseits war Peter Lohe ein begeisterter und begeisternder Lehrer seiner Fächer Latein und Griechisch, der viele Schülergenerationen für die Antike begeisterte. In diesem Zusammenhang wird er uns auch als Schulleiter des Goethe-Gymnasiums in Wilmersdorf in Erinnerung bleiben, das er von 1984 bis 1999 mit großem Geschick und der für ihn so typischen Gelassenheit leitete.
Peter Lohe wurde am 12. Dezember von seiner Familie, und, soweit es möglich war, auch von Freunden und Kollegen zu Grabe getragen. Er hinterlässt eine große Lücke, nicht nur für seine Familie, sondern auch für all diejenigen, die ihn als beeindrucken Kollegen und wamherzigen Freund kannten und schätzten. Peter, Du fehlst uns!
Dr. Lohe war sich stets seiner Verantwortung als Lehrer und Schulleiter sowie der Besonderheiten des Goethe-Gymnasiums bewusst. In seiner Abiturrede des Jahres 1994 anlässlich des ersten Gesamtberliner Abiturs nach der Wende fand er dafür Worte, die nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben:
(…) Doch wir, die wir heute erziehen und bilden, haben damit klare und langfristige Zielvorgaben. An uns wird es sein die kommenden Schülergenerationen – ebenso wie die heutige – über die kleinen mühsamen Schritte des Alltags zu soliden Fähigkeiten und Kenntnissen zu führen und Wertmaßstäbe und Verantwortungsbewußtsein wachzurufen als Grundlage des Handelns und des verständnisvollen, friedlichen Miteinanders.
Deshalb erwähne ich gelegentlich gern mit verhaltenem Stolz, daß in unserem Hause mit seinen 820 Schülern 108 ausländische Schüler aus 26 Nationen lernen. Wir leben bereits in einer kleinen UNO. (…)
Letzlich müssen wir uns, um flexibel und aufgeschlossen zu bleiben, immer wieder fragen, ob unser Schulangebot besonderer Prägung noch in die moderne Zeit paßt; denn im Zeitalter von Genforschung und Computertechnik sind Latein und Griechisch äußerst provokante Fächer.
Erst jüngst im April auf dem Kongreß des Deutschen Alphilologenverbandes in Bamberg, der unter dem Motto stand „Latein 2000 – Schlüsselqualifikationen durch die Alten Sprachen“, ist deutlich geworden, welche grundlegenden Leistungen diese beiden Fundamentalsprachen der europäischen Kultur für das aktuelle Leben erbringen; an uns Lehrern ist es, ihre bildenden Kräfte in geeigneter Weise für den Menschen von heute zu entfalten.
Wenn also einer provozierend fragt, ob eine Schule wie die unsrige, ob Latein- und Griechisch-Lernen noch sinnvoll und zeitgemäß sei, dann sage ich ihm: Es ist nicht nur sinnvoll, sondern nötiger denn je, in Umsetzung der Erkenntnis:
Wer nicht weiß, woher er kommt,
weiß nicht, wohin er geht.
(Auszug aus der Abiturrede 1994, in: Jahrbuch des Goethe-Gymnasiums 1994)
Tagungsankündigungen
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DAV Nordrhein-Westfalen
Digitale Fortbildungsveranstaltung des Ernst Klett Verlages mit Unterstützung durch den DAV NRW
Texterschließung bei der Einstiegslektüre
Mit Ruth Schaefer-Franke und Asmus Kurig
Samstag, 20.02.21, 10.00-13.00.
Online-Seminar
Worum geht es überhaupt?
Texterschließung und Einstiegslektüre
Wie melde ich mich an?
Die Anmeldung erfolgt über den Ernst Klett Verlag unter dem folgenden LINK: https://www.klett.de/fortbildungen/fortbildung-22318
Bitte beachten Sie: Die Plätze sind begrenzt.
Anmeldeschluss ist ein Tag vor Live-Termin, sofern das Online-Seminar nicht vorher ausgebucht ist.
Welche Kosten entstehen mir? Die Teilnahme am Online-Seminar ist kostenlos.
Gibt es eine Teilnahmebestätigung?
Sie erhalten bei Teilnahme eine Teilnahmebestätigung über die Veranstaltung.
Mit welchen Inhalten kann ich rechnen?
Der neue Kernlehrplan Latein Sek I NRW fordert in den Klassenarbeiten explizit vor der Übersetzung und der Interpretation verschiedene Verfahren der Texterschließung.
Die Online-Tagung vereint den von der Lehrerschaft geäußerten Bedarf an der Behandlung der Themen „Texterschließung“ und „Einstiegslektüre“.
DAV Sachsen-Anhalt
Da der Mitteldeutsche Lateinlehrkräftetag nicht wie geplant in Präsenz stattfinden kann, wird der Großteil der Vorträge in den Sprachentag Sachsen-Anhalt integriert.
Dieser wird online über BigBlueButton am 13.März 2021 abgehalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt und die Anmeldung erfolgt über ELTIS (Mitteldeutscher Lateinlehrkräftetag).
Programm:
10.30 - 11.40 Uhr: Dr. Heike Schaumburg: Was wissen wir über digitale Medien im Unterricht? Aktuelle Ergebnisse und Erkenntnisse
Ein wesentliches Ziel der Forderung nach einem verstärkten Einsatz digitaler Medien im Unterricht ist die Erwartung, dass sie zu einer Verbesserung des schulischen Lernens beitragen. Was wissen wir aus inzwischen mehr als 40 Jahren Forschung über die Lernwirksamkeit digitaler Medien? Haben wir empirisch gesicherte Belege für die vielbeschworene "Revolution des Lernens" oder ist vielmehr den Kritikern recht zu geben, die warnen, digitale Medien seien gar schädlich für das Lernen?
12.00 - 13.10 Uhr: Ann-Kathrin Giebe: Digitale Grammatikeinführung im Lateinunterricht
Im Vortrag mit interaktiven Elementen werden verschiedene Möglichkeiten der digitalen Grammatikeinführung vorgestellt.
Das komplette Programm des Sprachentages finden Sie hier.
Allgemeine Nachrichten
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Klassische Sprachen bei den Nachbarn
Warum Griechisch ein ziemlich cooles Fach ist!
Griechisch zu lernen ist cool! Das sagt Bruno Buchberger, der Gründer des Softwareparks Hagenberg, der dankbar auf seine Gymnasialzeit zurückblickt. Die Beschäftigung mit alten Sprachen an der Wiege unserer europäischen Kultur hat ihm dabei geholfen, frisch zu denken und zur Innovation beizutragen.Caroline Schwarz am 10.02.2021
Weiterlesen: Warum Griechisch ein ziemlich cooles Fach ist! - schule.at


